GRI lädt zu Stellungnahmen zu Entwurfsfassungen neuer und aktualisierter Standards zur Umweltverschmutzung ein

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  • April 22, 2026

Die Global Reporting Initiative (GRI) hat drei Entwurfsfassungen zu Luftverschmutzung, Bodenverschmutzung und zur Berichterstattung über kritische Vorfälle veröffentlicht. Die Veröffentlichung dieser Entwurfsfassungen erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Umweltverschmutzung weiterhin eine der am weites verbreiteten und am wenigsten berichteten umweltbezogenen Herausforderungen für Unternehmen darstellt.

Gleichzeitigmangelt es weiterhin an einer konsistenten und vergleichbaren Unternehmensberichterstattung zu diesem Thema. Dies wird durch eine von GRI durchgeführte Studie gestützt, die aufzeigt, dass erhebliche Fortschritte erforderlich sind, um die Auswirkungen von Luftschadstoffen besser offenzulegen und zu quantifizieren.

Industrial Pollution in warm light at sunset

Die drei Entwurfsfassungen erweitern die Berichtspflichten erheblich. Besonders hervorzuheben ist, dass die Entwürfe erstmalig einen eigenständigen GRI-Themenstandard zur Bodenverschmutzung einführen, wodurch ein verstärkter Fokus auf einen Bereich gelegt wird, der in der Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen historisch unterrepräsentiert ist.

Darüber hinaus schlagen sie Überarbeitungen von GRI 305: Emissionen vor, mit denen die Erwartungen an die Berichterstattung über Luftverschmutzung gestärkt werden, sowie Aktualisierungen von GRI 306: Abwässer und Abfall.

Diese Aktualisierungen gehen über die traditionelle Berichterstattung zu Umwelteinleitungen hinaus, indem sie umfassendere Anforderungen an Notfallvorsorge, Prävention und Reaktionsmaßnahmen für alle kritischen Vorfälle einführen, unabhängig davon, ob diese umweltbezogen sind oder nicht. 

Die Entwurfsfassungen stehen bis zum 8. Juni 2026 zur öffentlichen Stellungnahme offen; die Veröffentlichung der finalen Standards ist für 2027 vorgesehen. Weitere Informationen zu den Entwurfsfassungen sowie zu den zugehörigen Umfragen sind hier verfügbar.

Warum und in welchen Fällen ist das für österreichische Unternehmen relevant? 

Auch wenn die EU-Omnibus-Initiative den Anwendungsbereich der verpflichtenden Nachhaltigkeitsberichterstattung für einige Unternehmen einschränkt, könnten sich viele österreichische Unternehmen weiterhin dafür entscheiden (oder dazu angehalten werden), freiwillig nach Rahmenwerken wie GRI zu berichten. Dies kann insbesondere für österreichische Unternehmen relevant sein, die in industriellen Sektoren oder internationalen Wertschöpfungsketten tätig sind, in denen umweltbezogene Auswirkungen und Informationsanfragen von Stakeholdern eine größere Rolle spielen.

Das laufende Verfolgen der Entwicklungen innerhalb der GRI-Standards kann Unternehmen dabei helfen, ihre Offenlegungen an Markterwartungen auszurichten, die Transparenz entlang der Wertschöpfungskette zu unterstützen und die Bereitschaft für künftige regulatorische Entwicklungen aufrechtzuerhalten.

GRI invites feedback for exposure drafts on new and updated pollution standards

The Global Reporting Initiative (GRI) has launched three exposure drafts on air pollution, soil pollution and critical incidents reporting. The release of these exposure drafts comes at a time when pollution remains one of the most pervasive and underreported environmental challenges facing businesses, while consistent and comparable corporate reporting is still lacking. This is reinforced through a research conducted by GRI which highlights that significant progress is needed to improve how air pollutant impacts are disclosed and quantified. 

The three exposure drafts significantly expand reporting requirements. Most notably, the drafts introduce the first dedicated GRI Topic Standard on soil pollution, bringing focused attention to an area that is historically underreported in corporate sustainability disclosures.

They also propose revisions to GRI 305: Emissions, strengthening expectations for air pollution reporting, and updates to GRI 306: Effluents and Waste. These updates go beyond traditional spill reporting by introducing broader requirements for emergency preparedness, prevention and response across all critical incidents, whether pollution-related or not.

The exposure drafts are open for public comment until 8 June 2026, with the final standards expected to be released in 2027. Further information on the exposure drafts and the corresponding surveys is available here

Why and when is this relevant for Austrian companies? 

Although the EU Omnibus may narrow the scope of mandatory sustainability reporting for some companies, many Austrian businesses may still choose (or be expected) to report voluntarily under frameworks such as GRI.

This may be relevant for Austrian companies, particularly those operating in industrial sectors or international value chains, where pollution-related impacts and information requests from stakeholders may be more significant. Keeping up to date with developments in the GRI standards can help companies align disclosures with market expectations, support value chain transparency and maintain preparedness for future regulatory developments.

Kontakt:

Ulf Kühle

Partner, PwC Austria

+43 699 163 050 52

E-Mail

Dennis Pietzka

Senior Manager, PwC Austria

+43 699 163 056 52

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