ESMA 2025 Bericht über das Enforcement im Bereich der Nachhaltigkeits-Berichterstattung

Regulatory Meeting
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  • Juni 17, 2026

 

Die ESMA hat ihren Bericht über das Enforcement der Unternehmensberichterstattung und regulatorische Aktivitäten für 2025 veröffentlicht. Er bietet einen Überblick über die von der ESMA und den nationalen Enforcementbehörden durchgeführten Aktivitäten in den Bereichen Finanzberichterstattung, Nachhaltigkeitsberichterstattung und digitale Berichterstattung. Die Klimaberichterstattung nach ESRS E1 erwies sich als wichtigste Ursache für Durchsetzungsmaßnahmen im Bereich der Nachhaltigkeitsberichterstattung.

Prüfungen der Nachhaltigkeitsberichterstattung

Im Jahr 2025 prüften die Enforcer 402 Nachhaltigkeitsberichte (im Vergleich zu 573 im Jahr 2024). Die nachstehende Tabelle bietet eine detaillierte Aufschlüsselung der im Jahr 2025 durchgeführten Prüfungen:

Issuers examined

Fehlerfeststellungen und Hinweise 

Von den 367 im Jahr 2025 durchgeführten CSRD- und NFRD-Nachhaltigkeitsprüfungen wurden in 109 Fällen Fehler festgestellt, was einer Fehlerquote von 30 % entspricht (ein Anstieg gegenüber 28 % im Jahr 2024).

actions taken

Wichtige Schwerpunkte

Die Mehrheit der Durchsetzungsmaßnahmen bei Erklärungen, die gemäß CSRD/ESRS erstellt wurden, bezog sich auf die Berichterstattung zum Klimawandel gemäß ESRS E1 (40 %) und auf allgemeine Angaben gemäß ESRS 2 (36 %). Die ESMA stellt fest, dass der höhere Anteil an Maßnahmen im Bereich der Klimaberichterstattung die größere Reife dieses Themas im Vergleich zu anderen Berichterstattungsbereichen widerspiegeln könnte, was dazu führt, dass die Durchsetzungsbehörden die Erwartungen an die Emittenten etwas höher ansetzen.

Bei Erklärungen, die gemäß NFRD erstellt wurden, bezog sich die überwiegende Mehrheit der Maßnahmen (84 %) auf die Taxonomie-Berichterstattung durch nicht-finanzielle Unternehmen. Diese Konzentration lässt sich dadurch erklären, dass das Taxonomie-Berichterstattungssystem die Anforderungen präziser festlegt als die allgemeineren Formulierungen der NFRD, wodurch die Einhaltung leichter zu überprüfen ist. Die „sonstigen Maßnahmen“ beziehen sich auf Empfehlungen der Enforcer zur Verbesserung der Nachhaltigkeitsberichterstattung, die zu keiner Fehlerfeststellung führen.

csrd and nfrd material

Europäische gemeinsame Enforcementschwerpunkte (ECEP) für 2024

Die ESMA beurteilt im Bericht auch die Einhaltung der europäischen gemeinsamen Enforcementschwerpunkte (ECEP) für die Unternehmensberichterstattung 2024 mit den folgenden Aussagen:

1 Wesentlichkeitsüberlegungen bei der Berichterstattung gemäß ESRS

Im ersten Jahr der Anwendung der ESRS wurden die Angaben zum Prozess der Wesentlichkeitsanalyse und die Beschreibung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen (IROs) bei den meisten Emittenten als zufriedenstellend befunden. Die Enforcer identifizierten allerdings einige Bereiche mit Verbesserungsbedarf, darunter:

  • Prozessangaben, die als generische Standardformulierungen (Boilerplate) verfasst sind;

  • Fehlende themenspezifische Informationen; und

  • Unterschiedliche Terminologie im Vergleich zu den ESRS, was es schwieriger macht, die offengelegten IROs den ESRS-Nachhaltigkeitsthemen zuzuordnen.

2 Umfang und Struktur der Nachhaltigkeitserklärung

Umfang und Struktur der Nachhaltigkeitserklärung (wie von den ESRS vorgeschrieben) wurden grundsätzlich eingehalten. Die Emittenten nutzten die Flexibilität, auf Verweise (Incorporation by Reference) zurückzugreifen, hielten sich indes nicht immer an die zwingenden Voraussetzungen. Direkte Verweise zwischen der Nachhaltigkeitserklärung und anderen Teilen des Unternehmensberichts fehlten häufig.

3 Angaben gemäß Artikel 8 der Taxonomie-Verordnung

Die Konsistenz mit den Taxonomie-Zielen und den Angaben zum ESRS-Übergangsplan war nur für eine Minderheit der Stichprobe relevant und wurde in diesen Fällen nicht immer erreicht. Bei der Berichterstattung über ihre KPIs verwiesen die meisten Emittenten auf ihren Finanzbericht und Anhang, aber die Enforcer stellten auch Fälle einer nur teilweisen Überleitung zum IFRS-Konzernabschluss fest.

Um auf den vollständigen Bericht zuzugreifen, der auch die Finanz- und Digitalberichterstattung abdeckt, lesen Sie bitte die ESMA-Publikation.

ESMA 2025 Corporate Sustainability Reporting Enforcement and Regulatory Activities

ESMA has released its report on 2025 Corporate Reporting Enforcement and Regulatory Activities, providing an overview of activities carried out by ESMA and national enforcers in the areas of financial reporting, sustainability reporting, and digital reporting. Climate change reporting under ESRS E1 emerged as the main source of sustainability reporting enforcement actions.

Sustainability reporting examinations 

In the area of sustainability reporting, enforcers conducted 402 examinations in 2025 (compared to 573 in 2024). The table below provides a detailed breakdown of the examinations performed during 2025:

Issuers examined

Enforcement actions

Of the 367 CSRD and NFRD sustainability examinations carried out in 2025, enforcement actions were taken against 109 issuers, resulting in an action rate of 30% (up from 28% in 2024).

actions taken

Key areas of focus 

Majority enforcement actions on statements prepared in accordance with the CSRD/ESRS related to climate change reporting under ESRS E1 (40%) and general disclosures required by ESRS 2 (36%). ESMA notes that the higher proportion of actions in the area of climate change reporting may reflect the greater maturity of this topic compared to other reporting areas, leading enforcers to hold issuers to somewhat higher expectations.

For statements prepared under the NFRD, the vast majority of actions (84%) related to Taxonomy reporting by non-financial undertakings. This concentration may be explained by the fact that the Taxonomy reporting regime specifies requirements more precisely than the broader formulations of the NFRD, making compliance easier to verify. 

The “other measures” relate to enforcers’ recommendations to improve sustainability reporting which were not formalized into one of the three types of formal actions envisaged under ESMA’s Guidelines on Sustainability Information (GLEIS) because they were not related to a material infringement.

csrd and nfrd material

European Common Enforcement Priorities (ECEP) for 2024

ESMA also shares its assessment of compliance with the European Common Enforcement Priorities (ECEP) for 2024 corporate reporting, covering:

1 Materiality considerations in reporting under ESRS

In the first year of application of the ESRS, disclosures on the materiality assessment process and description of the material impacts, risks and opportunities (IROs) were found satisfactory for most issuers. However, enforcers identified some areas for improvement including: 

  • Process disclosures being boilerplate;

  • Missing topical information; and  

  • Different terminology used than that of the ESRS, making it more difficult to map the disclosed IROs with the ESRS sustainability matters.

2 Scope and structure of the sustainability statement

The scope and structure of the sustainability statement (as prescribed by the ESRS) were generally adhered to. Issuers relied on the flexibility to make use of incorporation by reference but did not always respect the mandatory conditions. Direct connections between the sustainability statement and other parts of the corporate report were often missing.

3 Disclosures relating to Article 8 of the Taxonomy Regulation

Consistency with the Taxonomy objectives and the ESRS transition plan disclosures were only relevant for a minority of the sample and was not always achieved in those cases. When reporting their KPIs, most issuers referenced their financial statement and notes, but enforcers also noted cases of partial connection.

To access the complete report, which also covers financial and digital reporting, please refer to the ESMA publication.

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