Cyberangriffe auf Produktionsanlagen und kritische Infrastrukturen können Betriebsunterbrechungen, Sicherheitsrisiken und hohe finanzielle Schäden verursachen. Gleichzeitig erhöhen regulatorische Anforderungen wie NIS2 den Handlungsdruck auf viele Organisationen. PwC unterstützt Unternehmen bei der Absicherung von OT- und ICS-Umgebungen – von IEC-62443-basierten Assessments über OT-Pentesting bis hin zu Incident Response und Forensik. Unser Ziel: Risiken reduzieren, Compliance stärken und die Resilienz kritischer Prozesse nachhaltig erhöhen.
Wenn auch nur eine dieser Fragen in Ihrem Unternehmen noch nicht abschließend geklärt ist, sind Sie nicht allein – und Sie sind genau richtig hier.
Diese Fragen begegnen uns regelmäßig in Gesprächen mit Industrieunternehmen und Betreibern kritischer Infrastrukturen.
Wie definieren wir überhaupt ein OT-Asset?
Die Abgrenzung ist selten rein technisch: MES, Produktionsdatenbanken, Historian-Systeme, gemeinsam genutzte Engineering-Systeme und zentrale IT-Services können für den OT-Betrieb wesentlich sein, obwohl sie organisatorisch durch unterschiedliche Bereiche betrieben werden.
Haben wir einen aktuellen Überblick über unsere OT-Assets, ihre Abhängigkeiten und die von ihnen unterstützten Produktionsprozesse?
Viele Unternehmen kennen ihre Anlagen funktional sehr genau, verfügen aber nicht über ein aktuelles OT-Asset- und Kommunikationslagebild. Wir verbinden vorhandene Informationen mit einer passiven technischen Analyse und schaffen Transparenz über sichtbare Assets, Kommunikationsbeziehungen und technische Abhängigkeiten, ohne zusätzlichen Datenverkehr im Produktionsnetz zu erzeugen.
Sind die Verantwortlichkeiten für die Security der OT-Systeme klar definiert?
IT-Abteilung, Werksleitung, Anlagenbetreiber, Safety-Verantwortliche – wer entscheidet, wer setzt um, wer haftet? Mit NIS2 wird OT Security zur verbindlichen Managementaufgabe.
Sind die umgesetzten OT-Security-Maßnahmen ausreichend?
Die ehrliche Antwort lautet meist: „Wir wissen es nicht.“ Eine strukturierte Reifegradbewertung anhand relevanter Anforderungen der IEC-62443-Reihe sowie branchenspezifischer Standards schafft Transparenz für Fachbereiche, Management und Prüfinstanzen.
Haben wir eine klare Abgrenzung zwischen IT- und OT-Infrastruktur?
Flache Netze, gemeinsame Active Directories, ungeschützte Datenflüsse – wenn IT und OT nicht sauber getrennt sind, wird jeder IT-Vorfall zum Produktionsrisiko. Zonen- und Conduit-Konzepte nach IEC 62443 schaffen die nötige Struktur.
Wie ist die OT mit der IT vernetzt – und was bedeutet das im Falle eines Cyberangriffs?
Ransomware in der Office-IT muss nicht zwangsläufig die Produktion stoppen. Ob sie es tut, entscheidet sich an Ihrer Architektur. In Threat-Modeling-Workshops analysieren wir mögliche Angriffspfade und bewerten, wie sich ein Security-Vorfall auf die OT-Umgebung auswirken könnte. In Tabletop-Exercises spielen wir gemeinsam mit den beteiligten Fachbereichen realistische Angriffsszenarien und Entscheidungswege durch.
Wissen wir, wer wann und warum aus der Ferne auf die Produktionsumgebung zugreift?
OEM-Wartung, Servicetechniker, externe Integratoren – die Liste der Fernzugriffe ist meist länger als gedacht und seltener kontrolliert als nötig. Kontrollierte Fernzugänge mit starker Authentisierung, zeitlicher Freigabe, Protokollierung und geeigneter Netztrennung reduzieren Risiken durch Hersteller- und Dienstleisterzugriffe deutlich.
Welche regulatorischen Anforderungen wirken auf unsere OT-Umgebung – und erfüllen wir sie?
NIS2/NISG 2026, IEC 62443, Cyber Resilience Act, Maschinenverordnung 2023/1230, branchenspezifische Standards. Die Liste wächst, die Fristen laufen. Wir geben Ihnen einen klaren Überblick und priorisieren mit Ihnen gemeinsam, was wann zu tun ist.
Welche Bedrohungen wirken konkret auf unsere Produktionsumgebung?
Generische Threat-Reports helfen wenig – relevant ist, welche Akteure Ihre Branche und Region tatsächlich angreifen, mit welchen Methoden und mit welchen Zielen. Genau das liefert unsere PwC Threat Intelligence.
Wie können diese Risiken konkret mitigiert werden – ohne den Betrieb zu gefährden?
Die Antwort ist nie „mehr Tools“. Die Antwort ist ein priorisierter, anlagenverträglicher Maßnahmenplan, der Wartungsfenster, Gewährleistungen und Safety-Anforderungen berücksichtigt.
Mit der Anlage gelieferte Rechner und Server laufen teilweise auf veralteten Betriebssystemen, weil Updates vom Hersteller nicht freigegeben, mit der Anlagenapplikation nicht ausreichend getestet oder nur in begrenzten Wartungsfenstern umsetzbar sind.
Begrenzte Wartungsfenster stehen einer wachsenden Zahl offener Schwachstellen gegenüber. Ohne risikobasierte Priorisierung und kompensierende Maßnahmen entsteht ein klassisches Patch-Dilemma.
Kein aktuelles OT-Asset-Inventar. Excel-Listen und Netzpläne stammen noch aus der Inbetriebnahme, spätere Änderungen wurden nur teilweise nachgeführt.
Logs und Alarme sind vorhanden, bilden OT-spezifische Ereignisse und Veränderungen aber nur unzureichend ab. Ohne geeignete Datenquellen, OT-Kontext und abgestimmte Detection-Use-Cases bleibt die Angriffserkennung lückenhaft.
OEM-Fernzugänge laufen über Modems, separate VPN-Lösungen oder herstellerspezifische Zugangswege. Ohne zentrale Freigabe, starke Authentisierung, Protokollierung und zeitliche Begrenzung fehlt die Kontrolle.
Zwischen IT und OT bestehen mehr Verbindungen als vorgesehen oder dokumentiert. Ohne wirksame Segmentierung und kontrollierte Kommunikationspfade kann ein kompromittiertes IT-System zum Ausgangspunkt für Angriffe auf produktionsnahe Systeme werden.
Im letzten Audit fehlten belastbare Nachweise zu Zonen und Conduits, Berechtigungsmanagement oder Incident Response.
Betrieb, Engineering, IT, Security und Safety arbeiten an denselben Anlagen, aber mit unterschiedlichen Zuständigkeiten. Ohne geklärte Rollen, Entscheidungs- und Eskalationswege geht im Vorfall wertvolle Zeit verloren.
sind Sie nicht im Rückstand – Sie sind auf dem typischen Stand österreichischer Industrie. Den Unterschied macht ein strukturierter Einstieg mit klarer Standortbestimmung, risikobasierten Prioritäten und einer umsetzbaren Roadmap.
Ob Standortbestimmung, strategische Weiterentwicklung, technische Absicherung oder Unterstützung im Ernstfall: Wir begleiten Sie von der Bewertung Ihrer OT-Risiken bis zum resilienten Betrieb. Dabei übersetzen wir Anforderungen und Erkenntnisse in klare Maßnahmen, Verantwortlichkeiten und praxistaugliche Arbeitsgrundlagen für OT-Betrieb, Engineering und Security. So entsteht zugleich die erforderliche Transparenz für Management, interne Revision und externe Prüfinstanzen.
Wir schaffen Transparenz über den Status quo, bewerten Risiken und Anforderungen und leiten priorisierte Handlungsfelder ab.
Wobei wir unterstützen
Wir übersetzen Risiken und Anforderungen in klare Verantwortlichkeiten, ein belastbares Zielbild und sichere OT-Architekturen.
Wobei wir unterstützen
Wir erhöhen die Transparenz, reduzieren technische Schwachstellen und schaffen die Voraussetzungen, relevante Ereignisse frühzeitig zu erkennen.
Wobei wir unterstützen
Wir bereiten Organisation und Technik auf Cybervorfälle vor, unterstützen bei Wiederherstellung und Ursachenanalyse und überführen Erkenntnisse in nachhaltige Verbesserungen.
Wobei wir unterstützen
Entwicklung und Aktualisierung OT-spezifischer Incident-Response- und Recovery-Pläne
Definition von Rollen, Entscheidungs-, Melde- und Eskalationswegen
Das OT Security Hygiene Assessment schafft eine strukturierte Standortbestimmung, bewertet wesentliche OT-Security-Fähigkeiten und priorisiert die nächsten Handlungsfelder. Eine passive technische Analyse kann die Bewertung um Erkenntnisse zu sichtbaren Assets, Kommunikationsbeziehungen und technischen Auffälligkeiten ergänzen.
Cyberangriffe auf Produktions- und Prozessumgebungen können innerhalb kürzester Zeit zu Betriebsunterbrechungen, Sicherheitsrisiken und erheblichen finanziellen Schäden führen. In diesen Situationen sind schnelle Entscheidungen und ein strukturiertes Vorgehen entscheidend.
PwC unterstützt Unternehmen bei der Reaktion auf Sicherheitsvorfälle in OT- und ICS-Umgebungen – von der ersten Analyse über die Eindämmung des Vorfalls bis zur sicheren Wiederaufnahme kritischer Prozesse.
Unser Ziel: Auswirkungen minimieren, den Geschäftsbetrieb stabilisieren und die Ursachen eines Vorfalls nachhaltig beseitigen.
Unsere Berater:innen vereinen OT-spezifisches Know-how mit fundierter Cybersecurity-Expertise. Dies wird durch Zertifizierungen wie GICSP, GRID und IEC 62443 Cybersecurity Fundamentals Specialist & Risk Assessment Specialist sowie durch international anerkannte Security-Zertifizierungen wie OSCP, CISSP, CISM und ISO 27001 Lead Auditor untermauert.
Wir arbeiten mit allen führenden OT-Plattformen: Claroty, Dragos, Tenable OT, Microsoft Defender for IoT, Forescout – und empfehlen die Lösung, die zu Ihrer Anlagenlandschaft passt.
Unsere globale Threat-Intelligence-Einheit beobachtet OT-spezifische Bedrohungsakteure und Schwachstellen. Sie erhalten relevante Erkenntnisse über neue Entwicklungen frühzeitig, bevor sie allgemein bekannt werden.
Als eine der größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften kennen wir die Erwartungshaltung von Aufsichtsbehörden, internen Revisionen und externen Auditoren. Wir erstellen praxistaugliche Dokumentation und Berichte, die als konkrete Arbeitsgrundlage für die tägliche Umsetzung und Weiterentwicklung der OT Security dienen und zugleich die Informations- und Nachweisanforderungen von Management, interner Revision und externen Prüfinstanzen erfüllen.
IT-Security schützt Daten (Vertraulichkeit zuerst). OT-Security schützt Anlagen, Prozesse und Menschen (Safety und Verfügbarkeit zuerst). Methoden, Tools und Risikobewertung unterscheiden sich grundlegend.
Ob Ihr Unternehmen unmittelbar betroffen ist, hängt unter anderem von Sektor, Unternehmensgröße, erbrachter Leistung und der österreichischen Umsetzung der NIS2-Richtlinie ab. Bestimmte Einrichtungen können unabhängig von ihrer Größe erfasst sein. Auch außerhalb des direkten Anwendungsbereichs können Anforderungen über Kunden- und Lieferantenbeziehungen relevant werden. Wir unterstützen Sie bei einer strukturierten Scope- und Readiness-Bewertung.
Ja. Wir beraten OEMs bei IEC 62443-4-1 (Secure Development Lifecycle), 62443-4-2 (Komponentenanforderungen) und der Vorbereitung auf den Cyber Resilience Act.
Cyberangriffe können Safety-Funktionen kompromittieren. Wir arbeiten eng mit Ihren Safety-Verantwortlichen, um Security-Maßnahmen Safety-konform zu gestalten (siehe IEC 61511 / IEC 62443).
Nein. Wir arbeiten primär mit passiven Methoden (Mirror-Ports, Netzwerk-Captures, Dokumentenreviews, Interviews). Aktive Tests erfolgen nur in Staging-Umgebungen oder geplanten Wartungsfenstern.
Vorrangig IEC 62443 (Familie), ISO/IEC 27001/27019, NIST CSF, branchenspezifisch wie CLC/TS 50701, IEC 63452, IEC 61511.
Sie erhalten einen Bericht mit Reifegrad, Sofortmaßnahmen und einer Roadmap. Auf Wunsch begleiten wir Sie bei der Umsetzung – oder Sie setzen intern um und wir prüfen die Ergebnisse.