AI‑Agents in Microsoft 365: Der nächste Schritt zu produktiver Wissensarbeit

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  • Jänner 21, 2026

AI-Agents werden Teil der täglichen Wissensarbeit — und warum das gerade jetzt wichtig ist

Seit der Einführung von Microsoft Copilot hat PwC intern eine große Anzahl an Copilot-Lizenzen bereitgestellt. Immer mehr Kolleg:innen nutzen Copilot inzwischen selbstverständlich im Arbeitsalltag — für Recherchen, Zusammenfassungen und erste Analysen.

Damit wird deutlich: Künstliche Intelligenz ist kein Experiment mehr. Sie ist angekommen.

Gleichzeitig rückt mit der wachsenden Nutzung eine zentrale Frage in den Fokus:

Wie stellen wir sicher, dass Wissen zuverlässig, konsistent und für alle zugänglich ist?

Genau hier kommen AI-Agents ins Spiel.

AI-Agents: Fokus statt Spielerei

AI-Agents sind nicht dafür gedacht, kreativ zu improvisieren. Ihr Mehrwert liegt in klaren Rollen, definierten Wissensquellen und verlässlichen Antworten auf wiederkehrende Fragen.

Gerade in großen Organisationen ist Wissen selten das eigentliche Problem — es existiert. Die Herausforderung besteht darin, es schnell zu finden und im Alltag nutzbar zu machen. AI-Agents schließen genau diese Lücke, ohne neue Tools oder zusätzliche Prozesse einzuführen.

Was AI-Agents von generativer KI unterscheidet

Während generative KI offen formuliert und exploriert, arbeiten Agents bewusst innerhalb klarer Grenzen. Sie sind rollenbasiert, kontrolliert und auf Verlässlichkeit ausgelegt. Statt zu variieren, liefern sie strukturierte Antworten aus denselben freigegebenen Quellen.

Das macht sie besonders geeignet für Richtlinien, Prozesse, FAQs und Onboarding-Wissen.

Warum Agents in großen Organisationen so wirkungsvoll sind

In der Praxis tauchen dieselben Muster immer wieder auf: identische Fragen, häufige Unterbrechungen von Expert:innen, lange Onboarding-Phasen und schwer auffindbare Dokumentation.

AI-Agents wirken hier unmittelbar. Sie entlasten Fachpersonen, geben Mitarbeitenden schnelle Orientierung und machen vorhandenes Wissen dort verfügbar, wo gearbeitet wird.

Copilot Studio Lite: ein pragmatischer Einstieg

Mit Copilot Studio ermöglicht Microsoft eine besonders einfache Form der Agent-Erstellung direkt innerhalb von Microsoft Copilot. Diese vereinfachte Experience wird häufig als Copilot Studio Lite bezeichnet und basiert auf dem Konzept sogenannter Declarative Agents.

Nutzer:innen beschreiben in natürlicher Sprache, wofür der Agent gedacht ist, und verbinden ihn mit relevanten Inhalten — häufig aus SharePoint. Der Agent erhält dabei klare Anweisungen und eine definierte Wissensbasis, ohne eigene Logik oder Aktionen auszuführen. Innerhalb weniger Minuten steht so ein erster funktionsfähiger Agent zur Verfügung.

Teilen & Bereitstellen:
Der Agent kann anschließend geteilt und über Zugriffsrechte gezielt einzelnen Personen oder Teams zur Verfügung gestellt werden – etwa über einen Copilot-Link oder über die Freigabe der angebundenen Inhalte.

Bewusste Grenzen von Copilot Studio Lite

Copilot Studio Lite ist auf Wissensbereitstellung fokussiert. Es können keine E-Mails versendet, keine Power-Automate-Flows ausgelöst und keine externen Systeme integriert werden. Auch komplexe Logiken sind nicht vorgesehen.

Für solche Szenarien ist Copilot Studio die passende Erweiterung.

Wo AI-Agents schnell Mehrwert schaffen

Besonders wirkungsvoll sind Agents bei Onboarding-Informationen, HR-Richtlinien, IT-Support-Fragen, Prozessbeschreibungen und projektbezogenem Wissen. Der Effekt zeigt sich meist schnell: weniger Rückfragen, schnellere Orientierung und konsistente Antworten.

Wie PwC Organisationen begleitet

PwC unterstützt Organisationen entlang der gesamten Agent-Journey — von der Use-Case-Identifikation über Content-Readiness und Governance bis hin zu Adoption und Skalierung.

Fazit

AI-Agents sind keine Zukunftsvision. Sie sind bereits heute ein zentraler Bestandteil moderner Wissensarbeit. Mit Copilot Studio können Teams pragmatisch starten und schrittweise wachsen — kontrolliert, effizient und nah an den realen Bedürfnissen der Organisation.

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Yasmin Nejat

Associate, PwC Austria

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