Unsere Nachhaltigkeits-informationen für das Geschäftsjahr 2024

Nachhaltigkeit PwC Österreich
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Die drängenden Herausforderungen unserer Zeit – von sauberer und sicherer Energie über den Schutz der Biodiversität und Ressourcen bis hin zur verantwortungsvollen Digitalisierung und der Wahrung der Menschenrechte entlang globaler Lieferketten – erfordern entschlossenes Handeln. Diese Themen bieten nicht nur Anreize, sondern führen auch zu Unsicherheiten und einer zunehmenden gesellschaftlichen Polarisierung.

Um hier gemeinsam erfolgreich zu handeln, ist Vertrauen der Schlüssel. Nur wer Vertrauen aufbauen und nachhaltige Ergebnisse erzielen kann, wird langfristig bestehen. PwC hat deshalb die globale Netzwerkstrategie „The New Equation“ entwickelt. Sie zielt darauf ab, die vielfältigen Herausforderungen durch interdisziplinäre Expertise, unterschiedliche Perspektiven, vielfältige Talente und den gezielten Einsatz von Technologie zu meistern.

Bei PwC Österreich setzen wir diese Strategie gemeinsam mit über 1.400 Kolleg:innen und 63 Partner:innen um. Unser Ziel ist es, für Unternehmen, Kunden, Stakeholder und die Gesellschaft nachhaltige Ergebnisse zu erzielen. Dabei orientieren wir uns an unserem Purpose: Vertrauen in die Gesellschaft aufzubauen und entscheidende Probleme zu lösen. Unsere Unternehmenskultur und Werte sind dabei unsere zentrale Leitlinie.

Kapitel 1 Nachhaltigkeitsstrategie

Unser Ziel bei PwC Österreich ist es, einen positiven Beitrag für die Gesellschaft zu leisten und unsere Verantwortung für eine nachhaltige Zukunft wahrzunehmen. Wir unterstützen unsere Kunden bei dem Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise und setzen auch in unserem eigenen Geschäftsbetrieb auf zukunftsweisende Lösungen. Dabei stehen wir für: 

  • Nachhaltiges Wirtschaftswachstum, das vom Ressourcenverbrauch entkoppelt ist, und eine Wohlstandsmessung, die neben finanziellen auch soziale und ökologische Faktoren berücksichtigt. 

  • Ganzheitliche Verantwortung, die ökologische, technologische und soziale Aspekte integriert und die Wechselwirkungen dieser Bereiche umfassend einbezieht. 

  • Kollektive Lösungen, sodass Unternehmen, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft gemeinsam eine nachhaltige Wirtschafts- und Lebensweise gestalten können. 

  • Bewusstsein für den Einfluss des Menschen auf die Biosphäre und die Erkenntnis, dass unsere Abhängigkeit von der Stabilität und den Kreisläufen der Natur zentral für unsere Zukunft ist. 

 Zur Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie bekennen wir uns zu international anerkannten Rahmenwerken: 

  • Das PwC Netzwerk hat bereits im Jahr 2002 den UN Global Compact unterschrieben und sich zur Einhaltung seiner zehn Prinzipien für eine inklusive und nachhaltige Weltwirtschaft verpflichtet. Auch PwC Österreich orientiert sich an diesen universellen Prinzipien zu Menschenrechten, menschenwürdigen Arbeitsbedingen, Umweltschutz und Antikorruption.

  • Inspiriert vom UN Global Compact wollen wir einen sichtbaren Beitrag zur Erfüllung der 17 Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen leisten.

  • Unsere Klima- und Umweltstrategie orientiert sich an den Zielen des Pariser Klimaschutzübereinkommens. 

  • Wir bekennen uns zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen und setzen diese in all unseren Geschäftstätigkeiten um. 

  • In unserem Geschäftsbetrieb und unserer Lieferkette folgen wir den vier Grundprinzipien der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und den acht Kernarbeitsnormen.

Unser Nachhaltigkeitsmanagement

Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil unseres Unternehmens und prägt unser Handeln bei PwC Österreich. Deshalb ist unser Corporate Sustainability (CS)-Management direkt dem CEO und Territory Senior Partner zugeordnet. Die Umsetzung der Maßnahmen liegt in der Verantwortung unseres COO, der zeitgleich unser interner Corporate Sustainability Leader ist und das CS-Team leitet.  

Das CS-Team arbeitet eng mit den relevanten Fachabteilungen zusammen und übernimmt folgende Aufgaben: 

  • Vernetzung und Abstimmung mit CS-relevanten Stakeholdern

  • die Anpassung an anerkannte CS-Standards  

  • interne und externe Berichterstattung

Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist die aktive Einbindung unserer Mitarbeiter:innen durch regelmäßige Dialoge, Umfragen und Veranstaltungen. ESG-relevante Inhalte sind fester Bestandteil des verpflichtenden Compliance-Trainings für alle Mitarbeiter:innen. Zudem fördern wir das Nachhaltigkeitsbewusstsein durch gezielte ESG-Weiterbildungsangebote. Damit unterstützen wir unsere Mitarbeiter:innen nicht nur beruflich, sondern auch dabei, dieses Wissen in ihrem privaten Umfeld anzuwenden.

Kapitel 2 Umwelt

Carbon Footprint

Im Jahr 2020 hat sich PwC Österreich gemeinsam mit dem globalen PwC Netzwerk zu einem ambitionierten Net-Zero-Pfad bis 2050 verpflichtet und das kurzfristige Ziel für 2030 von der Science Based Targets Initiative (SBTi) validieren lassen:   

Unser Ziel ist es, bis Geschäftsjahr 2030 mindestens 50 % unserer direkten Treibhausgasemissionen (THG-Emissionen) und indirekten THG-Emissionen aus Energie und aus Geschäftsreisen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2019 einzusparen. Für die verbleibenden THG-Emissionen dieser Emissionsquellen fördern wir hochwertige Kompensationsprojekte und werden ab Geschäftsjahr 2030 ausschließlich Projekte zum proaktiven Entfernen von Kohlenstoff aus der Atmosphäre unterstützen. Außerdem beziehen wir auch unsere Lieferkette aktiv in unser Dekarbonisierungsvorhaben ein, um eine umfassende und nachhaltige Reduktion unserer THG-Emissionen zu erreichen. 

Unternehmerisches Wachstum muss nicht zwangsläufig mit einem Anstieg des CO2-Ausstoßes einhergehen. Wir setzen deshalb gezielte Maßnahmen um, die unser Wachstum von unserem Ressourcenverbrauch entkoppeln. Dabei sind wir uns bewusst, dass wir in den kommenden Jahren unsere Prozesse und Arbeitsweisen kontinuierlich weiterentwickeln und verstärkt auf die Reduktion von Emissionen ausrichten müssen.  

Ein zentraler Hebel ist die verstärkte Nutzung von digitaler Kollaboration – sowohl innerhalb PwC Österreichs als auch in unserem internationalen PwC-Netzwerk und ebenfalls in der Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Unsere Reiserichtlinie legt außerdem einen Fokus auf Alternativen zu Flugreisen, insbesondere für Kurzstrecken, aber auch für allgemeine Dienstreisen.

788

tCO2e Scope 1 + 2 (Vorjahr: 868 tCO2e)

-46 %

Reduktion Scope 1 + 2 + Geschäftsreisen im Vergleich zum Basisjahr FY19

427

tCO2e für Geschäftsreisen (Vorjahr nach Korrektur: 552 tCO2e)

1613

MWh Stromverbrauch (Vorjahr: 1561 MWh)

100 %

Anteil Strom aus erneuerbaren Energiequellen (Vorjahr: 100 %)

3646

MWh Gesamtenergieverbrauch (Vorjahr: 4072 MWh)

Unsere neue Car-Policy fördert den Umstieg auf Elektrofahrzeuge und hat dazu beigetragen, den CO₂-Fußabdruck unseres Fuhrparks (Scope 1) zu senken – trotz einer gestiegenen Anzahl von Fahrzeugen. Gleichzeitig führte der Einsatz zu einem leicht erhöhten Stromverbrauch. Um sicherzustellen, dass dieser benötigte Strom aus erneuerbaren Energiequellen stammt, haben wir qualitativ hochwertige Herkunftsnachweise für die von unseren Mitarbeiter:innen verbrauchten Kilowattstunden zugekauft. 

Unser Energiebedarf wird vollständig durch Strom aus erneuerbaren Energiequellen sowie durch Fernwärme in unseren Büros gedeckt. Bei der Berechnung der Verbräuche greifen wir – soweit möglich – auf Primärdaten zurück. Sollte die genaue Erfassung nicht vollumfänglich möglich sein, nehmen wir Schätzungen vor.

Für das Geschäftsjahr 2023 (FY23) haben sich die Werte für Geschäftsreisen im Vergleich zu den Angaben in unserem letztjährigen Bericht erhöht, da wir bei der Datenaufbereitung für das Geschäftsjahr 2024 (FY24) genauere Datenquellen zur Verfügung hatten. Den Emissions-Ausgleich für FY23 holen wir noch in diesem Jahr nach. 

Für das Geschäftsjahr 2025 (FY25) planen wir zusätzliche Projekte, um die Messgenauigkeit im Bereich Fuhrpark und Reisetätigkeit zu verbessern. Ziel ist es, unsere Umweltauswirkungen noch präziser zu steuern und zu optimieren.  

Kapitel 3 Unsere Mitarbeiter:innen

Zum Stichtag 30. Juni 2024 beschäftigte PwC Österreich 1.424  Mitarbeiter:innen (Vorjahr: 1.262) an fünf Standorten: Wien, Linz, Salzburg, Graz und Klagenfurt. Der Großteil – knapp 89 Prozent – arbeitet in unserem Wiener Büro. 

  FY 22 FY 23 FY 24
Anzahl Mitarbeiter:innen (Kopfzahl) 1.262 1.363 1.424
davon Frauen 55 % 53 % 50 %
davon Männer 45 % 47% 50 %
Alter unter 30 Jahre 38 % 45 % 44 %
Alter zwischen 30 und 50 Jahren 52 % 47 % 48%
Alter über 50 Jahren 10 % 8 % 8 %

Unser Fokus liegt auf langfristigen Beschäftigungsverhältnissen, weshalb fast 95 % unserer Mitarbeiter:innen über einen unbefristeten Arbeitsvertrag verfügen. Befristete Verträge betreffen vor allem Praktikant:innen. Sie übernehmen oft vergleichbare Aufgaben wie unsere unbefristet angestellten Berufseinsteiger:innen. Alle Mitarbeiter:innen von PwC Österreich (100%) sind durch einen Kollektivvertrag erfasst. Zusätzlich arbeitet PwC bei speziellen Projekten oder für ausgewählte Aufgaben mit Freelancern auf einer Werkvertragsbasis zusammen.

PwC bietet ein vielfältiges Angebot an Arbeitszeitmodellen, um den unterschiedlichen Bedürfnissen unserer Belegschaft gerecht zu werden. Derzeit arbeiten 70,1 % der Mitarbeiter:innen in Vollzeit und 29,9 % in Teilzeit – ein Trend zu mehr Teilzeitbeschäftigung, der sich kontinuierlich fortsetzt (Vorjahr: 28,2 %, davor: 26,5 %).

  FY 22 FY 23 FY 24
Vollzeit in % aller Mitarbeiter:innen 74 % 72 % 70 %
davon Frauen 49 % 49 % 45 %
davon Männer 51 % 51 % 55 %
Teilzeit in % aller Mitarbeiter:innen 26 % 28 % 30 %
davon Frauen 70 % 63 % 62 %
davon Männer 30 % 37 % 38 %

In Österreich ist der Karenzanspruch für Eltern nach der Geburt ihres Kindes gesetzlich geregelt, ebenso der Pflegeurlaub. Wie in den Vorjahren steht somit 100% unserer Mitarbeiter:innen an allen Standorten Urlaub aus familiären Gründen zu.

Im Geschäftsjahr 2024 befanden sich 83 (FY23: 85) Mitarbeiter:innen in Elternkarenz, darunter 13 Väter (FY23: 16). Nach der Karenz kehren 94 % der Beschäftigten wieder an ihren Arbeitsplatz zurück (FY23: 97%). 92,3 % derjenigen, die im FY23 aus der Karenz zurückgekehrt sind, waren auch ein Jahr später noch bei uns tätig (FY23: 84%). 60 unserer weiblichen und 37 unserer männlichen Mitarbeiter:innen haben außerdem im Geschäftsjahr 2024 Pflegeurlaub in Anspruch genommen.

Die Fluktuationsrate (ohne Praktikant:innen), gemessen an der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr 2024, lag bei 21,9 % (Vorjahr: 22,5 %), und blieb damit im Vergleich zum Vorjahr weitgehend stabil. Neu eingetreten und bis zum Bilanzstichtag noch aktiv im Unternehmen beschäftigt waren im FY24 352 Personen. 

Es ist uns ein großes Anliegen, unsere bestehenden Mitarbeiter:innen im Unternehmen zu halten, auch wenn diese sich fachlich neu orientieren und andere Herausforderungen annehmen möchten. Wir fördern daher Tätigkeitswechsel innerhalb von PwC Österreich, aber auch grenzüberschreitend zu PwC-Netzwerkfirmen in anderen Ländern.

Inclusion & Diversity

Diversität bedeutet für uns die Anerkennung und Wertschätzung der unterschiedlichen Merkmale unserer Belegschaft, sei es in Bezug auf Geschlechtsidentität, Alter, Herkunft, Hautfarbe, kulturellen Hintergrund, geistige und körperliche Fähigkeiten oder sexuelle Identität. Als Professional Services Unternehmen, das bestrebt ist, für jedes Problem die optimalen individuellen Lösungen zu finden, sehen wir Vielfalt als einen unserer größten Vorteile an. 

Inklusion verstehen wir als die Förderung einer Unternehmenskultur bei PwC Österreich, in der sich jeder geschätzt und willkommen fühlt und seine individuellen Eigenschaften innerhalb unseres Netzwerks optimal entfalten kann.

Unsere Belegschaft in Österreich umfasst mehr als 1.400 Mitarbeitende aus 48 verschiedenen Nationen. Bei der Anwerbung von Mitarbeiter:innen gibt es keine Unterscheidung basierend auf der Herkunft. Der Großteil unserer Mitarbeiter:innen, wie auch unserer Führungskräfte, hat jedoch die österreichische Staatsbürgerschaft.

Im Geschäftsjahr 2024 waren 50 % unserer Mitarbeiter:innen bei PwC Österreich Frauen. Ein zentrales strategisches Ziel ist es, den Frauenanteil in Führungspositionen weiter zu erhöhen. Bis zum Grade Senior Manager ist das Verhältnis zwischen Männern und Frauen weitgehend ausgewogen (weibliche Manager 51,9%, Senior Manager 46,4%). Der Anteil von Partnerinnen liegt aktuell bei knapp 24 % der gesamten Partnerschaft – eine Steigerung um 2 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. 

Wir setzen eine Vielzahl von Maßnahmen, um den Frauenanteil in Führungspositionen weiter zu steigern. Denn wir sind überzeugt: Diversität in Führungsteams führt zu besseren Entscheidungen.

Zur Förderung weiblicher Führungskräfte bieten wir spezielle Mentoring- und Coachingprogramme an, die künftige weibliche Führungspersönlichkeiten ausbilden und unterstützen. Ergänzend fördern wir durch gezielte Schulungen zum Thema „Inclusive Mindset“ inklusive Denk-, Wahrnehmungs- und Handlungsweisen im gesamten Unternehmen. 

Unsere flexiblen Arbeitszeitmodelle und die Remote-Work Policy (siehe „Health and Wellbeing“) erleichtern es Mitarbeiter:innen, Karriere und Familie zu vereinen – unabhängig von der privaten Aufgabenverteilung. Ab Grade Senior Manager ist eine Beförderung beispielsweise bei einem Teilzeitpensum von etwa 20 Wochenstunden möglich, und auch auf dem Grade Partner finden sich Kolleg:innen, die in Teilzeit arbeiten. 

Im Geschäftsjahr 2024 beschäftigte PwC Österreich acht Personen mit einer Behinderung und/oder chronischen Erkrankung. Da Mitarbeiter:innen nicht verpflichtet sind, ihren Arbeitgeber über eine bestehende Behinderung zu informieren, kann die tatsächliche Zahl höher liegen.

Leider ist das Thema Behinderung und chronische Erkrankung in der Gesellschaft immer noch mit Stigmatisierung behaftet. Viele Menschen zögern, offen über ihre Situation zu sprechen, insbesondere wenn es sich um nicht-sichtbare Behinderungen handelt. PwC Österreich möchte aktiv dazu beitragen, diese Barrieren abzubauen und das Vertrauen der Betroffenen zu stärken.

Über die Plattform Instahelp bieten wir unseren Mitarbeiter:innen die Möglichkeit, anonyme psychologische Beratung in Anspruch zu nehmen. PwC Österreich übernimmt die Kosten für bis zu fünf Sitzungen pro Person, um sicherzustellen, dass alle, die Unterstützung benötigen, diese in einem geschützten und vertraulichen Rahmen erhalten. 

Im Rahmen unserer Inclusion & Diversity Strategie arbeiten wir intensiv daran, ein inklusives Arbeitsumfeld zu schaffen. Einige geplante und bereits bestehende Maßnahmen sind: 

  • Internes Mentoringprogramm (Time2Grow): Unterstützung und Förderung der persönlichen und beruflichen Entwicklung unserer Mitarbeiter 

  • Internes Women Network (Women@PwC): Ein Netzwerk zur Stärkung und Förderung von Frauen innerhalb des Unternehmens. 

  • Internes LGBTIQA+ Network (Shine): Förderung eines respektvollen und unterstützenden Umfelds für die LGBTIQA+ Community. 

  • Zusammenarbeit mit MyAbility und Amazing 15 (ehemals Specialisterne): Partnerschaften zur Unterstützung von Menschen mit Behinderung im Arbeitsumfeld. 

  • Fokus auf „Inclusive Mindset“ durch Trainings und Veranstaltungen: Wir bieten Schulungen an, die darauf abzielen, inklusive Denk- und Handlungsweisen zu fördern. 

  • Teil der Pflichtschulungen: Die Wichtigkeit von Diversität und der Vermeidung von Diskriminierung und Gewalt ist in einer jährlichen Schulung enthalten, die 100 % unserer Mitarbeiter:innen durchlaufen. 

  • Inclusion & Diversity Dashboard: Regelmäßiges Reporting wesentlicher KPIs, um unseren Fortschritt transparent zu machen. 

  • Gründungsmitglied bei WEconomy: Aktive Teilnahme an dieser B2B-Initiative zum Austausch von Best Practices im Bereich Inclusion & Diversity. 

  • Kooperationspartner von UN Women: Engagement für die Gleichstellung der Geschlechter und die Unterstützung von Frauenrechten. 

Für das Geschäftsjahr 2024 haben wir uns bei PwC Österreich, wie im Vorjahr, auf die Dimensionen Gender, LGBTIQA+ Community, Disability und Generationen sowie auf Inclusive Leadership konzentriert.

Diversitätsmerkmale werden auch in unsere jährlichen Talent Reviews und bei den Entscheidungen zu Beförderungen berücksichtigt, um eine bewusste Wahrnehmung und ausgeglichene Verteilung zwischen den Geschlechtern zu fördern. Unsere Maßnahmen und Ziele zur Berücksichtigung von Diversität und Verhinderung von Diskriminierung in sämtlichen Personalentscheidungen (von Einstellung bis zu Beförderung) werden zukünftig diesbezüglich konkretisiert und in Folgejahren dann auch in unserem Nachhaltigkeitsbericht genauer behandelt.  

Health & Wellbeing

In Österreich sind Mitarbeiter:innen gesetzlich bereits gegen Einkommensverluste aus Arbeitsunfällen, Krankheit, Invalidität, Arbeitslosigkeit, Karenz oder Pension abgesichert. Sozialer Schutz besteht somit für 100 % der Mitarbeiter:innen von PwC Österreich. Zusätzlich wird für unbefristet angestellte Mitarbeiter:innen eine kollektive Freizeit-Unfall-Versicherung abgeschlossen.  

PwC Österreich unterhält ein Managementsystem für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gemäß den gesetzlichen Vorschriften. Personelles „Rückgrat“ dieses Managementsystems sind der Sicherheitsbeauftragte, die Sicherheitsvertrauenspersonen, der:die Ersthelfer:in sowie der Betriebsarzt. Mittels regelmäßig stattfindenden Betriebsstättenbegehungen und Abstimmungstreffen werden Risiken in Bezug auf Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz identifiziert, Anregungen und Beschwerden entgegengenommen sowie Abhilfemaßnahmen initiiert. Die Gefahrenidentifizierung, Risikobewertung und Untersuchung von Vorfällen sowie die Umsetzung von Meldepflichten erfolgt durch den Sicherheitsbeauftragten und die Sicherheitsvertrauenspersonen.

Mitarbeiterschulungen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz erfolgen durch den Sicherheitsbeauftragten im Rahmen seiner regelmäßigen Betriebsbegehungen. Der:die Sicherheitsbeauftragte, Sicherheitsvertrauenspersonen und Ersthelfer:innen werden gemäß den gesetzlichen Vorgaben aus- bzw. weitergebildet.

Im Geschäftsjahr 2024 ereigneten sich insgesamt 7 Arbeitsunfälle (FY23: 1), von denen 5 auf Wegunfälle entfallen (FY23: 1). Neben der physischen Gefährdung am Arbeitsplatz oder auf dem Arbeitsweg ist die Gefahr psychischer Krankheiten oder Beschwerden jedoch nicht zu vernachlässigen. Die Erfassung einer arbeitsbedingten psychischen Erkrankung ist gesetzlich in Österreich allerdings nicht erlaubt. Daher können wir nicht erheben, wie viele unserer Mitarbeiter:innen aus psychischen Gründen nicht arbeitsfähig sind. Trotzdem setzen wir Maßnahmen, um das Risiko hierfür zu verringern. 

Die moderne Arbeitswelt ist vielfältig und dynamisch, was sie für unsere Mitarbeiter:innen auch zu einer Bewährungsprobe machen kann. Dies kann sich negativ auf das Wohlbefinden auswirken. Unsere mentale Gesundheit ist jedoch ein wichtiges Asset, um leistungsfähig und motiviert zu bleiben. In der Prüfungs- und Beratungsbranche, die teilweise viel Flexibilität und Agilität benötigt, ist auch die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben eine Herausforderung.

Unsere Remote-Work Policy ermöglicht unseren Mitarbeiter:innen, in Abstimmung mit ihren Vorgesetzten, grundsätzlich für sich selbst zu entscheiden, ob sie von zu Hause, oder im Büro arbeiten wollen. Außerdem ermöglicht sie von insgesamt 27 Ländern für bis zu drei Monate im Jahr aus zu arbeiten und bietet somit erhöhte Flexibilität für unterschiedliche Lebensumstände.

  • Flexible Arbeitszeitmodelle, einschließlich Gleitzeitrahmen. 

  • Mental Health First Aider: Derzeit sind 27 Mental Health First Aider im Unternehmen aktiv, die sich regelmäßig austauschen und Projekte rund um die mentale Gesundheit vorantreiben, wie z.B. Awarenesskampagnen und die Definition interner Abläufe für psychische Ausnahmesituationen. 

  • Monatliches Health Webinar, um Themen der Gesundheit und des Wohlbefindens zu fördern. 

  • Instahelp: Unser Employee Assistance Program bietet Unterstützung in schwierigen Zeiten. 

  • Alcohol Awareness Kampagne, um ein gesundes Bewusstsein für Alkoholkonsum zu schaffen. 

  • Verknüpfung aller Wellbeing-Themen mit strategischen Human Capital-Themen zur Unterstützung eines Kulturwandels. 

  • Erweiterung bestehender Trainings wie dem New Manager Day, um Platz für das Thema „Focus & Recovery“ zu schaffen. 

  • Präsenz der Themen rund um Health und Sustainable High Performance bei Firmenevents wie Konferenzen und dem jährlichen Staff Day. 

  • Gesundheitsuntersuchungen im Haus sowie Betriebsarztangebote in den Regionen. 

  • „Lease a bike“-Programm, um die Nutzung von Fahrrädern für den Arbeitsweg zu fördern und so die Gesundheit zu unterstützen (Einführung im Geschäftsjahr 2025). 

Unsere Ziele und Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf werden regelmäßig im Rahmen des Zertifikats „berufundfamilie“ überprüft (zuletzt im Geschäftsjahr 2023, Zertifikatsgültigkeit beträgt 4 Jahre). 

Aus- und Weiterbildung

Die individuelle fachliche und persönliche Entwicklung unserer Mitarbeiter:innen hat für PwC Österreich einen hohen Stellenwert. Um unseren Purpose und strategische Vision zu erreichen und unsere Werte zu demonstrieren, statten wir Mitarbeiter:innen mit relevanten Fähigkeiten und Kompetenzen aus. 

Die unternehmensweiten Learning & Development-Angebote helfen unseren Mitarbeitenden ihre Entwicklungsziele zu erreichen, indem eine breite Palette von Lernmöglichkeiten zur Verfügung gestellt wird. Diese umfassenden Präsenztrainings, E-Learnings und andere selbstgesteuerte Lernmodule, decken alle Dimensionen des „Evolved PwC Professional” – unserem Rahmenwerk für eine verhaltensorientierte Kompetenzentwicklung ab. 

Die inhaltlichen Schwerpunkte liegen neben der fachlichen Aus- und Weiterbildung, in der Entwicklung von Leadership Skills, in Trainingsmaßnahmen rund um die Themen Kommunikation & Feedback, Resilienz & Mentale Gesundheit sowie Künstliche Intelligenz & Digitalisierung. 

Dieser “Bringing our culture to life”-Ansatz ermöglicht es unserer Partnerschaft und unseren Mitarbeitenden, gezielt ihre Kompetenzen und Fähigkeiten auszubauen und agil auf sich ändernde Anforderungen zu reagieren.

Berücksichtigt man nur die intern von PwC zur Verfügung gestellten Trainings (verpflichtend und freiwillig), dann haben unsere Mitarbeiter:innen im Geschäftsjahr 2024 durchschnittlich 35 Trainingsstunden absolviert (FY23: 44 Stunden). Inkludiert man Trainingseinheiten von externen Anbietern, waren es durchschnittlich knapp 42 Trainingsstunden. Der Unterschied zwischen den durchschnittlichen Trainingsstunden unserer weiblichen zu den männlichen Mitarbeiter:innen beträgt jeweils unter einer Stunde (-0,5 Stunden bzw. -0,7 Stunden bei rein internen bzw. inkl. externen Schulungen). Alle Mitarbeiter:innen (100%) haben im Geschäftsjahr 2024 an mindestens einer internen Schulung teilgenommen. 

Der Rückgang unserer durchschnittlichen Trainingsstunden im Vergleich zum Vorjahr hat mehrere Gründe, lässt sich aber überwiegend damit erklären, dass wir Anstrengungen unternommen haben unsere Schulungen effizienter zu gestalten, und Zielgruppen für einzelne Schulungsmaßnahmen neu definiert haben. 

Alle Mitarbeiter:innen erhalten regelmäßige Beurteilungen ihrer Leistung und ihrer beruflichen Entwicklung – nähere Informationen siehe unseren Transparenzbericht S. 41.

Kapitel 4 Unsere Governance

Unsere Geschäftsführung

PwC verfügt über zwei gesellschaftsrechtliche Organe: den Aufsichtsrat und die Geschäftsführung, die beide als "Leitungsorgan" gemäß der Definition der Global Reporting Initiative (GRI) gelten. Da die Kompetenzverteilung zwischen Aufsichtsrat und Geschäftsführung durch die gesellschaftsrechtlichen Vorgaben bestimmt wird, werden beide Gremien in den folgenden Angaben separat betrachtet.

Der Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat ist für die Überwachung der Geschäftsführung zuständig und besteht aus drei Mitgliedern. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats sind ehemalige Partner, die keine Führungsrolle mehr bei PwC Österreich innehaben. Die Funktionsperiode des aktuellen Aufsichtsrats endet mit Wirtschaftsjahr 2027 und umfasst jeweils vier volle Geschäftsjahre. Es wurden keine Ausschüsse durch den Aufsichtsrat gebildet. Mitglieder des Aufsichtsrats dürfen nicht zugleich der Geschäftsführung von PwC Österreich angehören. 

Die Mitglieder des Aufsichtsrats handeln in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Anforderungen in ihre Unabhängigkeit. Sie agieren weisungsfrei und sind Dritten gegenüber zur Verschwiegenheit verpflichtet. Der Aufsichtsrat besteht ausschließlich aus Personen, die weder direkt noch indirekt Anteile an PwC besitzen. Alle Aufsichtsratsmitglieder sind männlich, es gibt aktuell keine Diversitätsvorgaben für dieses Organ. Alle drei Mitglieder bringen Expertise aus dem Bereich Rechnungslegung, Prüfung und Regulierung mit.

Das Territory Leadership Team

Die Vertretung der und die Zeichnung für die Gesellschaften von PwC Österreich erfolgt durch die 63 im Firmenbuch eingetragenen Geschäftsführer:innen. Die gesellschaftsübergreifende operative Leitung der PwC Österreich-Gruppe erfolgt durch das Territory Leadership Team (TLT). Der Territory Senior Partner (TSP) ist der Vorsitzende der Geschäftsführer:innen. Das TLT setzte sich im Geschäftsjahr 2024 aus der Leitung der drei kundenbezogenen Abteilungen Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Rechtsberatung, und Unternehmensberatung sowie aus der Leitung des internen Bereichs Markets und dem TSP zusammen und hatte eine Frauenquote von 40%. Eine explizite Diversitätsvorgabe gibt es nicht. 

Der TSP wird alle vier Jahre von den Partner:innen gewählt und ist ebenfalls Teil der Partnerschaft. Alle Partner:innen können sich für die Rolle als TSP bewerben. Die weiteren Mitglieder des TLT werden von dem TSP ernannt. Alle Mitglieder des TLT sind gleichzeitig Partner:innen von PwC Österreich und somit Führungskräfte im Unternehmen. Das TLT ist im Innenverhältnis von der Partnerschaft zur Entscheidungsfindung für den allgemeinen Geschäftsbetrieb legitimiert. Es verantwortet unter anderem die jährliche Nachhaltigkeitsberichterstattung. 

Das TLT wurde im Geschäftsjahr 2024 unter anderem durch den Chief Finance Officer (CFO) und den Chief Operating Officer (COO) regelmäßig unterstützt. Zur personellen Besetzung des TLT und Aufsichtsrates verweisen wir auf unseren Transparenzbericht.

Committees

Innerhalb des TLT gibt es das Partner Approval Commitee, welches für die Aufnahme neuer Partner:innen zuständig ist, sowie das Partner Income Commitee, welches die Vergütung der Partner:innen überwacht. Beide Gremien bestehen aus dem TSP und den Leiter:innen der Abteilungen Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Rechtsberatung und Unternehmensberatung.

Nachhaltigkeit im Territory Leadership Team

Die PwC interne Corporate Sustainability Organisation ist direkt dem TSP zugeordnet. Der Corporate Sustainability Lead (CS-Lead), in Personalunion mit dem COO, unterstützt bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsaktivitäten und -strategien in Bezug auf Umwelt- und Klimathemen und informiert das TLT regelmäßig über relevante Entwicklungen und Veränderungen. Die Themen rund um unsere Mitarbeiter:innen sind innerhalb der Führungsteams der jeweiligen Abteilungen einer:einem dezidierten Partner:in zugeordnet, der:die eng mit unserer Personalabteilung sowie der Abteilungsleitung zusammenarbeitet. Verantwortlich für die Themen Compliance, Risk & Quality ist unser Risk Partner, der regelmäßig an den TSP und das TLT berichtet. 

Die Leitung der kundenorientierten Abteilung für Nachhaltigkeitsberatung und -prüfung oblag im Geschäftsjahr 2024 der Markets-Leitung sowie der Leitung der Wirtschaftsprüfung, die beide Mitglieder des TLT sind. Darüber hinaus finden im regelmäßigen Abständen Schulungen und Informationsveranstaltungen statt, die unter anderem Nachhaltigkeitsthemen umfassen und die auch von den Mitgliedern des TLT absolviert werden. So wird sichergestellt, dass die notwendigen Kenntnisse in Bezug auf Nachhaltigkeit auf Ebene des TLT ausreichend vorhanden sind.

Informationsfluss an das Territory Leadership Team

Sowohl das TLT als auch der Aufsichtsrat erhalten regelmäßig - und bei Bedarf ad hoc – Informationen über die aktuellen Entwicklungen der internen und externen Unternehmensfunktionen. Sie werden auch über entdeckte Missstände informiert und erhalten außerdem eine Berichterstattung über interne wie externe Qualitätskontrollen als auch über die Entwicklung der Meldungen über die interne und externe Ethik-Helpline. Nachhaltigkeitsthemen und deren Management werden unter anderem als Teil der Geschäftsstrategie und des Risikomanagements regelmäßig von den beiden Leitungsorganen behandelt und diskutiert.

Überwachung

Das TLT wird im Innenverhältnis der Partnerschaft vom Country Oversight Board (COB) überwacht und bewertet. Die Mitglieder des COB sind ebenfalls Partner:innen von PwC und setzen sich aus zumindest einem Vertreter der Abteilungen Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Rechtsberatung, und Unternehmensberatung zusammen.

Gemäß den berufsrechtlichen Anforderungen gelten strenge Regeln und Kontrollen zur Vermeidung von Interessenskonflikten für alle Mitarbeitenden von PwC. So sind beispielsweise jegliche Nebentätigkeiten bekanntzugeben und genehmigungspflichtig. Außerdem sind Mitarbeiter:innen ab dem Grade Manager, die direkt mit unseren Kunden arbeiten, dazu verpflichtet, finanzielle Beteiligungen in einer zentralen Datenbank bekannt zu geben und die Richtigkeit der Angaben in einer jährlichen Compliance Bestätigung zu verifizieren. Diese Anforderungen treffen auch auf Partner:innen zu. Für weitere Informationen zur Sicherstellung der Unabhängigkeit unserer Mitarbeiter:innen und sämtlicher Führungskräfte verweisen wir auf unseren Transparenzbericht (Kapitel „Sicherstellung der Unabhängigkeit“, S.18 ff). 

Zum Transparenzbericht

Risiko Management

Unsere Risk & Quality Abteilung setzt sich intensiv mit den Anforderungen des PwC-Netzwerks und den lokalen regulatorischen Anforderungen auseinander. Ziel ist es abteilungsübergreifend Abweichungen aufzuzeigen sowie die Compliance mit den relevanten Vorgaben sicherzustellen und zu gewährleisten. Hierbei erfolgen regelmäßige Abstimmungen mit unserem kundenseitig arbeitenden Mitarbeiter:innen, unserer Rechtsabteilung sowie dem Independence- und Ethik-Team, um nachhaltige Verbesserungen zu implementieren. Im Zuge unseres Enterprise Risk Managements werden Themen wie Nachhaltigkeit, Technologie, Compliance und weitere Themen evaluiert und berücksichtigt.

Business Ethics

Eine ethische Unternehmenskultur ist für unser Unternehmen von größter Wichtigkeit. Mit Integrität handeln – Act with integrity – ist eine unserer Leitlinien bei PwC und in unserem Code of Conduct verankert. All unsere Mitarbeiter:innen müssen jährlich ein umfangreiches Ethik und Compliance Training absolvieren. Ebenso gibt es verpflichtende Schulungen zu unseren Unternehmenswerten und unserem Code of Conduct für alle neuen Mitarbeiter:innen.

Durch unsere “Speak up”-Kultur wollen wir ein sicheres Umfeld schaffen, in dem unsere Mitarbeiter:innen vertrauensvoll und offen ihre Bedenken äußern können. Dafür stellen wir verschiedene niederschwellige Meldekanäle zur Verfügung, wobei unsere Mitarbeiter:innen die für sie am besten geeignete Möglichkeit frei wählen können. So können Beschwerden und sonstige Meldungen nicht nur über unsere Ethics-Helpline (die auch anonyme Meldungen und  Kommunikation ermöglicht) eingebracht werden, sondern auch direkt bei unserem Ethics Team, unserem Risikomanagement, Human Capital, dem General Counsel oder bei einer unserer Führungskräfte. Unsere Ethics-Helpline steht im Übrigen auch unternehmensfremden Personen als Meldestelle für etwaige Bedenken betreffend unethisches Verhalten unserer Mitarbeiter:innen zur Verfügung. 

Welcher Kanal auch gewählt wird, der Schutz der Person, die eine Meldung im guten Glauben abgegeben hat, steht an oberster Stelle. Alle Meldungen werden von unserem Ethics Team, das aus Business Conduct Leader und Business Conduct Officer besteht, erfasst, im Detail überprüft, dokumentiert und analysiert. Jede:r Mitarbeiter:in ist zur Mitwirkung an einer solchen internen Untersuchung verpflichtet. Falls sich eine Anschuldigung als begründet erweist, werden auf Basis unseres, im Geschäftsjahr 2024 neu überarbeiteten, PwC Accountability Framework Disziplinarmaßnahmen ausgesprochen. 

Die Fallbearbeitung erfolgt unter Leitung und Verantwortung unseres Business Conduct Leader unter größtmöglicher Vertraulichkeit, weswegen wir keine Zahlen bzw. Statistiken dazu veröffentlichen. Jeder eingegangenen Meldung wurde auch im Geschäftsjahr 2024 nachgegangen. Zudem werden regelmäßig (mindestens jährlich) Schulungen und Ressourcen bereitgestellt, um das Bewusstsein und die Bereitschaft zur offenen Kommunikation zu stärken. An diesen Schulungen nehmen 100 % unserer Mitarbeiter:innen teil. PwC Österreich nimmt jede Meldung ernst.

Korruptionsbekämpfung

Alle Betriebsstätten von PwC Österreich liegen im österreichischen Bundesgebiet und sind Gegenstand der Arbeit der internen Revision. Diese untersucht anlassbezogen sowie im Rahmen von jährlichen Routinetätigkeiten auch Prozesse mit Bezug zu Korruptionsrisiken. Die Richtlinie für die Annahme und Gewährung von Einladungen und Geschenken ist über das Intranet allen Mitarbeiter:innen zugänglich und im Rahmen der jährlich verpflichtenden Compliance-Schulung sind unter anderem die Richtlinien und Verfahren zu Korruptionsbekämpfung Schulungsgegenstand. Alle Mitarbeiter:innen haben im Geschäftsjahr 2024 an einer Schulung zu Korruptionsbekämpfung teilgenommen. Im Berichtsjahr gab es keine bestätigten Korruptionsvorfälle. 

Schutz vor Diskriminierung

Im Berichtsjahr wurden keine Fälle von Diskriminierung gem. Definition der GRI gemeldet.

Sollten sich Anschuldigungen betreffend Diskriminierung als begründet erweisen, werden auf Basis unseres im Geschäftsjahr 2024 neu überarbeiteten PwC Accountability Frameworks Disziplinarmaßnahmen ausgesprochen.

Datenschutz

Wie in den Vorjahren wurden gegenüber Unternehmen der PwC Österreich Gruppe keine Geldbußen von der Datenschutzbehörde verhängt. Zum Stichtag 30. Juni 2024 (und darüber hinaus) sind auch keine Beschwerdeverfahren aufgrund von Verlust von Kundendaten anhängig. Datenschutz ist ebenfalls Teil jährlicher Schulungen, die von allen Mitarbeiter:innen absolviert werden. Außerdem finden regelmäßiger Awareness-Aktionen zu Datenschutz und Cyber-Security statt.

Wettbewerbsfreiheit

Im Berichtsjahr wurden – wie in den Vorjahren – keine Rechtsverfahren aufgrund von wettbewerbswidrigem Verhalten, Kartell- und Monopolbildung geführt.

Sollten sich Anschuldigungen betreffend wettbewerbswidrigen Verhaltens als begründet erweisen, werden auf Basis unseres im Geschäftsjahr 2024 neu überarbeiteten PwC Accountability Frameworks Disziplinarmaßnahmen ausgesprochen.

Qualität und Unabhängigkeit

Wichtige Elemente unserer Qualitätssicherung und Unabhängigkeit sind einerseits die Überwachung, ob die Regelungen unseres Qualitätssicherungssystems eingehalten werden, und andererseits ein Set an Maßnahmen, wenn es zu Schwachstellen innerhalb des Systems oder zu Pflichtverletzungen durch Mitarbeiter:innen kommt. Dazu haben wir das oben beschriebene interne Beschwerdemanagementverfahren eingerichtet, über das Mitarbeiter:innen Sachverhalte melden können, die das Risiko einer Berufspflichtverletzung in sich bergen könnten. Des Weiteren muss die gesamte Belegschaft jährlich eine persönliche Unabhängigkeitserklärung (Annual Compliance Confirmation, ACC) abgeben.

Weitergehende Informationen zu Governance inklusive Sicherstellung der Unabhängigkeit bei PwC können unserem Transparenzbericht gemäß § 55 Abschlussprüfer-Aufsichtsgesetz (APAG) entnommen werden.

Zum PwC Transparenzbericht

Sozioökonomische Compliance

Insgesamt wurden keine signifikanten Bußgelder und nicht monetäre Sanktionen aufgrund der Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften in sozialen und wirtschaftlichen Bereichen über PwC Österreich verhängt.

Unsere Steuerstrategie

Bei PwC Österreich steht Transparenz in steuerlichen Angelegenheiten im Mittelpunkt. Unsere Steuerstrategie umfasst sowohl die steuerlichen Belange von PwC Österreich selbst als auch unsere Beziehungen zu Klienten und Geschäftspartnern. 

Wir informieren unsere Stakeholder über unseren steuerlichen Ansatz, da wir dies als einen wesentlichen Beitrag zu unserem Unternehmenszweck „Vertrauen in die Gesellschaft aufbauen und wichtige Probleme lösen“ betrachten. Zudem fördern wir die Nachhaltigkeit im Bereich Steuern durch klare und verantwortungsvolle Steuerpraktiken.

Steuerstrategie im Detail

Kapitel 5 Gesellschaft

Business Modell und Wertschöpfungskette

Im Rahmen unseres Kerngeschäfts im Bereich Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Rechtsberatung sowie Unternehmensberatung kommt uns die Aufgabe zu, für Vertrauen und Sicherheit in Wirtschaft und Gesellschaft zu sorgen.

Zusätzlich bauen wir zwei fachbereichsübergreifende Abteilungen auf, die sich aus Expert:innen in den Bereichen Technologie und Nachhaltigkeit zusammensetzen. Beide Themen sehen wir als wichtige Bausteine der heutigen und zukünftigen Welt.

Das Herzstück unseres Geschäfts sind unsere Mitarbeiter:innen – ihr gesammeltes Wissen, und die vielfältige Bandbreite ihrer Fähigkeiten und Erfahrungen bilden die Basis für unsere Arbeit mit und für unsere Kunden.

Weitere Kernelemente, die in unsere Wertschöpfung einfließen, sind zugekaufte Dienstleistungen externer Professionisten, die Infrastruktur unserer Bürogebäude (100 % gemietet), Geschäftsreisen, externe Aus- und Weiterbildung, bezogene Energie sowie Dienstleistungen anderer PwC-Netzwerkgesellschaften. Darüber hinaus arbeiten wir eng mit führenden Technologie- und Datenunternehmen zusammen. Diese Allianzen erlauben es uns Innovation und Transformation für unsere Kunden noch umfassender voranzutreiben.

Unser Kundenstamm besteht aus einem breiten Portfolio an nationalen und internationalen Unternehmen aus dem privaten und öffentlichen Sektor und aus verschiedenen Branchen und Sektoren.

Im Vergleich zu den Vorjahren haben sich in unserer Wertschöpfungskette keine signifikanten Änderungen ergeben.

Wirtschaftlicher Wertbeitrag

PwC hat im Geschäftsjahr 2024 eine Gesamtleistung von 187,4 Millionen Euro erwirtschaftet. Dies setzt sich aus 54,7 Millionen Euro aus dem Bereich Wirtschaftsprüfung, 59 Millionen Euro aus der Steuer- und Rechtsberatung und 73,7 Millionen Euro aus der Unternehmensberatung zusammen.

Zusätzliche Informationen zum direkt erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert finden Sie im PwC Konzernbericht. Dieser wird in Wien beim Firmenbuch hinterlegt.

Gesellschaftlicher Wertbeitrag

Unser Beitrag zu Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt zeigt sich vor allem in den Dienstleistungen, die wir für unsere Kunden erbringen. Wir begleiten unsere Kunden von der Strategieentwicklung bis zur operativen Umsetzung und unterstützen sie bei gesellschaftlichen und unternehmerischen Herausforderungen. Durch den kontinuierlichen Ausbau unseres Branchenwissens und unserer Thought-Leadership-Programme steigern wir fortlaufend unseren gesellschaftlichen Mehrwert und Beitrag. Nachfolgend geben wir Einblicke wie dieser Mehrwert durch unsere Kern-Dienstleistungen genau aussieht.

Vorab möchten wir noch darauf hinweisen, dass wir außerhalb unserer regulären Geschäftstätigkeit lokale NGOs mit Corporate Volunteering Tätigkeiten, pro bono Dienstleistungen oder Spendentätigkeiten unterstützen. Insgesamt haben im Geschäftsjahr 2024 knapp 250 Mitarbeiter:innen an mindestens einer unserer Aktionen mit oder für unsere Partner-NGOs teilgenommen und insgesamt etwas über 2.000 Arbeitsstunden hierfür aufgewendet.

Wirtschaftsprüfung

Volkswirtschaften und Kapitalmärkte sind auf verlässliche Informationen angewiesen, um fundierte Investitionsentscheidungen zu treffen. Asymmetrische Informationsverteilungen beeinträchtigen das Funktionieren der Märkte. Deshalb sind verlässliche Daten für diverse Stakeholder eines Unternehmens wichtig, um informierte Entscheidungen treffen zu können. Als Wirtschaftsprüfer:innen verringern wir diese Informationsasymmetrien durch unsere Prüfungsleistungen, schaffen Vertrauen in Finanz- und Nachhaltigkeitsberichterstattung und fördern die Funktionsfähigkeit der Märkte.

Steuer- und Rechtsberatung

Um Aufgaben zum Gemeinwohl zu finanzieren, erhebt der Staat Steuern, die als wichtigste Einnahmequelle auch ein Standort- und Wettbewerbsfaktor sind. Die Steuerberater:innen von PwC unterstützen Steuerpflichtige bei der Erfüllung ihrer steuerlichen Pflichten und tragen zu einer fairen Besteuerung bei. Wir folgen dem Tax Code of Conduct für eine faire und ausgewogene Steuerberatung, und liefern effektive Lösungen für rechtliche Fragestellungen und vertreten die Rechte unserer Mandanten gegenüber den Behörden. Unser Expert:innenwissen stärkt die Weiterentwicklung des Rechtssystems und Funktionsfähigkeit des Rechtsstaats.

Unternehmensberatung

Wir helfen Unternehmen, sich an regulatorische und technologische Veränderungen anzupassen und wettbewerbsfähig zu bleiben. Als Berater:innen fungieren wir als Bindeglieder zwischen verschiedenen Regularien, Technologien und Wirtschaftsbeziehungen. Wir fördern die Anpassungsfähigkeit und Nachhaltigkeit von Unternehmen, was zu Wirtschaftswachstum und dem Erhalt von Arbeitsplätzen beiträgt.

Digital Factory

Wir begegnen den komplexen Herausforderungen unserer Zeit durch den Einsatz vielfältiger Talente und wegweisender Technologie. Ein Beispiel dafür ist unsere „Digital Factory“, in der Fachkräfte aus verschiedenen Disziplinen gemeinsam mithilfe moderner Technologien wie Künstlicher Intelligenz, Robotic Process Automation und Virtual Reality skalierbare Lösungen entwickeln, die sowohl bei unseren Kunden als auch bei PwC Anwendung finden.

Sustainability-Plattform

Unsere Sustainability-Plattform vereint Expert:innen verschiedener Fachbereiche rund um das Thema Nachhaltigkeitsmanagement und -reporting. Wir unterstützen unsere Kunden einerseits bei den aktuellen Herausforderungen der Nachhaltigkeitsberichterstattung aber auch bei Transformationsprozessen und der Integration von Nachhaltigkeit im gesamten Unternehmen. So fördern wir nachhaltige Geschäftspraktiken und -strategien.

Arbeit in Verbänden und Interessensvertretungen, Thought-Leadership

Das PwC-Netzwerk wie auch PwC Österreich sind in einer Reihe von Verbänden und Interessengruppen tätig – viele davon mit einem Bezug zu Nachhaltigkeitsthemen. Dazu gehören u.a. CSR Europe, World Business Council for Sustainable Development, World Economic Forum, CSRCircle, CEOs for future, WEconomy, Institut Österreichischer Wirtschaftsprüfer:innen, und der Kammer der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen.

Neben unserer Mitarbeit in Verbänden und anderen Gruppen, trägt PwC Österreich durch eine Vielzahl an Publikationen und Studien zum wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Diskurs bei. Beispiele für unsere Beiträge in Bezug auf Nachhaltigkeitsthemen im Geschäftsjahr 2024 sind unter anderem unser „Whitepaper zum Reporting über Menschen mit Behinderungen“, das in Zusammenarbeit mit MyAbility entstanden ist, die Studie „Geothermie in Österreich“ in zusammenarbeit mit Nimbuc Geoscience oder auch die jährlich erscheinende Studie zu internationaler Steuertransparenz.

Kontakt

Rudolf Krickl

Rudolf Krickl

Territory Senior Partner/CEO, PwC Austria

Thomas Steinbauer

Thomas Steinbauer

Partner & Corporate Sustainability Leader, PwC Austria

Anna Kraus

Anna Kraus

Senior Managerin, PwC Austria

Tel: +43 699 101 505 54

Lukas Stieger

Lukas Stieger

Corporate Communications, PwC Austria

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