EU-Verpackungsverordnung „PPWR“

Optimieren Sie Ihr Verpackungsmanagement und machen Sie es zukunftsfähig

Mit der am 16. Dezember 2024 vom EU-Rat verabschiedeten Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR – Packaging & Packaging Waste Regulation) wurde der regulatorische Rahmen für Verpackungen in Europa grundlegend neu definiert.

Ab dem 12. August 2026 treten die ersten Anforderungen in Kraft. Bis 2030 werden diese schrittweise verschärft, um Verpackungen über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg kreislauffähiger zu gestalten. Die konkreten Pflichten variieren dabei – etwa je nach Verpackungsmaterial, Produktkategorie und Vertriebsweg – erheblich.

„Gleich ob Papier, Karton, Glas oder Kunststoff – alle Verpackungsmaterialien sind betroffen. Die PPWR zwingt Unternehmen und Kunden gleichermaßen, Verpackung neu zu denken – und den bewussten Umgang über den gesamten Verpackungslebenszyklus zum Standard zu machen.“

Stefan Merl,Director, Sustainability Plattform

Lernen Sie unser Team kennen

Kontaktieren Sie uns

Verpackungen analysieren, Risiken minimieren und nachhaltige Innovation fördern

Die PPWR-Verordnung verfolgt drei Hauptziele:

1. Vermeidung von Verpackungsmüll

2. Förderung eines hochwertigen Recyclingkreislaufs

3. Reduzierung der Nachfrage nach Primärressourcen und die Schaffung eines Marktes für Sekundärrohstoffe

Abgeleitet aus dem EU Green Deal und dem Circular Economy Action Plan (CEAP) legt die Verordnung damit einen eindeutigen Fokus auf die Stärkung der Kreislaufwirtschaft.

Was bedeutet das in der Praxis?

Bestimmte Verpackungen in spezifischen Formaten und für unterschiedliche Anwendungsfälle dürfen nicht mehr in Verkehr gebracht werden. Außerdem wird der maximale Leerraum von Umverpackungen, Transportverpackungen oder Verpackungen für den Online-Handel begrenzt. Wiederverwendbare und nachfüllbare Verpackungslösungen werden gefördert (Stichwort: Mehrweg- und Pfandsysteme).

Die Erweitere Herstellerverantwortung (Extended Producer Responsibility, kurz: EPR) spielt weiterhin eine bedeutende Rolle und wird an Relevanz gewinnen. Grund dafür ist die verstärkte Debatte um die Anpassung der EPR-Gebühren im Kontext der Ökomodulation. Während EPR-Gebühren bislang vor allem Kosten für die Abfallbewirtschaftung (darunter Sammlung, Transport, Sortierung und Recycling) umfassen, soll durch die Ökomodulation ein Anreiz für kreislauffähige Verpackungen geschaffen werden. Diese sollen aufgrund ihres kreislauffähigen Designs künftig weniger stark bepreist werden als herkömmliche Verpackungen. Das Ziel ist es, Anreize für Hersteller zu schaffen, ihre Produkte so zu gestalten, dass sie leichter wiederverwendet, repariert oder recycelt werden können.

Unternehmen werden eindeutige Kennzeichnungspflichten einhalten müssen, um eine verbesserte Sortierung sicherzustellen. Außerdem werden definierte Designanforderungen zur Erhöhung der Recyclingfähigkeit eingeführt – basierend auf verbindlichen Zielen. Ergänzend dazu besteht die Herstellerpflicht, die Kompostierbarkeit festgeschriebener Kunststoffverpackungen zu gewährleisten.

Recyclingziele gemäß Artikel 46 der Verordnung

  Aktuelle Ziele (%) Bis 2025 (%) Bis 2030 (%)
Alle Verpackungen 55 65 70
Kunststoff 25 50 55
Holz 15 25 30
Eisenmetalle 50 (inkl. Aluminium) 70 80
Aluminium - 50 60
Glas 60 70 75
Papier und Karton 60 75 85

Quelle: Eigene Darstellung PwC Deutschland

Wir bieten Ihnen ein modulares und auf Sie zugeschnittenes Serviceangebot

Baselining und Marktanalyse

Im Rahmen des internen Baselinings (Inside-out) identifizieren wir mittels einer Gap-Analyse, welche Potenziale, Chancen und Risiken im Kontext der EU-Verpackungsverordnung bestehen. Wir führen Impact- und Materialflussanalysen durch, befragen relevante Stakeholder und bewerten aktuelle Initiativen. Daraus leiten wir die weiteren Maßnahmen ab. Die externe Analyse des Marktes (Outside-in) ermöglicht es Ihnen, Ihre Wettbewerber besser zu verstehen und Maßnahmen für eine strategische Positionierung abzuleiten.

Strategieentwicklung

Aufbauend auf den Ergebnissen der internen und externen Analysen definieren wir passende strategische Schritte, die auf Ihr Unternehmen und Ihre Verpackungen sowie entsprechende Materialien zugeschnitten sind. Wir befähigen Sie, die Potenziale der Produkt-Compliance in nachhaltige Innovationen zu übersetzen und relevante Performance Indikatoren zu etablieren. Ein solider Business Case untermauert die Entwicklung Ihrer Kreislaufwirtschaftsstrategie und den Status Ihrer Initiativen.

Transformation

Unsere Erfahrung aus Transformationsprozessen zeigt, dass Veränderung keine Selbstverständlichkeit ist. Neben Themen der Compliance-Sicherung einzelner Verpackungsprodukte helfen wir Ihnen bei der Entwicklung ganzheitlicher Governance-Konzepte, der Adaptionen Ihrer internen Prozesse sowie bei der Erweiterten Herstellerverantwortung. Wir begleiten Sie bedarfsgerecht und individuell entlang Ihrer gesamten Wertschöpfungskette.

Umsetzung und Kontrolle

Auch während der Implementierung Ihrer Kreislaufwirtschaftsstrategie sind wir an Ihrer Seite. Gemeinsam definieren wir relevante Schulungsbedarfe und entwickeln adressatengerechte Trainings. Ziel ist es, allen relevanten Stakeholdern einen aktiven Wissensaufbau zu ermöglichen. Abgeleitet aus dem Business Case beraten wir Sie auch zu Kapazitätsbedarfen und -anpassungen, um Prozesse effizient umzusetzen. Parallel dazu führen wir Risikoanalysen und Marktüberwachungen durch und unterstützen Sie dabei, Ihre Performance Indikatoren kontinuierlich mit Ihren Zielen abzugleichen.

Berichterstattung

Unsere Expertise als Wirtschaftsprüfer nutzen wir auch im Rahmen der nicht-finanziellen Berichterstattung, um alle erforderlichen Datenpunkte im Rahmen Ihrer Verpackungsprodukte zu bündeln und für externe Reports aufzubereiten. Dazu zählen auch spezifische Indikatoren Ihrer Kreislaufwirtschaftsstrategie. Neben externer Kommunikation unterstützen wir Sie auch bei internen Kommunikationsmaßnahmen jeder Art.

Folgen Sie uns

Pflichtfelder sind mit Sternchen markiert(*)

Mit dem Klick auf „Senden“ bestätige ich, die Datenschutzerklärung und die vertrauliche Verwendung meiner Daten zur Kenntnis genommen zu haben. Ich habe jederzeit die Möglichkeit, die zugesandten Informationen durch eine E-Mail über die Kontaktseite abzubestellen.

Kontakt

Stefan Merl

Stefan Merl

Director, Sustainability Services, PwC Austria

Tel: +43 676 524 22 99

Florentin Artner

Florentin Artner

Senior Associate, PwC Austria

Tel: +43 676 416 00 13

Hide