Potenziell bereits im laufenden Geschäftsjahr 2026 anzuwenden

EU-Taxonomie: Öffentliches Feedback und PwC‑Antwortschreiben zur Anpassung des Klima- und Umweltrechtsakts

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  • April 30, 2026

Am 17. März 2026 hat die Europäische Kommission Entwürfe zur Überarbeitung des Klimarechtsakts (EU) 2021/2139 sowie des Umweltrechtsakts (EU) 2023/2486 veröffentlicht. Mit den vorgeschlagenen Änderungen sollen die Tätigkeitsbeschreibungen und die technischen Bewertungskriterien der Wirtschaftsaktivitäten weiterentwickelt werden, um den administrativen Aufwand zu reduzieren und die praktische Anwendbarkeit zu verbessern.

Die Änderungen bauen auf den im Jänner 2026 veröffentlichten Änderungen der Offenlegungsverordnung (EU) 2026/73 auf und sind Bestandteil einer umfassenderen Vereinfachung der EU-Taxonomie, einschließlich geplanter Anpassungen der Berichtspflichten nach Artikel 8, die bis zum ersten Quartal 2027 erwartet werden. 

Bis zum 14. April 2026 bestand die Möglichkeit zur Abgabe von Rückmeldungen, wobei mehr als 400 Stellungnahmen eingegangen sind. Die Kommission wird diese Rückmeldungen bei der Finalisierung der delegierten Rechtsakte berücksichtigen (siehe hier für weitere Details).

Klimaschutz

Wie geht es weiter?

Die Annahme der finalen delegierten Rechtsakte ist für das zweite Quartal 2026 vorgesehen. Nach einer Überprüfungsphase (‚scrutiny period‘) von bis zu sechs Monaten könnten die Änderungen zum 1. Jänner 2027 in Kraft treten und für Berichte über das Geschäftsjahr 2026 anzuwenden sein. Übergangsregelungen sind derzeit von der Kommission nicht vorgesehen. 

PwC hat ein Antwortschreiben eingereicht, dessen zentrale Aussagen nachfolgend zusammengefasst sind: 

  • PwC hebt hervor, wie wichtig es ist, den berichtspflichtigen Unternehmen ausreichend Zeit für die Umsetzung der vorgeschlagenen Änderungen am Klima‑ und Umweltrechtsakt einzuräumen, da trotz der angestrebten Vereinfachung weiterhin Anpassungen der Berichtsprozesse und -systeme erforderlich sein werden. Daher empfiehlt PwC die Einführung einer Übergangsphase, einschließlich einer optionalen Anwendung für den Berichtszeitraum 2026. 

  • Zudem wird empfohlen klarzustellen, dass im ersten Berichtsjahr bei Anwendung der geänderten technischen Bewertungskriterien keine Vergleichsinformationen erforderlich sein sollten. Fehlende Übergangsbestimmungen kämen faktisch einer rückwirkenden Anwendung gleich. 

  • Darüber hinaus spricht sich PwC dafür aus, die Verwendung nicht definierter rechtlicher oder technischer Begriffe in Tätigkeitsbeschreibungen und technischen Bewertungskriterien zu begrenzen, da uneindeutige Formulierungen zu Inkonsistenzen in der Praxis führen und die Vergleichbarkeit, Interpretierbarkeit und Rechtssicherheit beeinträchtigen können. 

Neben den oben genannten Aspekten geht PwC in seinem Antwortschreiben auch auf weitere Punkte ein, darunter den Umgang mit der Gesamtkomplexität der DNSH‑Kriterien, Tätigkeiten mit weit auslegbarer Taxonomiefähigkeit, aber begrenztem Konformitäts-Potenzial, die Frage statischer oder dynamischer Verweise auf EU‑Rechtsvorschriften sowie die Abgrenzung von Wirtschaftstätigkeiten und die Definition des Bewertungsobjekts (‚unit of account‘). Eine detaillierte Darstellung mit diesen Themen ist im Comment Letter enthalten.

Potentially Affecting current Reporting Periods ending 2026 EU Taxonomy: Public Feedback and PwC Response Letter on the Proposed Amendments of the Climate and Environment Delegated Acts

On 17 March 2026, the European Commission published drafts to revise the Climate Delegated Act (EU) 2021/2139 and the Environmental Delegated Act (EU) 2023/2486. The proposed amendments aim to further develop activity descriptions and technical screening criteria in order to reduce administrative burdens and improve practical implementation.

These changes build on the Omnibus Delegated Act (EU) 2026/73 published in January 2026 and form part of a broader simplification of the EU Taxonomy framework, including planned amendments to the Article 8 reporting requirements, expected by the first quarter of 2027.

Until 14 April 2026, the public was able to submit feedback, with over 400 responses received. The Commission will take this feedback into account when finalising the delegated acts (see here for further details).

What's next?

Adoption of the final delegated acts is planned for the second quarter of 2026. After a scrutiny period of up to six months, the amendments could enter into force by 1 January 2027 and apply to reporting periods from 2026 onwards. No transitional reliefs are currently proposed by the Commission. 

PwC has submitted a response letter with some of the key messages included below:

  • PwC highlights the importance of providing preparers sufficient time to implement the proposed amendments to the Climate and Environmental Delegated Acts, as changes to reporting processes and systems will still be required despite the intended simplification. Therefore, a transition period is recommended (including optional application for the 2026 reporting period) 

  • There is a recommendation to clarify that comparative information should not be required in the first reporting period under the amended technical screening criteria, as this would effectively result in retroactive application. 

  • In addition, PwC calls for limiting the use of undefined legal or technical terms in activity descriptions and technical screening criteria, as ambiguous wording can create inconsistency in practice and reduce comparability, interpretability and legal certainty.

In addition to the points highlighted above, PwC also comments on other aspects of the proposed amendments, including managing the overall complexity of DNSH criteria, addressing activities with broad eligibility but limited alignment potential, clarifying whether references to EU legislation are static or dynamic, and defining the boundaries and unit of account for economic activities. A detailed discussion of these topics is included in the PwC response letter.

Kontakt:

Ulf Kühle

Partner, PwC Austria

+43 699 163 050 52

E-Mail

Dennis Pietzka

Senior Manager, PwC Austria

+43 699 163 056 52

E-Mail

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