Die Global Reporting Initiative (GRI) und die IFRS Foundation haben eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, in der sie die Absicht bekräftigen, die Interoperabilität bei der Anwendung von GRI- und ISSB-Standards zu stärken.
Die Erklärung stellt klar, wie die vom Global Sustainability Standards Board (GSSB) und vom International Sustainability Standards Board (ISSB) entwickelten Rahmenwerke zusammen genutzt werden können, um sowohl die Bedürfnisse von Investoren als auch die einer breiteren Gruppe von Stakeholdern zu erfüllen.
Die gemeinsame Erklärung betont, dass die GRI- und ISSB-Standards als komplementäre Rahmenwerke konzipiert sind, die innerhalb der Nachhaltigkeitsberichterstattung unterschiedliche Zwecke erfüllen:
GRI-Standards konzentrieren sich auf die Berichterstattung über die Auswirkungen eines Unternehmens auf Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft und unterstützen Transparenz für eine breite Stakeholder-Gruppe.
ISSB-Standards konzentrieren sich auf finanziell wesentliche nachhaltigkeitsbezogene Risiken und Chancen und adressieren die Bedürfnisse der Kapitalmärkte.
Aufbauend auf ihrer 2022 begonnenen Zusammenarbeit streben beide Boards an, die Abstimmung ihrer Standards zu verbessern.
Zu den in der gemeinsamen Erklärung hervorgehobenen zentralen Elementen der Interoperabilität gehören:
die Identifizierung gemeinsamer Offenlegungen und Datenpunkte in beiden Rahmenwerken,
Bemühungen zur Angleichung von Terminologie, Definitionen und Kennzahlen,
die Fortsetzung der Arbeit zur Unterstützung von Konnektivität und Interoperabilität in der Praxis.
Ziel ist es sicherzustellen, dass Informationen, die nach einem Rahmenwerk erstellt wurden, soweit angemessen auch für das andere genutzt werden können. Dadurch soll für Unternehmen, die beide Standards anwenden,Mehrfacharbeit verringert, der Berichterstattungsaufwand reduziert und die Konsistenz erhöht werden
Während sich die Nachhaltigkeitsberichterstattung weltweit weiterentwickelt, werden Initiativen zur Interoperabilität immer wichtiger, um Komplexität zu verringern, die Nutzbarkeit zu verbessern und die Konsistenz von Nachhaltigkeitsangaben zu stärken. Das ist auch für österreichische Unternehmen relevant, die nach der CSRD berichten und häufig mit sich überschneidenden Erwartungen aus EU-Vorgaben und anderen internationalen Rahmenwerke umgehen müssen.
The Global Reporting Initiative (GRI) and the IFRS Foundation have issued a joint statement reaffirming their commitment to strengthening interoperability when applying both GRI and ISSB Standards.
The statement provides clarity on how the frameworks developed by the Global Sustainability Standards Board (GSSB) and the International Sustainability Standards Board (ISSB) can be used together to meet the needs of both investors and a broader range of stakeholders.
The joint statement reiterates that GRI and ISSB Standards are designed to be complementary frameworks serving distinct purposes within the sustainability reporting landscape:
GRI Standards focus on reporting an organisation’s impacts on the economy, environment and society, supporting transparency for a broad stakeholder audience.
ISSB Standards focus on financially material sustainability-related risks and opportunities, addressing the needs of capital markets.
Building on their collaboration initiated in 2022, the organizations commit to ongoing efforts to increase alignment across their standards.
Key elements of interoperability highlighted in the joint statement include:
Identification of common disclosures and datapoints across both frameworks
Efforts to align terminology, definitions and metrics
Continued work to support connectivity and interoperability in practice
The aim is to ensure that information prepared under one framework can, where appropriate, be adopted for the other, with this reducing duplication, minimising the reporting burden, and increasing consistency for entities applying both standards.
As sustainability reporting continues to evolve globally, interoperability initiatives are becoming essential to reducing complexity, improving usability and strengthening the consistency of sustainability disclosures. This is also relevant for Austrian companies reporting under the CSRD, many of which must navigate overlapping expectations from EU requirements and other international reporting frameworks across multiple jurisdictions.