Die EU-Taxonomie-Berichterstattung entwickelt sich weiter, doch höhere Alignment-Quoten sind überwiegend auf methodische Änderungen und nicht auf tatsächliche Kapitalverschiebungen zurückzuführen.
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Die vierte jährliche Analyse von PwC zur EU-Taxonomie-Berichterstattung europäischer Finanzinstitute zeigt einen Markt im Wandel: Die Qualität der Berichterstattung verbessert sich, die Methodiken werden robuster, und erste strategische Anwendungsfälle zeichnen sich ab. Gleichzeitig ist die Vergleichbarkeit schwieriger denn je geworden.
Der diesjährige Berichtszyklus markiert einen Wendepunkt, da die Änderungen der Europäischen Kommission im Rahmen von Omnibus I eine vereinfachte Methodik für das Geschäftsjahr 2025 eingeführt haben, während Institute weiterhin auch nach den bisherigen Regeln berichten durften. Dadurch konnten Finanzinstitute zwischen zwei Berichtsansätzen wählen – mit erheblichen Auswirkungen auf die Interpretation der Ergebnisse.
Die Auswertung der Berichte für das Geschäftsjahr 2025 zeigt, dass die neuen Methodiken die ausgewiesenen Eligibility- und Alignment-Werte deutlich erhöht haben. Hauptgrund dafür ist, dass Gegenparteien, die nicht unter die CSRD fallen, aus den Nennern von GAR und GIR ausgeschlossen wurden. Für viele Finanzinstitute führte dies zu einem spürbaren Anstieg der KPIs – allerdings überwiegend auf dem Papier und nicht infolge einer tatsächlichen Umschichtung von Kapital.
Dennoch sind die überarbeiteten Kennzahlen transparenter und für Steuerungszwecke besser nutzbar, was ihre strategische Anwendung über die Zeit hinweg fördern könnte. Während die meisten Institute derzeit noch primär aus Compliance-Zwecken berichten, sehen wir erste Anzeichen für einen Wandel: Einige beginnen, Taxonomie-Kriterien in Finanzierungsstrategien, Kreditentscheidungen und die Entwicklung grüner Produkte zu integrieren.
Die Analyse zeigt zudem klare Fortschritte bei Datenqualität, Automatisierung und internem Fachwissen und schafft damit die Grundlage für einen schrittweisen Übergang von Compliance hin zu strategischer Steuerung. Doch eine stärkere Infrastruktur allein wird das volle Potenzial der Taxonomie nicht heben. Damit aus besserer Berichterstattung tatsächlich eine stärkere Kapitalallokation in nachhaltige Aktivitäten wird, braucht es ein klareres politisches Bekenntnis, mehr regulatorische Stabilität und eine stärkere Marktnachfrage nach Taxonomie-Daten.
EU Taxonomy reporting is maturing, but higher alignment rates are driven largely by methodological changes rather than real capital shifts.
PwC’s fourth annual analysis of EU Taxonomy reporting by European financial institutions shows a market in transition: reporting quality is improving, methodologies are becoming more robust, and the first strategic use cases are emerging. At the same time, comparability has become more difficult than ever.
This year’s reporting cycle marks a turning point, as the European Commission’s Omnibus I changes introduced a simplified methodology for FY25 while still allowing institutions to report under the old rules. As a result, financial institutions were able to choose between two reporting approaches, with major implications for how results should be interpreted.
The study over FY25 reports finds that new methodologies have significantly increased reported eligibility and alignment levels, mainly because non-CSRD counterparties were excluded from GAR and GIR denominators. For many financial institutions, this has led to a marked uplift in KPIs, but largely on paper rather than through a genuine reallocation of capital.
Nevertheless, the revised metrics are more visible and decision-useful, which may support more strategic application over time. While most institutions still report primarily for compliance purposes, we see early signs of change: some are beginning to integrate Taxonomy criteria into financing strategies, lending decisions and green product development.
The analysis also shows clear progress in data quality, automation and internal expertise, laying the groundwork for a gradual shift from compliance to strategy. But stronger infrastructure alone will not unlock the Taxonomy’s full potential. To turn better reporting into actual capital allocation towards sustainable activities, clearer political commitment, stronger regulatory stability and greater market demand for Taxonomy data will be needed.