In unserer aktuellen Global Workforce Hopes and Fears Survey 2025 von PwC wurden knapp 50.000 Arbeitnehmer:innen in 48 Ländern, darunter Österreich, zu ihrer Zufriedenheit am Arbeitsplatz und den Auswirkungen von KI auf ihre tägliche Arbeit befragt.
Trotz anhaltender Unsicherheiten herrscht auf dem österreichischen Arbeitsmarkt eine positive Grundstimmung. 75 % der Arbeitnehmer:innen sind davon überzeugt, dass ihre Fähigkeiten im Job relevant bleiben, trotz des zunehmenden Einsatzes von KI. Diese wird als Unterstützung, nicht als Ersatz gesehen.
In Österreich sowie weltweit zeigt sich ein ähnliches Bild: Tägliche GenAI-Nutzer:innen berichten von und erwarten stärkere Zuwächse bei Produktivität, Kreativität und Arbeitsqualität.
Die Einführung von KI bringt tiefgreifende Veränderungen, aber auch viele Chancen für Unternehmen mit sich. In Österreich hat sich der tägliche KI-Einsatz im vergangenen Jahr von 9 % auf 19 % verdoppelt. Tägliche KI-Nutzer:innen erleben eine gesteigerte Produktivität (59 %), eine bessere Arbeitsqualität (59 %) und mehr Kreativität (53 %). Zudem berichten Personen, die KI täglich nutzen, von einem gestärkten Gefühl der Jobsicherheit und besseren zukünftigen Verdienstmöglichkeiten. Lohnzuschläge in KI-Berufen bestätigen außerdem die Ergebnisse des AI Jobs Barometer von PwC.
Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen, dass die Jobsicherheit für Österreichs Arbeitnehmer:innen von höchster Priorität ist. Für 82 % ist ein sicherer Arbeitsplatz wichtiger als Karriereschritte und ein hohes Gehalt. Die Bereitschaft, Risiken einzugehen oder neue Karrierepfade zu betreten, ist derzeit gering. Nur 27 % beabsichtigen, im kommenden Jahr aktiv eine Gehaltserhöhung zu fordern, während 19 % über eine Beförderung oder einen Jobwechsel nachdenken.
Der Arbeitsmarkt befindet sich in einer Phase der Neujustierung. Nach Jahren, in denen Arbeitnehmer:innen eine starke Verhandlungsposition hatten, sind nun vielfach wieder die Arbeitgeber am Zug. Entsprechend zurückhaltend werden derzeit Forderungen gestellt: Viele Beschäftigte wissen, dass die wirtschaftliche Lage nur begrenzten Spielraum lässt, und passen sich an.
Die ältere Generation zeichnet sich durch bemerkenswerte Resilienz aus: 80 % der Baby Boomer (61–79 Jahre) zeigen sich mit ihrem Job zufrieden, deutlich mehr als der Durchschnitt von 71 %. Sie sind aufgeschlossen gegenüber Weiterentwicklungen und neuen Technologien – eine Stärke, die auf dem Arbeitsmarkt oft übersehen wird und mehr genutzt werden sollte. Fast die Hälfte von ihnen hat in den vergangenen zwölf Monaten zusätzliche Fähigkeiten erworben, um die eigene Karriere zu fördern.
Die Studie zeigt, dass die Generation Z zwar insgesamt mit ihrem Arbeitsleben zufrieden ist, jedoch auch öfter Gefühle von Erschöpfung (54 %) und Überforderung (28 %) erlebt als ältere Generationen. Bei den Millennials ist das Gefühl von Wut mit 37 % am stärksten ausgeprägt.
Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen sind Österreichs Arbeitnehmer:innen zufrieden und motiviert. Dennoch werden ihre Fähigkeiten zunehmend gefordert. Neben Fachwissen sind Resilienz, Anpassungsfähigkeit und Lernbereitschaft gefragt. Es ist essenziell, dass sowohl die Arbeitnehmer:innen Interesse zeigen als auch die Unternehmen Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten bereitstellen.
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