CDOs: Umsatzwachstum bei Unternehmen mit Chief Data Officers

Die zweite PwC-Studie zur Rolle des Chief Data Officers

Umsätze und Wachstum: der Chief Data Officer auf Führungsebene

Sie sind verantwortlich für die unternehmenseigenen Daten. Sie fördern Business-Intelligence- und Analyse-Initiativen. Und sie sind spezialisiert auf den Aufbau neuer Kompetenzen. Chief Data Officers (CDOs) bringen ein breites Spektrum an Fähigkeiten mit, um technologische Innovation und digitale Transformation voranzutreiben, das im Datenbestand enthaltene Potenzial auszuschöpfen – und gleichzeitig die Einhaltung ethischer und gesetzlicher Vorschriften zu gewährleisten.

Die zweite Chief-Data-Officer-Studie von PwC zeigt, dass sich die Einführung der Rolle des Chief Data Officers in die weltweit führenden Unternehmen beschleunigt hat - und dass es eine Korrelation zwischen Datenfunktionen auf Führungsebene und finanzieller unternehmerischen Leistung gibt.

„Immer mehr Unternehmen erkennen, dass die Einführung der CDO-Funktion einen starken Mehrwert für die gesamte Organisation bietet. Das liegt auch daran, dass Daten eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung der großen Herausforderungen von Unternehmen und darüber hinaus spielen, etwa beim Verfolgen von ESG-Zielen oder bei präziseren Forecastings.”

Matthias SchlemmerDirector, Strategy& Österreich, Co-Autor der neuen Studie

Die Studie im Überblick

Vor einem Jahr haben wir unsere erste Studie von PwC und Strategy&, der globalen Strategieberatung von PwC, über die Rolle des Chief Data Officer (CDO) vorgestellt. Wir haben CDOs dabei nach der Stellenbezeichnung, der Erfahrung, der Position im Unternehmen und des Aufgabenbereiches definiert.

Chief Data Officers halten Einzug im C-Level

2021 hatten nur 21 Prozent der weltweit führenden 2.500 börsennotierten Unternehmen einen CDO mit Zuständigkeiten auf Führungsebene (C-Suite oder C-minus-1), obwohl es in ihren Geschäftsberichten mehr Verweise auf „Daten“ und verwandte Stichwörter gab als je zuvor. Das hat sich geändert.

Die Ernennung von CDOs ist in den meisten Branchen und Regionen sprunghaft angestiegen. 27 Prozent der führenden Unternehmen haben heute bereits einen CDO auf Top-Managementebene im Einsatz.

Unsere Untersuchung zeigt auch: Die Existenz eines CDO scheint mit einer starken finanziellen Leistung zu korrelieren. Mögliche Ursachen dafür sind der wachsende Wert von Daten sowie der Bedarf von leistungsstarken, datenreichen Unternehmen nach CDOs. Der Mehrwert zeigt sich häufig, wenn Unternehmen Daten nutzen, um innovativ zu sein und neue Chancen zu ergreifen. In ihren öffentlichen Erklärungen stellen die Unternehmen allerdings mehr ihre Bemühungen zu Datensicherheit und Datenschutz in den Vordergrund.

Unsere wichtigsten Ergebnisse:

Der Aufstieg des Chief Data Officer

In den letzten Jahren haben angesichts des steigenden Datenvolumens immer mehr Unternehmen in allen Branchen und Regionen damit begonnen, CDOs auf Führungsebene einzuführen. Unsere diesjährige Analyse ergab, dass der Anteil der weltweit führenden börsennotierten Unternehmen, die einen CDO haben, um 28,5 Prozent gestiegen ist, wobei hier die stark regulierte Finanzdienstleistungsbranche in Führung liegt. 50,7 Prozent der Banken und 50,5 Prozent der Versicherungen haben inzwischen die CDO-Position besetzt. Damit stellt die Branche 22 Prozent der weltweiten CDOs.

Der Wert von Chief Data Officers

Viele CEOs stellen sich vor der Einführung einer neuen Position die Frage, welchen Einfluss diese auf das Unternehmen haben wird. Für CDOs ist diese Frage schwer zu beantworten, da es – anders als beim CFO oder CMO – kein allgemein anerkanntes Framework zur Messung der Auswirkungen gibt. Auch wenn es schwierig ist, einen kausalen Zusammenhang nachzuweisen, deuten unsere Untersuchungen darauf hin, dass die Existenz eines CDO mit einer besseren Unternehmensleistung korreliert – insbesondere im Vergleich mit Unternehmen ohne eine spezielle Datenfunktion auf höchster Führungsebene. In den letzten fünf Jahren verzeichneten Unternehmen mit CDO eine 5 % höhere durchschnittliche Umsatzwachstumsrate.

Der Fokus des Chief Data Officer

Unternehmensleiter wissen um die Bedeutung von guten Informationen als Schlüssel zur Ermittlung von fundierten Entscheidungen. Das Paradoxe am heutigen Geschäftsumfeld ist jedoch, dass es zwar mehr Informationen in Form von Daten als je zuvor gibt, diese aber nicht unbedingt eine bessere Qualität und wertstiftenden Inhalt aufweisen. In Zeiten der Ungewissheit sind gute Informationen sogar noch wertvoller – was der Grund dafür sein kann, dass die Analyse von Tausenden von Geschäftsberichten der letzten sechs Jahre zeigt, dass Unternehmen mehr denn je über Daten sprechen. Im Durchschnitt wurden in den Jahresberichten der Unternehmen im letzten Jahr 70 Mal Daten erwähnt, neun Mal mehr als in der letzten Studie aus dem Jahr 2021. Unternehmen mit einem CDO sprechen sogar noch häufiger über Daten - im Durchschnitt 87 Mal.

Sie wollen die vollständigen Studienergebnisse?

Die finden Sie in unserem strategy + business Artikel im englischen Original.
Darin widmen wir uns den folgenden Themen im Detail:

  • Der Aufstieg des Chief Data Officer
  • Der Wert von Chief Data Officers
  • Mehr Daten oder bessere Daten?
  • Datenschutz oder Dateninnovation?
  • Fehlende Datenkompetenz?
  • Die Zukunft des Chief Data Officers
  • Das Beste aus der Rolle des CDO machen

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Die Methodik

Die Chief Data Officer Studie untersuchte die 2.500 größten börsennotierten Unternehmen der Welt, gemessen an der Marktkapitalisierung. Dazu haben wir die Geschäftsberichte und integrierten Berichte dieser Unternehmen über einen Zeitraum von sechs Jahren analysiert und natürliche Sprachverarbeitung eingesetzt, um Erwähnungen von Daten und eng verwandten Begriffen zu identifizieren, sowie kontextuelle Analysen, um Fokusthemen beim Umgang mit Daten herauszuarbeiten.

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Rudolf Krickl

Rudolf Krickl

Senior Partner, PwC Austria

Tel: +43 699 117 735 91

Matthias Schlemmer

Matthias Schlemmer

Partner, Strategy& Austria

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