Unsere Nachhaltigkeits-informationen für das Geschäftsjahr 2025

Nachhaltigkeit PwC Österreich
  • Insight
  • 17 minute read
  • Dezember 22, 2025

Ob digitale Transformation oder Klimakrise, instabile geopolitische Verhältnisse oder Entwicklungen im Bereich Künstliche Intelligenz: Die Rahmenbedingungen für Unternehmen, Regierungen und Menschen verändern sich in atemberaubendem Tempo und verlangen ein rasches, entschlossenes Handeln. Als Wirtschaftsprüfer, Steuer- und Unternehmensberater sehen wir es als unsere Aufgabe, Vertrauen in all diese Veränderungen zu schaffen und die dafür nötigen Transformationsprozesse in Wirtschaft und Gesellschaft positiv mitzugestalten. 

Bei PwC Österreich setzen wir dieses Vorhaben mit über 1.400 Kolleg:innen und 64 Partner:innen um. Unser Ziel ist es, nachhaltige Ergebnisse zu erzielen und zu einer gerechten Zukunft beizutragen – für unsere Kunden und unsere Mitarbeiter:innen, für unsere Stakeholder, für Unternehmen sowie für die Gesellschaft. Nachhaltigkeit bedeutet für uns dabei nicht nur den Schutz von Umwelt und Ressourcen, sondern auch die Förderung von sozialer Teilhabe, Chancengleichheit und verantwortungsvollem Wirtschaften.

In den nachfolgenden Kapiteln zeigen wir transparent, welche konkreten Maßnahmen und Initiativen wir im vergangenen Wirtschaftsjahr in den Bereichen Klimaschutz, Governance und Gesellschaft sowie für unsere Mitarbeiter:innen umgesetzt haben. Ob bei vergangenen oder künftigen Maßnahmen: Wir orientieren uns stets an klaren Zielen, messbaren Fortschritten und werden angeleitet von unserem Purpose, unserer Unternehmenskultur und unseren Werten. 

Wir freuen uns sehr, Ihnen hier die Fortschritte bei PwC Österreich im Bereich Nachhaltigkeit vorzustellen und Ihnen zu zeigen, was wir im Geschäftsjahr 2025 (01.07.2024 – 30.06.2025) erreichen konnten.

Kapitel 1 Nachhaltigkeitsstrategie

Unser Ziel bei PwC Österreich ist es, einen positiven Beitrag für die Gesellschaft zu leisten und unsere Verantwortung für eine nachhaltige Zukunft wahrzunehmen. Wir unterstützen unsere Kunden bei dem Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise und setzen auch in unserem eigenen Geschäftsbetrieb auf zukunftsweisende Lösungen. Dabei stehen wir für: 

  • Nachhaltiges Wirtschaftswachstum, das vom Ressourcenverbrauch entkoppelt ist, und eine Wohlstandsmessung, die neben finanziellen auch soziale und ökologische Faktoren berücksichtigt. 

  • Ganzheitliche Verantwortung, die ökologische, technologische und soziale Aspekte integriert und die Wechselwirkungen dieser Bereiche umfassend einbezieht. 

  • Kollektive Lösungen, sodass Unternehmen, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft gemeinsam eine nachhaltige Wirtschafts- und Lebensweise gestalten können. 

  • Bewusstsein für den Einfluss des Menschen auf die Biosphäre und die Erkenntnis, dass unsere Abhängigkeit von der Stabilität und den Kreisläufen der Natur zentral für unsere Zukunft ist. 

 Zur Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie bekennen wir uns zu international anerkannten Rahmenwerken: 

  • Das PwC Netzwerk hat bereits im Jahr 2002 den UN Global Compact unterschrieben und sich zur Einhaltung seiner zehn Prinzipien für eine inklusive und nachhaltige Weltwirtschaft verpflichtet. Auch PwC Österreich orientiert sich an diesen universellen Prinzipien zu Menschenrechten, menschenwürdigen Arbeitsbedingen, Umweltschutz und Antikorruption.

  • Inspiriert vom UN Global Compact wollen wir einen sichtbaren Beitrag zur Erfüllung der 17 Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen leisten.

  • Unsere Klima- und Umweltstrategie orientiert sich an den Zielen des Pariser Klimaschutzübereinkommens. 

  • Wir bekennen uns zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen und setzen diese in all unseren Geschäftstätigkeiten um. 

  • In unserem Geschäftsbetrieb und unserer Lieferkette folgen wir den vier Grundprinzipien der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und den acht Kernarbeitsnormen.

Unser Nachhaltigkeitsmanagement

Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil unseres Unternehmens und prägt unser Handeln bei PwC Österreich. Deshalb ist unser Corporate Sustainability Management direkt dem CEO und Territory Senior Partner zugeordnet.  

Die Umsetzung der Maßnahmen liegt für den Bereich Net Zero und Klimaschutz in der Verantwortung unseres Chief Operations Officers, der zeitgleich unser interner Corporate Sustainability Leader ist und das Corporate Sustainability Team leitet. Der Bereich “Unsere Mitarbeiter:innen” wird von der Human Capital Partnerin verantwortet. Die Zuständigkeiten unserer Governance verteilen sich auf den Risk & Quality Leader, die Ethics and Business Conduct Leaderin, die ebenfalls unsere Partnerin Responsible for Independence ist, sowie auf den Chief Data Officer.  

Das Corporate Sustainability Team arbeitet eng mit den relevanten Fachabteilungen zusammen und übernimmt die Vernetzung und Abstimmung mit internen und externen Stakeholdern, die unternehmensweite Anpassung an anerkannte Nachhaltigkeitsstandards sowie die interne und externe Berichterstattung. 

Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist die aktive Einbindung unserer Mitarbeiter:innen durch regelmäßige Dialoge, Umfragen und Veranstaltungen. ESG-relevante Inhalte sind fester Bestandteil des verpflichtenden Compliance-Trainings für alle Mitarbeiter:innen. Zudem fördern wir das Nachhaltigkeitsbewusstsein durch gezielte ESG-Weiterbildungsangebote. Damit unterstützen wir unsere Mitarbeiter:innen nicht nur beruflich, sondern auch dabei dieses Wissen in ihrem privaten Umfeld anzuwenden. 

Kapitel 2 Klimaschutz

Klimakatastrophen treffen infolge des Klimawandels in Österreich und weltweit immer häufiger und intensiver auf – ein Weckruf für die Dringlichkeit konsequenten Handelns. Die Natur bildet eine unverzichtbare Grundlage für Leben und Handeln. Gleichzeitig reichen die globalen Klimaschutzmaßnahmen bislang nicht aus, um die Erderwärmung wirksam zu begrenzen. In diesem Kapitel stellen wir dar, wie PwC Österreich das Thema Klimaschutz strategisch angeht und mit dem Fokus auf Emissionsreduktion seinen Beitrag leistet.

Die nachfolgenden Ausführungen beschränken sich auf die Governance in Bezug auf unsere Klimaschutz-Ziele und Maßnahmen. Nähere Informationen zur allgemeinen Governance von PwC Österreich befinden sich weiter unten im Kapitel "Governance".

Der COO und Leiter des Corporate Sustainability Teams ist ebenfalls der interne Net-Zero Leaders. Zudem übernimmt er die Verantwortung für Risiko und Compliance im Bereich Corporate Sustainability und sorgt in Abstimmung mit dem Risk & Quality Team dafür, dass klimawandelbezogene Risiken ins Risikomanagement integriert werden.

Entscheidungen zur Nachhaltigkeitsstrategie und zu neuen Maßnahmen zur Förderung des Klimaschutzes werden vom TSP in Abstimmung mit dem Territory Leadership Team (TLT) getroffen.

Anhand interner Audits und der quartalsweisen Erhebung steuerungsrelevanter Kennzahlen in Bezug auf unsere Emissionsreduktionsziele wird die Umsetzung unserer Maßnahmen für den Klimaschutz überprüft. Die Ergebnisse werden vom COO, dem Corporate Sustainability Leiter, reviewt. Bei Bedarf und zumindest jährlich wird der TSP sowie das TLT im Rahmen des jährlichen Management Reviews über die Erkenntnisse und Kennzahlen informiert. Dabei erfolgt auch eine Evaluierung zusätzlicher Maßnahmen und Ziele.

Unsere Umweltstrategie verankert das Ziel, weiterhin engagiert die Transformation zu einer Netto-Null-Welt im Einklang mit dem Pariser Abkommen zu beschleunigen, fest in unserer Arbeitsweise. Dies umfasst die Minimierung unserer eigenen Umweltauswirkungen, die Weiterentwicklung unserer Dienstleistungen, den Dialog mit Interessengruppen, den Aufbau von Kompetenzen und Fähigkeiten innerhalb unseres Unternehmens und darüber hinaus sowie die Beteiligung an politischen Dialogen. 

Außerdem befassen wir uns mit der Identifikation und Bewertung physischer Risiken und Schwachstellen sowohl im eigenen Geschäft als auch entlang unserer Wertschöpfungskette. Dabei passen wir unser Geschäftsmodell an, um unsere Widerstandsfähigkeit gegenüber veränderten Bedingungen und Krisen zu erhöhen. Gleichzeitig entwickeln wir unser Risikomanagement weiter, sodass unsere Richtlinien, Prozesse und Systeme flexibel auf die dynamischen Anforderungen des Klimaschutzes reagieren können.

Klimabedingte Risiken und Chancen

Uns ist bewusst, dass die Risiken und Chancen des Klimawandels unseren Geschäftsbetrieb auf unterschiedliche Weisen beeinflussen werden. Wir haben diesen zukünftigen Einfluss in die folgenden Bereiche unterteilt: Unsere eigene Infrastruktur, unseren Geschäftsbetrieb, sowie unsere Kunden und die Beziehungen zu ihnen. Diese Unterteilung der Auswirkungen des Klimawandels ist von strategischer Bedeutung. Hierdurch können wir die bevorstehenden Herausforderungen besser verstehen und mit geeigneten Maßnahmen reagieren. 

Ein wichtiges Merkmal des Klimawandels ist jedoch die Unsicherheit, die ihn begleitet. Wir haben die potenziellen Auswirkungen des Klimawandels in verschiedenen Erderwärmungsszenarien untersucht und bewertet. 

  • 1,5°C-Szenario des Pariser Abkommens  

  • 4,0°C-Szenario  

Dabei haben wir berücksichtigt, wie sich potenzielle Risiken und Chancen jeweils kurz-, mittel- und langfristig (0-1 Jahre, 1-5 Jahre und 5+ Jahre) entwickeln können.

Was ist ein Klimaszenario?

Klimaszenarien sind hypothetische Zukunftsszenarien für verschiedene Stufen der globalen Erderwärmung und für den Übergang zu einer dekarbonisierten Welt. Sie geben einen Ausblick darauf, wie sich verschiedene Arten klimabezogener Risiken und Chancen auf eine Organisation auswirken könnten. Es gibt eine Reihe von Szenarien, die von zentralen wissenschaftlichen Organisationen oder großen Unternehmen entwickelt wurden, die öffentlich zugänglich sind und im Rahmen der TCFD-Szenarioanalyse häufig verwendet werden. 

1,5° Szenario des Pariser Abkommens

In diesem Szenario geht man von einer deutlichen Zunahme der klimapolitischen Maßnahmen und Regulierungen aus, die zur Unterstützung des Übergangs zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft erforderlich sind. Die Maßnahmen zielen vor allem auf die Dekarbonisierung des Energiesystems ab und haben entsprechende Auswirkungen auf diejenigen Sektoren, deren Geschäftsmodelle auf fossilen Brennstoffen beruhen.

Ein Anstieg der Marktnachfrage nach kohlenstoffarmen Produkten würde dies noch verstärken. Dieses Szenario basiert auf dem Modell des Networks for Greening the Financial System (NGFS) „Net Zero 2050 scenario“ und den folgenden Annahmen: 

  • Sofortige Einführung ambitionierter Klimaschutzmaßnahmen 

  • Zur Beschleunigung der Dekarbonisierung werden Technologien zur CO2-Entnahme aus der Atmosphäre (Carbon dioxide removal, CDR) genutzt. Der Einsatz von CDR wird jedoch auf das Mindestmaß beschränkt und geschieht im Rahmen einer nachhaltigen Bioenergieproduktion 

  • Bis 2050 werden Netto-Null-Treibhausgasemissionen erreicht. Damit besteht eine Chance von 50%, die Klimaerwärmung auf höchstens 1,5°C bis zum Ende des Jahrhunderts zu begrenzen.

 4,0° C Szenario

Dieses Szenario zeigt den Verlauf der globalen Erwärmung bis zum Ende dieses Jahrhunderts, ohne eine Intensivierung momentaner politischer Maßnahmen zur Verringerung der Kohlenstoffintensität der Wirtschaft.

Der daraus entstehende Anstieg der Durchschnittstemperaturen würde zu viel häufigeren extremen Wetterereignissen und zu langfristigen Veränderungen der Wettermuster führen. Dies könnte sich auf die Lebensmittelproduktion, die Infrastruktur sowie die Lieferketten vieler unserer Kunden auswirken. Das 4°C-Szenario basiert auf dem Representative Concentration Pathway 8.5 des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) und den folgenden Annahmen: 

  • weiterer Anstieg der weltweiten Emissionen aufgrund der hohen Kohlenstoffintensität des Energiesystems 

  • globaler mittlerer Meeresspiegelanstieg von 0,63 m bis 2100m 

  • sehr hohe Häufigkeit extremer Hitzewellen und Niederschläge

Das 4°C-Szenario birgt größere physische Risiken für Vermögenswerte aufgrund der Häufung von extremen Wetterereignissen, während das Szenario des Pariser Abkommens kurz- bis mittelfristig größere transitorische Risiken mit sich bringt. Letzteres deshalb, weil sämtliche Prozesse, Märkte und Regulierungen auf eine kohlenstoffarme Wirtschaft ausgerichtet werden müssen. Beide Szenarien bergen potenzielle Risiken und Chancen – sowohl für unsere Geschäftstätigkeit als auch für die Dienstleistungen, die wir für unsere Kunden bereitstellen.

Wir unterscheiden unsere klimabedingten Risiken und Chancen in physische Risiken und in transitorische Risiken:

Physische, akute Risiken ergeben sich ereignisbezogen aus dem Klimawandel, zum Beispiel aus einer zunehmenden Intensität extremer Wetterereignisse. Chronische physische Risiken liegen vor, wenn grundlegende Veränderungen der klimatischen Bedingungen wie höhere Temperaturen oder veränderte Niederschlagsmuster zu negativen Auswirkungen wie chronischen Hitzewellen oder einem Anstieg des Meeresspiegels führen.

Transitorische Risiken entstehen für Unternehmen beim Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft: Durch veränderte politische Rahmenbedingungen, technologische Entwicklungen und sich wandelnde Märkte und gesellschaftliche Erwartungen verändert sich das Geschäftsumfeld von Unternehmen, was zu Risiken und Chancen für diese führen kann. Zu den Chancen gehören beispielsweise die Verbesserung der Wettbewerbsposition durch Anpassungen des Produkt- und Dienstleistungsportfolios, die Senkung der Betriebskosten durch verbesserte Ressourceneffizienz oder die Umstellung auf erneuerbare Energien sowie die Vorteile einer erhöhten Widerstandsfähigkeit gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels.

In der folgenden Tabelle zeigen wir Ihnen identifizierte potenzielle Risiken und Chancen:

Szenario gemäß Pariser Abkommen –1.5°C Risiken und Chancen, die in beiden Szenarien enthalten sind 4.0°C Szenario
  • Geschäftsbeziehungen mit Kunden oder Branchen mit hohem Klimarisiko müssen von uns adaptiert werden. (Risiko & Chance) 

  • Einbringen unseres Fachwissens in politische oder sektorale Initiativen zur Unterstützung der Energiewende und Dekarbonisierung. (Chance) 

  • Verzögerte Berücksichtigung des Klimawandels in unseren Kerndienstleistungen kann zu  Rufschädigung und finanziellen Verlusten führen. (Risiko) 

  • Unzureichende Klimaschutzmaßnahmen verringern die Attraktivität für Bewerber:innen und die Bindung von Mitarbeitenden. (Risiko) 

  • Neue Chancen ergeben sich daraus, dass wir unsere Kunden beim Umgang mit ihren klimabezogenen Risiken und Chancen unterstützen. (Chance)

  • Akute oder chronische Klimaereignisse schädigen die Infrastruktur für die Erbringung unserer Dienstleistungen. (Risiko) 

  • Klimabedingte physische Störungen des Wirtschaftslebens beeinflussen unser Geschäftsmodell und unsere Geschäftstätigkeit. (Risiko) 

  • Geschäftsreisen müssen eingeschränkt werden oder sind aufgrund extremer Wetterereignisse unmöglich. (Risiko) 

Einen tiefergehenden Einblick in die physischen Risiken und Chancen sowie über die Risiken und Chancen der Transition, deren Wirkungsweise und Zeithorizont sowie unsere entsprechenden Anpassungsmaßnahmen finden Sie in dieser Übersicht.

Im PwC-Netzwerk sind klimabezogene Risiken integraler Bestandteil des Enterprise-Risk-Management-(ERM)-Prozesses. Neben den operativen Geschäftsrisiken werden ebenfalls mögliche Klimarisiken sowie dessen Auswirkungen im ERM behandelt. Unser Netzwerkstandard für ERM fordert von jeder Mitgliedsfirma die Entwicklung eines ERM-Programms mit Rollen und Verantwortlichkeiten für die Identifizierung und Bewertung der Risiken, sowie für Festlegung risikomitigierender Maßnahmen. Das ERM-Programm identifiziert die wichtigsten Schlüsselrisiken des Netzwerks (Key Network Risks, KNRs), zu denen auch das Environment gehört, als wichtigen Input.  

Bei PwC Österreich übernimmt das Risk & Quality Department (R&Q) die Koordination und Steuerung der „Risk & Compliance Management“-Organisation. R&Q ist verantwortlich für die Festlegung von Rahmenbedingungen sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung des Systems und berichtet regelmäßig an die Geschäftsführung. Dabei verfolgt es einen ganzheitlichen Ansatz der Risikobetrachtung.

Für alle relevanten Unternehmensbereiche wurden Risiko- und Compliance-Verantwortliche benannt. Diese berichten dem:der jeweiligen Risk Partner:in über Risiken, die in ihren Verantwortungsbereichen auftreten. Der Risiko- und Compliance-Verantwortliche für den Bereich Corporate Sustainability ist der Corporate Sustainability-Lead, dessen Aufgabe darin besteht, klimawandelbezogene Risiken in das Risikomanagement zu integrieren.  

Ein wichtiges Teilelement des Bereichs Risk & Compliance Management ist das Business Continuity Management (BCM). Das BCM stellt das geplante und organisierte Vorgehen zur Steigerung der Widerstandsfähigkeit der kritischen Geschäftsprozesse unseres Unternehmens inkl. der unterschiedlichen Standorte und zur angemessenen Reaktion auf außergewöhnliche Ereignisse sicher. Das BCM-Konzept dient der Sicherstellung der angemessenen Verfügbarkeit unabdinglicher notwendiger Ressourcen, die zur Ausübung unserer Geschäftstätigkeit erforderlich sind. Deshalb spielt es eine wichtige Rolle beim Umgang mit physischen Risiken des Klimawandels.  

Angesichts der Vertraulichkeit und Bedeutung unserer Daten spielt das IT-Management eine Schlüsselrolle im BCM. Klimabedingte Risiken wie Extremwetterereignisse oder Stromausfälle können die IT-Infrastruktur beeinträchtigen und damit unsere Dienstleistungen gefährden. 

Das IT BCM umfasst präventive Maßnahmen und Reaktionspläne für gravierende IT-Ausfälle. Dazu zählen:  

  • Ausfallszenarien: Stromausfälle, Personalengpässe durch Extremwetter, Gebäudeausfälle durch Brände oder Überflutungen. 

  • Notfallmanagement: Ein IT-Notfallstab, der hierarchieunabhängig und abteilungsübergreifend agiert, gewährleistet eine schnelle und koordinierte Reaktion. 

Unsere Ziele

Als Dienstleistungsunternehmen resultieren unsere CO₂-Emissionen aus unserer IT- und Gebäudeinfrastruktur, aus unseren Geschäftsreisen, sowie aus den Produkten, die wir für die Erbringung unserer Dienstleistungen benötigen, und den zusätzlichen Service-Dienstleistungen, die wir beziehen. 

Im September 2020 kündigte das PwC-Netzwerk ein globales Engagement für Netto-Null-Treibhausgasemissionen an, mit kurzfristigen, wissenschaftlich basierten Zielen für 2030. Im Juli 2021 wurden diese kurzfristigen Emissionsreduktionsziele unabhängig von der Science Based Targets Initiative (SBTi) validiert. Im November 2024 setzte das PwC-Netzwerk langfristige wissenschaftlich basierte Ziele für 2050, die ebenfalls unabhängig von der SBTi validiert wurden. Das Engagement orientiert sich an einem 1,5-Grad-Szenario, wie es im Pariser Abkommen festgelegt ist, das darauf abzielt, die Risiken und Auswirkungen des Klimawandels deutlich zu reduzieren. 

Das PwC-Netzwerk hat für alle Mitgliedsgesellschaften verbindliche Ziele zur Reduktion der Treibhausgasemissionen festgelegt. Diese Ziele haben wir bei PwC Österreich übernommen. Wir haben uns zu folgendem verpflichtet: 

Gesamtziel Netto-Null: Bis zum Geschäftsjahr 2050 Netto-Null-Treibhausgasemissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu erreichen. 

Langfristiges Ziel: Absolute Emissionen der Scope 1, 2 und 3 um 90 % gegenüber dem Geschäftsjahr 2019 bis zum Geschäftsjahr 2050 zu reduzieren. 

Kurzfristige Ziele: 

  • Absolute Emissionen der Scope 1 und 2 bis zum Geschäftsjahr 2030 um 50 % gegenüber dem Geschäftsjahr 2019 zu reduzieren. 

  • Umstieg auf 100 % erneuerbare Elektrizität in allen PwC-Netzwerkfirmen bis zum Geschäftsjahr 2030. 

  • Absolute Emissionen aus Geschäftsreisen bis zum Geschäftsjahr 2030 um 50 % gegenüber dem Geschäftsjahr 2019 zu reduzieren. 

  • 50 % der Lieferanten für erworbene Waren und Dienstleistungen im Netzwerk (bezogen auf Emissionen) bis zum Geschäftsjahr 2025 dazu zu bringen, wissenschaftlich basierte Ziele für die Reduktion ihrer eigenen Klimaauswirkungen zu setzen. 

Darüber hinaus wird das PwC-Netzwerk weiterhin jene Scope 1, 2 und Scope 3 Emissionen aus Geschäftsreisen kompensieren, die heute nicht reduziert werden können, durch den Kauf hochwertiger CO₂-Zertifikate, und plant, unser gemeinsames Portfolio an CO₂-Zertifikaten ab dem Geschäftsjahr 2030 vollständig auf CO₂-Entnahmen umzustellen. Die verfügbaren Optionen und Marktmechanismen zur Umsetzung werden regelmäßig überprüft. Um Netto-Null zu erreichen, verpflichtet sich PwC, verbleibende Emissionen bis zum Geschäftsjahr 2050 zu neutralisieren. 

Über die umgesetzten Maßnahmen innerhalb des PwC-Netzwerks und bei den einzelnen Netzwerkgesellschaften sowie über die erreichten Kennzahlen zu THG-Emissionen berichtet das PwC-Netzwerk jährlich an das Carbon Disclosure Project (CDP). 

Aktuelle Bewertung: Das PwC-Netzwerk wird derzeit mit der Note „A-“ eingestuft – ein Beleg für den Fortschritt und Rolle in der Klimaberichterstattung.

Emissionsreduktion – ein Zwischenstand

Unser Scope 1 besteht vollständig aus den Emissionen unseres Fuhrparks (fossile Brennstoffe) und berücksichtigt Geschäfts- und Privatfahrten mit dem Fuhrpark. Scope 2 besteht aus den Emissionen unseres Strom- und Wärmeverbrauchs. Für die Reduktionsziele wird bei Scope 2 der marktbezogene Wert berücksichtigt. 

Unsere Car-Policy fördert den Umstieg auf Elektrofahrzeuge und hat dazu beigetragen, den CO₂-Fußabdruck unseres Fuhrparks zu senken – trotz einer signifikant gestiegenen Anzahl von Fahrzeugen. Gleichzeitig führte der Einsatz zu einem leicht erhöhten Stromverbrauch. Um sicherzustellen, dass dieser benötigte Strom aus erneuerbaren Energiequellen stammt, haben wir qualitativ hochwertige Herkunftsnachweise für die von unseren Mitarbeiter:innen verbrauchten Kilowattstunden zugekauft, bei denen wir keine ausreichenden Belege dafür hatten, dass der Strom aus erneuerbaren Energiequellen stammte. Unser Energiebedarf wird durch Strom aus erneuerbaren Energiequellen sowie überwiegend durch Fernwärme in unseren Büros gedeckt. 

Im Vergleich zu unserem Basisjahr FY19 konnten wir unsere Scope 1 und Scope 2 Emissionen um etwa 40% senken und sind damit auf einem guten Weg das kurzfristige Ziel einer Reduktion um 50% bis 2030 zu erreichen. Die weitere Umstellung auf Elektrofahrzeuge ist hierbei unser wirksamster Hebel.

Wie oben dargestellt haben wir im Geschäftsjahr 2025 100% unseres Stroms bereits aus erneuerbaren Energiequellen bezogen und somit eines unserer Ziele für 2030 bereits vorzeitig erreicht.

Emissionen aus unseren Geschäftsreisen gehören zu den indirekten Emissionen, die wir durch unser Verhalten und unsere Reiserichtlinie am deutlichsten beeinflussen können. So tragen unsere verstärkte Nutzung von digitalen Kollaborationsmöglichkeiten - sowohl innerhalb PwC Österreichs als auch in der Zusammenarbeit mit unseren Kunden - und unsere im Geschäftsjahr 2025 erneuerte Reiserichtlinie entscheidend dazu bei, dass wir die Emissionen unserer Geschäftsreisen im Vergleich zum Basisjahr 2019 um 79% reduzieren konnten. Wir haben damit aktuell das gesteckte Ziel für 2030 (Reduktion um 50% im Vergleich zu 2019) bereits übertroffen.    Gleichzeitig konnten wir unseren Umsatz im selben Zeitraum (von Geschäftsjahr 2019 auf 2025) um über 40% steigern – dies verdeutlicht, dass nachhaltiges Wachstum auch ohne steigenden Ressourcenverbrauch möglich ist.

Eine signifikante Reduktion unserer durch Flugreisen verursachten Treibhausgasemissionen ist hierfür entscheidend. (etwa -80 % seit 2019). Hierbei haben wir die Kurz- und Langstreckenflüge besonders stark reduziert. Außerdem werden sehr oft (über 90 % der geflogenen Kilometer) nur mehr die Economy-Kategorien gebucht. 

Anzumerken ist, dass im Geschäftsjahr 2025 ein neues Buchungstool eingeführt wurde, das in Kombination mit der überarbeiteten Reiserichtlinie zu einer besseren Messgenauigkeit geführt hat und wir im Vergleich zu den Vorjahren auf weniger Schätzungen zurückgreifen mussten. Dies hat für das Vorjahr zu leichten Anpassungen aufgrund besserer Annahmen für die vorgenommenen Schätzungen geführt.

Der aktuelle Anteil unserer Lieferanten (gemessen an den Emissionen), die sich wissenschaftlich basierte Ziele für die Reduktion ihrer eigenen Klimaauswirkungen gesetzt haben, liegt bei 14% und somit deutlich unter dem ambitionierten Ziel von 50% bis zum Geschäftsjahr 2025. Diese Berechnung exkludiert die eingekauften Dienstleistungen der anderen PwC-Netzwerkfirmen, die wie PwC Österreich gemeinsame wissenschaftlich basierte Ziele haben.

Die Nichterreichung lässt sich auf mehrere Faktoren zurückführen, der bedeutendste ist jedoch die aktuelle lokale Marktsituation. Die Adaption wissenschaftlich basierter Emissionsreduktionsziele ist im österreichischen Markt noch nicht so weit fortgeschritten, dass wir die anvisierte Abdeckung bei unseren Lieferanten erreichen konnten.  

Wir berücksichtigen Nachhaltigkeitskriterien wie Selbstverpflichtungen zur Emissionsreduktion, Verwendung erneuerbarer Energien, effektive Abfallbewirtschaftung und effiziente Nutzung natürlicher Ressourcen bei der Auswahl unserer Lieferanten und gehen mit Ihnen diesbezüglich in den Austausch. So ist unsere Erwartung an unsere Lieferanten bezüglich ihres Beitrags zur Begrenzung der Klimaerwärmung beispielsweise in unserem Third Party Code of Conduct integriert, den alle Lieferanten akzeptieren müssen.

Die Emissionen der Kategorien, die zu unseren kurzfristigen Reduktionszielen gehören (Scope 1, Scope 2 und Geschäftsreisen) und die wir heute noch nicht verhindern konnten, werden von uns durch hochwertige CO2-Zertifikate kompensiert. Unser Portfolio an CO2-Zertifikaten stammt aus natürlichen Klimaschutzlösungen – Projekten, die zum Schutz oder zur Wiederherstellung der Umwelt beitragen. Für das Geschäftsjahr 2025 wurden 100 % der CO2-Zertifikate über die LEAF-Koalition (Lowering Emissions by Accelerating Forest finance) bezogen. Aufgrund des wegweisenden Charakters der Koalition hat sich die Lieferung der Zertifikate länger verzögert als erwartet. Wir warten derzeit noch auf Ausstellung und Löschung der Zertifikate, zu deren Kauf wir uns im Rahmen der Koalition verpflichtet haben, um unsere Ziele für das Geschäftsjahr 2025 zu erfüllen.

Unternehmerisches Wachstum muss nicht zwangsläufig mit einem Anstieg des CO2-Ausstoßes einhergehen. Wir setzen deshalb gezielte Maßnahmen, die unser Wachstum von unserem Ressourcenverbrauch entkoppeln. Dabei sind wir uns bewusst, dass wir in den kommenden Jahren unsere Prozesse und Arbeitsweisen kontinuierlich weiterentwickeln und verstärkt auf die Reduktion von Emissionen ausrichten müssen.   

Neben der Emissionsreduktion sehen wir es als eine wichtige Aufgabe an, unsere Kunden bei ihren eigenen Dekarbonisierungs- und Transformationszielen zu unterstützen. Die Implementierung einer designierten Abteilung, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzt und Kunden aktiv hierzu berät, unterstreicht die Wichtigkeit, die wir dieser Aufgabe beimessen. Außerdem werden wir unser Fachwissen und unsere Expertise weiterhin in der öffentlichen Diskussion zur Erreichung der gemeinschaftlichen Netto-Null-Ziele einbringen. Dies geschieht beispielsweise in der Form von Fachartikeln, Studienbeiträgen, Diskussionsrunden und weiteren Initiativen.

Energieverbrauch PwC Österreich

  FY 24 FY 25
Stromverbrauch in MWh 1.613 1.903
Anteil Strom aus erneuerbaren Energiequellen 100 % 100 %
Wärmeverbrauch in MWh 2.033 1.956
Gesamtenergieverbrauch 3.646 3.859

Treibhausgasemissionen bei PwC Österreich

In t CO2-e Basisjahr (FY19) Vorjahr (FY24) FY25 Veränderung Vorjahr Veränderung FY19
Scope 1 (Fuhrpark) 532 477 347 -27 % Scope 1 + Scope 2 marktbasiert
-40 %
(Ziel bis 2030: -50 %)
Scope 2 (indirekte Emissionen Strom und Wärme)        
Marktbasiert 127 54 49 -9 %
Standortbasiert 597 517 540 +5 %
Scope 3
Scope 3.1 (eingekaufte Güter und Dienstleistungen) 4.548 5.764 6.071 +5 %  
Scope 3.2 (Kapitalgüter) 139 206 212 +3 %  
Scope 3.3 (Tätigkeiten im Zusammenhang mit Brennstofften und Energie, die nicht Teil von Scope 1 oder 2 sind) 250 220 201 -9 %  
Scope 3.6 (Geschäftsreisen) 1.453 466 311 -33 % -79 %
(Ziel bis 2030: -50 %)
Scope 3.7 (Pendeln und Remote Work der Mitarbeiter:innen) n/a n/a 352    

Zur Ermittlung und Berechnung unserer Treibhausgasemissionen in der oben dargestellten Tabelle haben wir die Methodik des Greenhouse Gas Protocol Accounting Standard angewendet und diese in CO2-Äquivalenten dargestellt. Die Berechnung enthält Brutto-Werte und berücksichtigt keine Kompensationen oder ähnliches und umfasst Daten unserer Standorte in Wien, Linz, Salzburg, Graz und Klagenfurt.

Scope 1 

Scope 1 besteht aus den Emissionen unseres Fuhrparks (fossile Brennstoffe), basiert auf den Verbrauchswerten unserer Tankkarten für die Firmenwägen und enthält sowohl geschäftliche als auch private Fahrten unserer Mitarbeiter:innen. Zur Berechnung wurden die Emissionsfaktoren des Department for Energy Security and Net Zero (DESNZ, vormals DEFRA) verwendet.  

Scope 2 

Unsere Scope 2-Berechnung basiert auf Primärdaten zum Strom- und Wärmeverbrauch sowie den Emissionsfaktoren des Umweltbundesamts. Wo direkte Messungen nicht möglich sind, erfolgt eine flächenbasierte Zuordnung. Für die marktbezogene Methode wird Strom aus erneuerbaren Energiequellen mit 0 tCO₂e/kWh berücksichtigt und – sofern verfügbar - werden lieferantenspezifische Emissionsfaktoren für Wärme verwendet. 

Scope 3 

Die obenstehende Tabelle zeigt neben den Scope 3.6 Treibhausgas-Emissionen für Geschäftsreisen auch die Treibhausgas-Emissionen für eingekaufte Güter und Dienstleistungen (Scope 3.1), für Kapitalgüter (Scope 3.2), Tätigkeiten im Zusammenhang mit Brennstoffen und Energie, die nicht in Scope 1 und 2 enthalten sind (Scope 3.3) sowie für das Pendeln der Mitarbeiter:innen (Scope 3.7).

Emissionen, die mit von Dritten erbrachten Transport- und Distributionsdienstleistungen verbunden sind (Scope 3.4), werden nach der ausgabenbasierten Methode berechnet und sind bereits als Teil von Scope 3.1 und 3.2 enthalten. Treibhausgas-Emissionen aus unseren Abfällen (Scope 3.5) sind für unser Geschäftsmodell nicht wesentlich; Auf eine Offenlegung wird deshalb verzichtet.

Die Kategorien Scope 3.9 - 3.12 sind von dieser Berichterstattung nicht umfasst, da es uns aktuell nicht möglich ist unsere nachgelagerten Emissionen gemäß dem GHG Protocol Scope 3 Standard angemessen abzuschätzen. Die übrigen Unterkategorien des Scope 3 gemäß GHG Protocol sind für unser Geschäftsmodell nicht anwendbar oder nicht wesentlich.  

Scope 3.1 und 3.2 basieren auf einer ausgabenbasierten Berechnung. Die Basis dieser Berechnung bilden sämtliche relevante Ausgaben aus unserer Finanz-Buchhaltung. Im Geschäftsjahr 2025 wurde hierfür eine veränderte Berechnungslogik herangezogen, die für die nächsten Jahre eine bessere Mess- und Steuerbarkeit ermöglichen soll.

Das Basisjahr 2019 wurde nachträglich berechnet – erstmals im FY22 für interne Zwecke. Wir gehen nicht davon aus, dass die Anwendung der Berechnungslogik von FY25 für 2019 signifikante Änderungen bewirken würde, deshalb wurde auf eine Neuberechnung verzichtet.  

Für die Berechnung des Scope 3.1 (eingekaufte Güter und Dienstleistungen) haben wir unsere Ausgaben in die folgenden Kategorien aufgeteilt: Business Services & Human Capital (Bildung, Marketing, Financial Services, Reise- und Transport-Servicegebühren,  Professionisten, Catering, meals and events, non-food entertainment, Essen & Trinken, und andere gekaufte Waren exkl. Kapitalgüter) sowie Technologie (IT & Telekommunikations-Services).

Wir weisen darauf hin, dass Dienstleistungen, die von anderen PwC-Netzwerkfirmen für PwC Österreich erbracht worden sind, ebenfalls in den jeweiligen Kategorien berücksichtigt wurden. Zugekaufte Dienstleistungen machen somit 87% unserer Scope 3.1 Emissionen aus. Die Emissionsfaktoren für Scope 3.1 (sowie für 3.2 Kapitalgüter) wurden mit einem unternehmensinternen EEIO-Modell (Environmentally Extended Input-Output Model) erstellt und basieren auf dem Datensatz von Exiobase.  

Scope 3.3 (Tätigkeiten im Zusammenhang mit Brennstoffen und Energie) beinhaltet sämtliche in Scope 1 und Scope 2 berücksichtigten Verbräuche (Fuhrpark, Elektrizität, Wärme). Die Berechnung erfolgte auf Basis der Emissionsfaktoren des Umweltbundesamts. 

Scope 3.6 (Geschäftsreisen) beinhaltet sämtliche Geschäftsreisen, die nicht mit dem firmeneigenen Fuhrpark, der in Scope 1 abgebildet ist, zurückgelegt wurden, inklusive der Förderkette bis zum Tank bei Flugreisen.

Scope 3.7 (Pendeln der Mitarbeiter:innen und Homeoffice) umfasst sowohl die An- und Abreise unserer Mitarbeiter:innen zum Arbeitsplatz, als auch die geschätzten Emissionen, die bei der Arbeit im Homeoffice anfallen und wurde für FY25 zum ersten Mal berechnet. Beide Scopes wurden mit Emissionsfaktoren von DESNZ berechnet (Scope 3.6 inclusive RF, Radiative Forcing).  

Da die aktuellen Emissionsfaktoren aufgrund der zeitlichen Verschiebung ihrer Berechnung noch die durch Covid-19 beeinflussten Jahren berücksichtigen, verwenden wir für Flugreisen noch Emissionsfaktoren für Jahre die vor Covid-19 liegen. Für sämtliche anderen Berechnungen werden bei Verwendung von DESNZ stets die Emissionsfaktoren des Jahres 2024 verwendet.

Kapitel 3 Unsere Mitarbeiter:innen

Zum Stichtag 30. Juni 2025 beschäftigte PwC Österreich 1.458 Mitarbeiter:innen (Kopfzahl; Vorjahr: 1.424) an fünf Standorten: Wien, Linz, Salzburg, Graz und Klagenfurt. Der Großteil – knapp 88 % – arbeitet in unserem Wiener Büro.

  FY 23 FY 24 FY 25
Anzahl Mitarbeiter:innen (Kopfzahl) 1.363 1.424 1.458
davon Frauen 722 (53 %) 712 (50 %) 759 (51 %)
davon Männer 641 (47 %) 712 (50 %) 729 (49 %)
Alter unter 30 Jahre 613 (45 %) 627 (44 %) 640 (43 %)
Alter zwischen 30 und 50 Jahren 641 (47 %) 684 (48 %) 729 (49 %)
Alter über 50 Jahren 109 (8 %) 114 (8 %) 119 (8 %)

Unser Fokus liegt auf langfristigen Beschäftigungsverhältnissen, weshalb etwa 95 % unserer Mitarbeiter:innen (zum Stichtag 30.6.2025) über einen unbefristeten Arbeitsvertrag verfügen (51% davon weibliche Mitarbeiterinnen und 49% männlich). Befristete Verträge (etwa 5%, davon 55% Frauen und 45% Männer) betreffen vor allem Praktikant:innen. Die Anzahl unserer Praktikant:innen variiert über den Verlauf des Geschäftsjahres deutlich, da auch unsere Arbeitsauslastung saisonal schwankt. Praktikant:innen werden vermehrt während Phasen mit erhöhtem Arbeitsaufkommen eingesetzt. Sie übernehmen oft vergleichbare Aufgaben wie unsere unbefristet angestellten Berufseinsteiger:innen. Durchschnittlich wurden im FY25 67 Praktikant:innen bei uns beschäftigt.  

Alle Mitarbeiter:innen von PwC Österreich (100%) sind durch einen Kollektivvertrag erfasst. Zusätzlich arbeitet PwC bei speziellen Projekten oder für ausgewählte Aufgaben mit Freelancern auf einer Werkvertragsbasis zusammen.  

PwC bietet ein vielfältiges Angebot an Arbeitszeitmodellen, um den unterschiedlichen Bedürfnissen unserer Belegschaft gerecht zu werden. Derzeit arbeiten 69,1 % der Mitarbeiter:innen in Vollzeit und 30,9 % in Teilzeit – ein Trend zu mehr Teilzeitbeschäftigung, der sich kontinuierlich fortsetzt (Vorjahr: 29,9 %, davor: 28,2 %).

  FY 23 FY 24 FY 25
Vollzeit in % aller Mitarbeiter:innen 1.018 (72 %) 1.021 (70 %) 1.012 (69 %)
davon Frauen 692 (49 %) 661 (45 %) 665 (46 %)
davon Männer 725 (51 %) 795 (55 %) 793 (54 %)
Teilzeit in % aller Mitarbeiter:innen 399 (28 %) 436 (30 %) 446 (31 %)
davon Frauen 894 (63 %) 897 (62 %) 935 (64 %)
davon Männer 522 (37 %) 559 (38 %) 523 (36 %)

Die Fluktuationsrate (ohne Praktikant:innen), gemessen an der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr 2025, lag bei 21,4 % (Vorjahr: 21,9%), und blieb damit im Vergleich zum Vorjahr weitgehend stabil. Neu eingetreten und bis zum Bilanzstichtag noch aktiv im Unternehmen beschäftigt sind im FY25 308 Personen (Vorjahr: 352). Hiervon entfielen 51,6% auf Frauen und 48,4% auf Männer.

In Österreich ist der Karenzanspruch für Eltern nach der Geburt ihres Kindes gesetzlich geregelt, ebenso der Pflegeurlaub. Wie in den Vorjahren steht somit 100% unserer Mitarbeiter:innen an allen Standorten Urlaub aus familiären Gründen zu. PwC gewährt freiwillig aus Anlass der Geburt eines Kindes zusätzlich zur kollektivvertraglich zustehenden freien Zeit Sonderurlaub im Ausmaß von bis zu 3 zusammenhängenden Arbeitstagen. 

Im Geschäftsjahr 2025 befanden sich 74 (FY24: 83) Mitarbeiter:innen in Elternkarenz, darunter 14 Väter (FY24: 13). Nach der Karenz kehren 96% der Beschäftigten wieder an ihren Arbeitsplatz zurück (FY24: 94%). 94 % derjenigen, die im FY24 aus der Karenz zurückgekehrt sind, waren auch ein Jahr später noch bei uns tätig (FY24: 92%). 57 unserer weiblichen und 35 unserer männlichen Mitarbeiter:innen haben außerdem im Geschäftsjahr 2025 Pflegeurlaub in Anspruch genommen. 

Es ist uns ein großes Anliegen, unsere bestehenden Mitarbeiter:innen im Unternehmen zu halten, auch wenn diese sich fachlich neu orientieren und andere Herausforderungen annehmen möchten. Wir fördern daher Tätigkeitswechsel innerhalb von PwC Österreich, aber auch grenzüberschreitend zu PwC-Netzwerkfirmen in anderen Ländern.   

Sollten erhebliche betriebliche Veränderungen im Sinne der GRI bevorstehen, werden die betroffenen Mitarbeiter:innen natürlich frühzeitig – mindestens im Rahmen des gesetzlich erforderlichen Zeitrahmens – informiert. Im Geschäftsjahr 2025 oder dem Vorjahr gab es keine solche Veränderungen. 

Wir sind ein People-Business

Als Dienstleistungsunternehmen sind unsere Mitarbeiter:innen unser Herzstück und unsere wichtigsten Stakeholder. Ihre Zufriedenheit und Entwicklung liegen uns deshalb besonders am Herzen.  

Das PwC-Netzwerk führt jedes Jahr eine globale Mitarbeiter:innen-Befragung, die Global People Survey, durch, um von allen Mitarbeiter:innen Feedback einzuholen, herauszufinden wo Verbesserungsbedarf besteht und was bereits gut funktioniert. Die lokalen Ergebnisse dieser Umfrage bilden auch für PwC Österreich ein wichtiges Steuerungsinstrument.

78 %

People Engagement Index (Vorjahr: 77 %) – Der Index misst das Mitarbeiterengagement anhand von Indikatoren wie positiven Erfahrungen. Er ist ein wichtiger Prädiktor für Mitarbeiterbindung, Leistung und Unternehmenserfolg

79 %

Intent to Stay (Vorjahr 80 %) – misst die Absicht, im Unternehmen zu bleiben, und ist der stärkste Indikator für Fluktuation

78 %

Inclusion Index (Vorjahr: 74 %) – Der Index erfasst die Mitarbeitererfahrung und -wahrnehmung in Bezug auf Zugehörigkeit, Inklusion und Vielfalt

Insgesamt besteht die Befragung aus 5 Kategorien und 38 Fragen. 90% (Vorjahr: 88 %) unserer Mitarbeiter:innen haben im Berichtsjahr an unserer Global People Survey teilgenommen – ein neuer Bestwert. Unsere Leit-Indizes People Engagement Index, Intent to stay und Inclusion Index sind im Vergleich zum Vorjahr abteilungsübergreifend betrachtet konstant geblieben. Etwaige negative Entwicklungen in einzelnen Abteilungen (Service-Lines) werden im Rahmen von Workshops besprochen und mit einer Maßnahmenplanung für die betroffenen jeweiligen Teams und Abteilungen gemeinsam mit unseren Kolleg:innen aus Human Capital bearbeitet. 

Den größten Verbesserungsbedarf sehen unsere Mitarbeiter:innen unternehmensübergreifend in den Bereichen Kompensation, Arbeitsbelastung und Work-Life-Balance. Dieses Feedback ist teilweise darauf zurückzuführen, dass die Nachfrage nach unseren Leistungen nicht gleichmäßig über das Jahr verteilt ist und es dadurch zu Belastungsspitzen kommen kann, die nicht immer in vollem Umfang abgefedert werden können. Die unten angeführten Initiativen stellen beispielhaft dar, wie wir auf das erhaltene Feedback reagieren. 

Ausgewählte Initiativen umfassen eine Standardisierung der Einstiegsgehälter je Grade über das gesamte Unternehmen hinweg sowie eine Analyse von Funktionsbeschreibungen, der weitere Ausbau von Karrierewegen und Programme zum Thema Mental Health.

Besonders zufrieden sind unsere Mitarbeiter:innen mit dem inklusiven Arbeitsumfeld, den gegebenen Entwicklungsmöglichkeiten und der gelebten Unternehmenskultur. Diese Stärken wollen wir in den nächsten Jahren nicht nur halten sondern ebenfalls weiter ausbauen. 

Inclusion & Diversity

Diversität bedeutet für uns die Anerkennung und Wertschätzung der unterschiedlichen Merkmale unserer Belegschaft, sei es in Bezug auf Geschlechtsidentität, Alter, Herkunft, Hautfarbe, kulturellen Hintergrund, geistige und körperliche Fähigkeiten oder sexuelle Identität. Als Professional Services Unternehmen, das bestrebt ist, für jedes Problem die optimalen individuellen Lösungen zu finden, sehen wir Vielfalt als einen unserer größten Vorteile an. 

Inklusion verstehen wir als die Förderung einer Unternehmenskultur bei PwC Österreich, in der sich jeder geschätzt und willkommen fühlt und seine individuellen Eigenschaften innerhalb unseres Netzwerks optimal entfalten kann.

Unsere Belegschaft in Österreich umfasst mehr als 1.400 Mitarbeiter:innen aus 53 verschiedenen Nationen. Bei der Anwerbung von Mitarbeiter:innen gibt es keine Unterscheidung basierend auf der Herkunft oder anderen Diversitätsmerkmalen. Der Großteil unserer Mitarbeiter:innen, wie auch unserer Führungskräfte, besitzt jedoch die österreichische Staatsbürgerschaft.

Der Inclusion Index unserer Mitarbeiterbefragung erfasst, wie stark Mitarbeiter:innen sich am Arbeitsplatz eingebunden, gehört und akzeptiert fühlen – insbesondere im Hinblick auf offene Meinungsäußerung, inklusive Führung und ein wertschätzendes, vielfältiges Teamumfeld. Der Index hat dieses Jahr einen Wert von 78% erreich (Vorjahr: 74%). Die leichte Verbesserung sehen wir als Indikator, dass unsere Maßnahmen in die richtige Richtung gehen.

Im Geschäftsjahr 2025 waren 51,2 % unserer Mitarbeiter:innen bei PwC Österreich Frauen. Ein zentrales strategisches Ziel ist es, den Frauenanteil in Führungspositionen weiter zu erhöhen. Bis zum Grade Senior Manager ist das Verhältnis zwischen Männern und Frauen weitgehend ausgewogen (weibliche Manager 54,1%, Senior Manager 49,0%). Der Anteil von Partnerinnen liegt aktuell bei knapp 24,6% der gesamten Partnerschaft.  

Wir setzen eine Vielzahl von Maßnahmen, um den Frauenanteil in Führungspositionen weiter zu steigern. Denn wir sind überzeugt: Diversität in Führungsteams führt zu besseren Entscheidungen.    

Zur Förderung weiblicher Führungskräfte bieten wir spezielle Mentoring- und Coachingprogramme an, die künftige weibliche Führungspersönlichkeiten ausbilden und unterstützen. Ergänzend fördern wir durch gezielte Schulungen zum Thema „Inclusive Mindset“ inklusive Denk-, Wahrnehmungs- und Handlungsweisen im gesamten Unternehmen – übrigens auch in Bezug auf andere Diversitätsmerkmale.   

Unsere flexiblen Arbeitszeitmodelle und die Remote-Work Policy (siehe „Health and Wellbeing“) erleichtern es Mitarbeiter:innen, Karriere und Familie zu vereinen – unabhängig von der privaten Aufgabenverteilung. Ab Grade Senior Manager ist eine Beförderung beispielsweise bei einem Teilzeitpensum von etwa 20 Wochenstunden möglich, und auch auf dem Grade Partner finden sich bei uns Kolleg:innen, die in Teilzeit arbeiten.

Im Geschäftsjahr 2025 beschäftigte PwC Österreich acht Personen mit einer Behinderung und/oder chronischen Erkrankung. Da Mitarbeiter:innen nicht verpflichtet sind, ihren Arbeitgeber über eine bestehende Behinderung zu informieren, kann die tatsächliche Zahl höher liegen.   

Um unser Unternehmen inklusiver für Menschen mit Behinderung zu machen und somit auch attraktiver für mögliche neue Talente zu werden, haben wir dieses Jahr ein Screening zum Thema “Menschen mit Behinderung bei PwC Österreich” durch ein externes Beraterunternehmen durchführen lassen.

Die daraus resultierenden Maßnahmen fokussieren sich auf Bereiche wie Recruiting, Kommunikation sowie Unternehmenskultur und werden beginnend mit dem Geschäftsjahr 2026 ausgearbeitet und umgesetzt.   

Nach wie vor sind die Themen Behinderung und chronische Erkrankung in der Gesellschaft immer noch mit Stigmatisierung behaftet. Viele Menschen zögern, offen über ihre Situation zu sprechen, insbesondere wenn es sich um nicht-sichtbare Behinderungen handelt. PwC Österreich möchte aktiv dazu beitragen, diese Barrieren abzubauen und das Vertrauen der Betroffenen zu stärken.   

Über die Plattform Instahelp bieten wir unseren Mitarbeiter:innen die Möglichkeit, anonyme psychologische Beratung in Anspruch zu nehmen. PwC Österreich übernimmt die Kosten für bis zu fünf Sitzungen pro Person, um sicherzustellen, dass alle, die Unterstützung benötigen, diese in einem geschützten und vertraulichen Rahmen erhalten.

Im Rahmen unserer Inclusion & Diversity Strategie arbeiten wir intensiv daran, ein inklusives Arbeitsumfeld zu schaffen. Einige geplante und bereits bestehende Maßnahmen sind: 

  • Internes Mentoringprogramm (Time2Grow): Unterstützung und Förderung der persönlichen und beruflichen Entwicklung unserer Mitarbeiter 

  • Internes Women Network (Women@PwC): Ein Netzwerk zur Stärkung und Förderung von Frauen innerhalb des Unternehmens. 

  • Internes LGBTIQA+ Network („Shine“): Förderung eines respektvollen und unterstützenden Umfelds für die LGBTIQA+ Community. 

  • Zusammenarbeit mit MyAbility und Amazing 15 (ehemals Specialisterne): Partnerschaften zur Unterstützung von Menschen mit Behinderung im Arbeitsumfeld. 

  • Fokus auf „Inclusive Mindset“ durch Trainings und Veranstaltungen: Wir bieten Schulungen an, die darauf abzielen, inklusive Denk- und Handlungsweisen zu fördern. 

  • Teil der Pflichtschulungen: Die Wichtigkeit von Diversität und der Vermeidung von Diskriminierung und Gewalt ist in einer jährlichen Schulung enthalten, die 100 % unserer Mitarbeiter:innen durchlaufen. 

  • Inclusion & Diversity Dashboard: Regelmäßiges Reporting wesentlicher KPIs, um unseren Fortschritt transparent zu machen. 

  • Gründungsmitglied von WEconomy: Aktive Teilnahme an dieser B2B-Initiative zum Austausch von Best Practices im Bereich Inclusion & Diversity. 

 

Für das Geschäftsjahr 2025 haben wir uns bei PwC Österreich auf die Dimensionen Gender, LGBTIQA+ Community, Disability und Generationen sowie auf Inclusive Leadership konzentriert. Ein strategischer Fokus liegt künftig auf den Dimension Disability und Generationen.

Diversitätsmerkmale werden auch in unsere jährlichen Talent Reviews und bei den Entscheidungen zu Beförderungen berücksichtigt, um eine bewusste Wahrnehmung und ausgeglichene Verteilung zwischen den Geschlechtern zu fördern. Unsere Maßnahmen und Ziele zur Berücksichtigung von Diversität und Verhinderung von Diskriminierung in sämtlichen Personalentscheidungen (von Einstellung bis zu Beförderung) werden zukünftig diesbezüglich konkretisiert und in Folgejahren dann auch in unserem Nachhaltigkeitsbericht genauer behandelt.  

Health & Wellbeing

In Österreich sind Mitarbeiter:innen gesetzlich bereits gegen Einkommensverluste aus Arbeitsunfällen, Krankheit, Invalidität, Arbeitslosigkeit, Karenz oder Pension abgesichert. Sozialer Schutz besteht somit für 100 % der Mitarbeiter:innen von PwC Österreich. Zusätzlich wird für unbefristet angestellte Mitarbeiter:innen eine kollektive Freizeit-Unfall-Versicherung abgeschlossen. 

PwC Österreich unterhält ein Managementsystem für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gemäß den gesetzlichen Vorschriften. Personelles „Rückgrat“ dieses Managementsystems sind der Sicherheitsbeauftragte, die Sicherheitsvertrauenspersonen, der:die Ersthelfer:in sowie der Betriebsarzt. Mittels regelmäßig stattfindenden Betriebsstättenbegehungen und Abstimmungstreffen werden Risiken in Bezug auf Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz identifiziert, Anregungen und Beschwerden entgegengenommen sowie Abhilfemaßnahmen initiiert.

Die Gefahrenidentifizierung, Risikobewertung und Untersuchung von Vorfällen sowie die Umsetzung von Meldepflichten erfolgt durch den Sicherheitsbeauftragten und die Sicherheitsvertrauenspersonen. 

Mitarbeiterschulungen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz erfolgen durch den Sicherheitsbeauftragten im Rahmen seiner regelmäßigen Betriebsbegehungen. Der:die Sicherheitsbeauftragte, Sicherheitsvertrauenspersonen und Ersthelfer:innen werden gemäß den gesetzlichen Vorgaben aus- bzw. weitergebildet. So haben beispielsweise 80 Mitarbeiter:innen im Berichtsjahr an einer Defibrillator-Schulung teilgenommen.

Im Geschäftsjahr 2025 ereigneten sich insgesamt 5 Arbeitsunfälle (FY24: 7), von denen alle auf Wegunfälle entfallen (FY24: 5).

Neben der physischen Gefährdung am Arbeitsplatz oder auf dem Arbeitsweg ist die Gefahr psychischer Krankheiten oder Beschwerden jedoch nicht zu vernachlässigen.

Die Erfassung einer arbeitsbedingten psychischen Erkrankung wie beispielsweise Erschöpfungszustände, Burnout, Depressionen oder Angststörungen ist gesetzlich in Österreich nicht erlaubt. Daher können wir nicht erheben, ob und wie viele unserer Mitarbeiter:innen aus psychischen Gründen nicht arbeitsfähig sind.

Die moderne Arbeitswelt ist vielfältig und dynamisch, was sie für unsere Mitarbeiter:innen auch zu einer Bewährungsprobe machen kann. Dies kann sich negativ auf das Wohlbefinden auswirken. Unsere mentale Gesundheit ist jedoch ein wichtiges Asset, um leistungsfähig und motiviert zu bleiben. In der Prüfungs- und Beratungsbranche, die teilweise viel Flexibilität und Agilität benötigt, ist die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben eine Herausforderung.

Dies spiegelt sich auch in der Rückmeldung unserer Mitarbeitenden in unserer jährlichen Umfrage wider. Fragen betreffend des täglichen Arbeitspensums und der Vereinbarkeit eines gesunden Lebensstils mit beruflicher Ambition erhalten verhältnismäßig wenig positive Rückmeldungen in unserer jährlichen Mitarbeitendenbefragung. Zwar liegen auch hier die Zustimmungswerte über 50%, sie kommen aber beispielsweise nicht an unseren Leitindex, den People Engagement Index (78%) heran.

Zusätzlich besteht die Herausforderung des aktuellen Arbeitsmarkts darin ausreichend qualifizierte zusätzliche Kolleg:innen für unsere Mitarbeter:innen zu rekrutieren um die Arbeitsbelastung besser zu verteilen.

Wir investieren unternehmensweit in Technologien, wie beispielsweise die Nutzung von Künstlicher Intelligenz, die ein effizienteres Arbeiten ermöglichen und mittelfristig unsere Mitarbeiter:innen entlasten sollen.

Nachfolgend geben wir einen Überblick über unsere bislang umgesetzten Initiativen, mit denen wir die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Mitarbeiter:innen fördern wollen. Diese werden kontinuierlich ausgebaut, um die Bedürfnisse unserer Mitarbeiter:innen besser abzudecken.

  • Culture Transformation: laufende Verknüpfung des Gesundheitsangebotes mit strategischen HR- und Leadership-Themen um nachhaltig auf die Kultur und das Miteinander Einfluss zu nehmen. 

  • Leadership Training: 1-tägiges Seminar für alle New Manager (ca. 80 Personen pro Jahr) im Zuge unserer Leadership Trainings. Die jungen Führungskräfte erlernen dabei wie sie sich fokussieren können, aber auch wie sie sich erholen um physisch und psychsisch gesund zu bleiben. 

  • Awarenesskampagnen mentale Gesundheit: 3-4x im Jahr werden Awarnesskampagnen in Form von Videos, Fotoshootings, Intranetbeiträgen oder Infobites gestartet, um auf das Thema aufmerksam zu machen. 

  • Flexible Arbeitszeitmodelle: Unsere Remote-Work Policy ermöglicht unseren Mitarbeter:innen, in Abstimmung mit ihren Vorgesetzten, grundsätzlich für sich selbst zu entscheiden, ob sie von zu Hause, oder im Büro arbeiten wollen. Außerdem ermöglicht sie von insgesamt 27 Ländern aus zu arbeiten und bietet somit erhöhte Flexibilität für unterschiedliche Lebensumstände. Auch ein Gleitzeitrahmen steht zur Verfügung.  

  • Mental Health First Aider: jährlich werden “Ersthelfer für die Seele” ausgebildet. Derzeit stehen 50 Personen zur Verfügung. Sie erhalten ein zwölfstündiges Seminar im Rahmen ihrer Arbeitszeit, bezahlt von PwC Österreich, um den Umgang mit psychischen Notfallsituation zu erlernen. Ziel ist es, schnell Notfallketten in Gang zu setzen, Entlastungsgespräche zu führen und  Awareness zu schaffen. Die Community der Mental Health First Aider trifft sich 3x im Jahr um sich weiterzubilden bzw. um sich auszutauschen und voneinander zu lernen. 

  • Employee Assistance Program: Jede:r Mitarbeiter:in kann pro Jahr 5 psychologische Beratungen anonym bei unserem Anbieter in Anspruch nehmen. Dies gilt auch für alle im Haushalt lebenden Angehörigen. Zudem ist eine Beratung für bis zu 2 Personen möglich. Auch eine Hotline, die von Expertinnen besetzt ist, steht von Mo-Fr von 8.00 bis 18.00 Uhr für alle unsere Mitarbeiter:innen zur Verfügung. Hilfe kann auch von Business Coaches, Juristinnen und Mediatorinnen erfragt werden. 

  • Betriebsarzt: Angebot von Impfungen, Gesprächen, etc. Auch an allen Standorten außerhalb von Wien gibt es einen Betriebsarzt, den PwC den Mitarbeiter:innen zur Verfügung stellt. 

  • Gesundenuntersuchung: Jährlich kommt ein Labor- und Ärzteteam ins Haus, um eine Vorsorgeuntersuchung im Haus durchzuführen. Damit wollen wir ein niederschwelliges Präventionsprogramm anbieten. 

  • Fitnessstudio: Umfangreiche Gutscheine für unterschiedlichste Anbieter, um die physische Gesundheit unserer Mitarbeitenden zu fördern.

  • „Lease a bike“-Programm: Um die Nutzung von Fahrrädern für den Arbeitsweg zu fördern und so die Gesundheit zu unterstützen.  

Unsere Ziele und Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf werden regelmäßig im Rahmen des Zertifikats „berufundfamilie“ überprüft (zuletzt im Geschäftsjahr 2023, Zertifikatsgültigkeit beträgt 4 Jahre).

Aus- und Weiterbildung

Die individuelle fachliche und persönliche Entwicklung unserer Mitarbeiter:innen hat für PwC Österreich einen hohen Stellenwert. Um unseren Purpose und strategische Vision zu erreichen und unsere Werte zu demonstrieren, statten wir Mitarbeiter:innen mit relevanten Fähigkeiten und Kompetenzen aus.     

Die unternehmensweiten Learning & Development-Angebote helfen unseren Mitarbeitenden ihre Entwicklungsziele zu erreichen, indem eine breite Palette von Lernmöglichkeiten zur Verfügung gestellt wird. Diese umfassenden Präsenztrainings, E-Learnings und andere selbstgesteuerte Lernmodule, decken alle Dimensionen des „Evolved PwC Professional” – unserem Rahmenwerk für eine verhaltensorientierte Kompetenzentwicklung – ab.

Im Geschäftsjahr 2025 haben wir ein neues Learning Management System („Growth Center“) eingeführt. Die neue Lernplattform lässt sich noch besser auf die individuellen beruflichen Bedürfnisse unserer Mitarbeitenden einstellen. Auf der Plattform können sowohl verpflichtende interne Schulungen, also auch freiwillige Kurse absolviert werden. Natürlich können unsere Mitarbeiter:innen auch an geeigneten externen Kursen oder Seminaren teilnehmen. PwC übernimmt hierfür die Kosten (abhängig vom Durchlaufen eines entsprechenden Genehmigungsprozesses). 

Inhaltliche Schwerpunkte unserer internen Schulungen und Kurse liegen neben der fachlichen Aus- und Weiterbildung, in der Entwicklung von Leadership Skills, in Trainingsmaßnahmen rund um die Themen Kommunikation & Feedback, Resilienz & Mentale Gesundheit sowie Künstliche Intelligenz & Digitalisierung. Außerdem können unsere Mitarbeitenden ihre Sprachkenntnisse in bis zu sechs Sprachen erweitern. Hierfür stehen Kurse zum Selbststudium oder Gruppenkurse einer ausgewählten Sprachlern-Plattform zur Verfügung. 

Unser “Bringing our culture to life”-Ansatz ermöglicht es unseren Mitarbeiter:innen und unserer Partnerschaft gezielt ihre Kompetenzen und Fähigkeiten auszubauen und agil auf sich ändernde Anforderungen zu reagieren.    

Berücksichtigt man nur die intern von PwC zur Verfügung gestellten Trainings (verpflichtend und freiwillig), dann haben unsere Mitarbeiterinnen im Geschäftsjahr 2025 durchschnittlich 34,5 Trainingsstunden absolviert (Vorjahr: 35 Stunden). Inkludiert man Trainingseinheiten von externen Anbietern, waren es durchschnittlich knapp 40 Trainingsstunden. Der Unterschied zwischen den durchschnittlichen Trainingsstunden unserer weiblichen zu den männlichen Mitarbeiter:innen beträgt 2 Stunden für rein interne Schulungen (W 35h, M 33h) und 0,3 Stunden wenn die externe Schulungen berücksichtigt werden. Alle Mitarbeiter:innen (100%) haben im Geschäftsjahr 2025 mindestens eine interne Schulung absolviert.      

Der Rückgang unserer durchschnittlichen Trainingsstunden im Vergleich zum Vorjahr hat mehrere Gründe, lässt sich aber überwiegend damit erklären, dass wir Anstrengungen unternommen haben unsere Schulungen effizienter zu gestalten, und Zielgruppen für einzelne Schulungsmaßnahmen neu definiert haben.    

Es ist uns wichtig, dass unsere verpflichtenden Online-Schulungen die notwendige Aufmerksamkeit erhalten und unsere Mitarbeiter:innen den intendierten Mehrwert aus diesen Schulungen generieren können. Deshalb haben wir im Geschäftsjahr 2025 Prozesse erweitert, die Auffälligkeiten bei der Schulungsteilnahme identifizieren.

Karriere

Es gibt halbjährlich persönliche Gespräche für Feedback, zur Karriereplanung und das persönliche Wachstum unserer Mitarbeiter:innen. Diese Gespräche finden mit den jeweiligen Career Coaches statt. Für laufendes Feedback bzw Feedback nach Beendigung eines gemeinsamen Projektes hat jede:r Mitarbeiter:in die Möglichkeit, über einTool Rückmeldung von Kolleg:innen in höheren, gleichen oder niedrigeren Grades selbständig einzuholen.

Entscheidungen zur Bewertung und Beförderung basieren auf standardisierten Kriterien, die auf die jeweiligen Karrierestufen und Abteilungen abgestimmt sind.

Durch die Einführung von verschiedenen Karrierewegen sollen Chancen für persönliches Wachstum entsprechend den individuellen Fähigkeiten, Interessen und Karrierezielen ermöglicht werden. Nach einer Orientierungsphase (Grades Specialist, Associate und Senior Associate) können sich Mitarbeiter:innen ab dem Grade Manager in ihren Tätigkeiten und Aufgabenbereichen fokussieren und spezialisieren.

Kapitel 4 Unsere Governance

Unsere Geschäftsführung

PwC verfügt über zwei gesellschaftsrechtliche Organe: den Aufsichtsrat und die Geschäftsführung, die beide als "Leitungsorgan" gemäß der Definition der Global Reporting Initiative (GRI) gelten. Da die Kompetenzverteilung zwischen Aufsichtsrat und Geschäftsführung durch die gesellschaftsrechtlichen Vorgaben bestimmt wird, werden beide Gremien in den folgenden Angaben separat betrachtet.

Der Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat ist für die Überwachung der Geschäftsführung zuständig und besteht aus drei Mitgliedern. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats sind ehemalige Partner, die keine Führungsrolle mehr bei PwC Österreich innehaben. Die Funktionsperiode des aktuellen Aufsichtsrats begann mit Wirtschaftsjahr 2022/2023 und endet mit Wirtschaftsjahr 2026/2027. Es wurden keine Ausschüsse durch den Aufsichtsrat gebildet. Mitglieder des Aufsichtsrats dürfen nicht zugleich der Geschäftsführung von PwC Österreich angehören. 

Die Mitglieder des Aufsichtsrats handeln in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Anforderungen in ihre Unabhängigkeit. Sie agieren weisungsfrei und sind Dritten gegenüber zur Verschwiegenheit verpflichtet. Der Aufsichtsrat besteht ausschließlich aus Personen, die weder direkt noch indirekt Anteile an PwC besitzen. Alle Aufsichtsratsmitglieder sind männlich, es gibt aktuell keine Diversitätsvorgaben für dieses Organ. Alle drei Mitglieder bringen Expertise aus dem Bereich Rechnungslegung, Prüfung und Regulierung mit.

Das Territory Leadership Team

Die Vertretung der und die Zeichnung für die Gesellschaften von PwC Österreich erfolgt durch die 64 im Firmenbuch eingetragenen Geschäftsführer:innen. Die gesellschaftsübergreifende operative Leitung der PwC Österreich-Gruppe erfolgt durch das Territory Leadership Team (TLT). Der Territory Senior Partner (TSP) ist der Vorsitzende der Geschäftsführer:innen.

Das TLT setzte sich im Geschäftsjahr 2025 aus der Leitung der drei kundenbezogenen Abteilungen Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Rechtsberatung, und Unternehmensberatung, sowie aus der Leitung des internen Bereichs Markets, dem Chief Operating Officer (COO) und dem TSP zusammen und hatte eine Frauenquote von 33%. Eine explizite Diversitätsvorgabe gibt es nicht. Zur personellen Besetzung des TLT und Aufsichtsrates verweisen wir auf unseren Transparenzbericht. 

Der TSP wird alle vier Jahre von den Partner:innen gewählt und ist ebenfalls Teil der Partnerschaft. Alle Partner:innen können sich für die Rolle als TSP bewerben. Die weiteren Mitglieder des TLT werden von dem TSP ernannt. Sie werden grundsätzlich für die gleiche Periode ernannt wie der TSP. Alle Mitglieder des TLT sind gleichzeitig Partner:innen von PwC Österreich und somit Führungskräfte im Unternehmen. Das TLT ist im Innenverhältnis von der Partnerschaft zur Entscheidungsfindung für den allgemeinen Geschäftsbetrieb legitimiert. Es verantwortet unter anderem die jährliche Nachhaltigkeitsberichterstattung.  

Das TLT wurde im Geschäftsjahr 2025 durch unterschiedliche Bereiche und Funktionen unterstützt. Hierzu gehören unter anderem der Chief Finance Officer (CFO), die Partnerin für Human Capital, sowie der Risk and Quality Partner.  

Committees

Innerhalb des TLT gibt es das Partner Approval Commitee, welches für die Aufnahme neuer Partner:innen zuständig ist, sowie das Partner Income Commitee, welches die Vergütung der Partner:innen überwacht. Beide Gremien bestehen aus dem TSP und den Leiter:innen der Abteilungen Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Rechtsberatung und Unternehmensberatung.

Nachhaltigkeit im Territory Leadership Team

Die PwC interne Corporate Sustainability Organisation ist direkt dem TSP zugeordnet. Der Corporate Sustainability Lead, in Personalunion mit dem COO, unterstützt bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsaktivitäten und -strategien in Bezug auf Umwelt- und Klimathemen und informiert das TLT regelmäßig über relevante Entwicklungen und Veränderungen. Die Themen rund um unsere Mitarbeiter:innen werden unternehmensübergreifend von unserer Partnerin für Human Capital überwacht, und sind innerhalb der Führungsteams der jeweiligen Abteilungen ebenfalls einer:einem dezidierten Partner:in zugeordnet, der:die eng mit unserer Personalabteilung zusammenarbeitet. Verantwortlich für die Themen Compliance, Risk & Quality ist unser Risk Partner.

Die Leitung unserer Abteilung für Nachhaltigkeitsberatung oblag im Geschäftsjahr 2025 jener Partnerin, die gleichzeitig den Bereich Markets verantwortet, und erfolgt somit ebenfalls durch ein Mitglied des TLT. Darüber hinaus finden in regelmäßigen Abständen Schulungen und Informationsveranstaltungen statt, die unter anderem Nachhaltigkeitsthemen umfassen und auch von den Mitgliedern des TLT absolviert werden. So wird sichergestellt, dass die notwendigen Kenntnisse in Bezug auf Nachhaltigkeit auf Ebene des TLT ausreichend vorhanden sind.

Berichterstattung an das Territory Leadership Team

Sowohl der TSP als auch das TLT und der Aufsichtsrat erhalten regelmäßig (quartalsweise bzw halbjährlich) - und bei Bedarf ad hoc – Informationen über die aktuellen Entwicklungen der internen und externen Unternehmensfunktionen. Sie werden auch über entdeckte Missstände informiert und erhalten außerdem eine Berichterstattung über interne wie externe Qualitätskontrollen als auch über die Entwicklung der Meldungen über die (interne und externe) Ethics-Helpline. Nachhaltigkeitsthemen und deren Management werden unter anderem als Teil der Geschäftsstrategie und des Risikomanagements von den beiden Leitungsorganen behandelt und diskutiert. 

Überwachung

Das TLT wird im Innenverhältnis der Partnerschaft vom Country Oversight Board (COB) überwacht und bewertet. Die Mitglieder des COB sind ebenfalls Partner:innen von PwC und setzen sich aus zumindest einem Vertreter der Abteilungen Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Rechtsberatung, und Unternehmensberatung zusammen.

Zum Transparenzbericht

Risiko Management

Unsere Risk & Quality Abteilung setzt sich intensiv mit den Anforderungen des globalen PwC-Netzwerks und den lokalen regulatorischen Anforderungen auseinander. Ziel ist es, abteilungsübergreifend Abweichungen aufzuzeigen sowie die Compliance mit den relevanten Vorgaben sicherzustellen und zu gewährleisten. Hierbei erfolgen regelmäßige Abstimmungen mit unserem kundenseitig arbeitenden Mitarbeiter:innen, unserer Rechtsabteilung sowie dem Independence- und Ethik-Team, um nachhaltige Verbesserungen zu implementieren.

Im Zuge unseres Enterprise Risk Managements werden Themen wie Nachhaltigkeit, Technologie, Compliance und weitere Themen evaluiert und berücksichtigt, und im nächsten Schritt Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet und umgesetzt. Es wird in allen Bereichen ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess aktiv verfolgt. Gewonnene Erkenntnisse werden nach allfälligen Abweichungen abgeleitet, um aus diesen zu lernen.

Business Ethics

Eine ethische Unternehmenskultur ist für unser Unternehmen von größter Wichtigkeit. Mit Integrität handeln – Act with integrity – ist eine unserer Leitlinien bei PwC und in unserem Code of Conduct verankert. All unsere Mitarbeiter:innen müssen jährlich ein umfangreiches Ethics und Compliance Training absolvieren.

Ebenso gibt es verpflichtende Schulungen zu unseren Unternehmenswerten und unserem Code of Conduct für alle neuen Mitarbeiter. Außerdem ist das Thema Ethics ein Bestandteil unserer Trainings für neu beförderte Manager und Kolleg:innen, die auf dieser Position bei uns einsteigen. Neu beförderte Senior Manager, sowie alle die auf diesem oder einem höheren Grade einsteigen, müssen ebenfalls verpflichtend an einem „Ethics and Inclusive Leadership“ Workshop teilnehmen.

Durch unsere “Speak up”-Kultur wollen wir ein sicheres Umfeld schaffen, in dem unsere Mitarbeiter:innen vertrauensvoll und offen ihre Bedenken äußern können. Dafür stellen wir verschiedene niederschwellige Meldekanäle zur Verfügung, wobei unsere Mitarbeiter:innen die für sie am besten geeignete Möglichkeit frei wählen können. So können Beschwerden und sonstige Meldungen nicht nur über unsere Ethics-Helpline (die auch anonyme Meldungen und  Kommunikation ermöglicht) eingebracht werden, sondern auch direkt bei unserem Ethics Team, unserem Risikomanagement, Human Capital, dem General Counsel oder bei einer unserer Führungskräfte. Unsere Ethics-Helpline steht im Übrigen auch unternehmensfremden Personen als Meldestelle für etwaige Bedenken betreffend unethisches Verhalten unserer Mitarbeiter:innen zur Verfügung. 

Welcher Kanal auch gewählt wird, der Schutz der Person, die eine Meldung im guten Glauben abgegeben hat, steht an oberster Stelle. PwC Österreich nimmt jede Meldung ernst. Alle Meldungen werden von unserem Ethics Team, das aus Business Conduct Leader und Business Conduct Officer besteht, erfasst, im Detail überprüft, im Ethics Helpline und Case Management System dokumentiert und analysiert. Jede:r Mitarbeiter:in ist zur Mitwirkung an einer derartigen internen Untersuchung verpflichtet. Falls sich eine Anschuldigung als begründet erweist, werden auf Basis unseres PwC Accountability Frameworks Disziplinarmaßnahmen ausgesprochen. Im Geschäftsjahr 2025 reichten die Maßnahmen von Mitarbeitergesprächen über ergänzende Schulungen, Verwarnungen bis zur Beendigung des Dienstverhältnisses.

Die Fallbearbeitung erfolgt unter Leitung und Verantwortung unseres Business Conduct Leader unter größtmöglicher Vertraulichkeit, weswegen wir keine Zahlen bzw. Statistiken dazu veröffentlichen. Jeder eingegangenen Meldung wurde auch im Geschäftsjahr 2025 nachgegangen. Zudem werden regelmäßig (mindestens jährlich) Schulungen und Ressourcen bereitgestellt, um das Bewusstsein und die Bereitschaft zur offenen Kommunikation im Sinne unserer Speak-Up Kultur zu stärken. An diesen Schulungen sind alle unsere Mitarbeiter:innen verpflichtet teilzunehmen.

Im Geschäftsjahr 2025 haben wir unsere Kommunikation zum Bestehen, zur Funktionsweise und Vertraulichkeit innerhalb unserer „Speak up“-Kultur weiter ausgebaut. Dadurch konnten wir den Anteil der Mitarbeiter:innen steigern, die im Rahmen unserer jährlichen Mitarbeiterbefragung angegeben haben, dass sie nach ihrer Empfindung ethische Themen bei PwC offen ansprechen können. Die weitere Steigerung dieser Messzahl ist uns ein besonders Anliegen. Weitere Awareness- und Kommunikationsmaßnahmen sind für das nächste Geschäftsjahr deshalb schon vorgesehen.

Korruptionsbekämpfung

Alle Betriebsstätten von PwC Österreich liegen im österreichischen Bundesgebiet und unterliegen der Prüfung durch die interne Revision. Diese untersucht anlassbezogen sowie im Rahmen von jährlichen Routinetätigkeiten auch Prozesse mit Bezug zu Korruptionsrisiken. Die Richtlinie für die Annahme und Gewährung von Einladungen und Geschenken (die als Richtline für Zuwendungen neu gefasst und per Juli 2025 ausgerollt wurde) ist über das Intranet allen Mitarbeiter:innen zugänglich.

Im Rahmen der jährlich verpflichtenden Compliance-Schulung sind unter anderem die Richtlinien und Verfahren zu Korruptionsbekämpfung Schulungsgegenstand. Alle Mitarbeiter:innen haben im Geschäftsjahr 2025 an einer Schulung zu Korruptionsbekämpfung teilgenommen. Im Berichtsjahr gab es keine bestätigten Korruptionsvorfälle.

Schutz vor Diskriminierung

Wir schätzen die Diversität unserer Mitarbeiter:innen als kompetitiven Vorteil. Diskriminierung hat deshalb bei PwC keinen Platz und wird nicht toleriert. 

Im Berichtsjahr wurden keine Fälle von Diskriminierung gemeldet.

Sollten sich Anschuldigungen betreffend Diskriminierung als begründet erweisen, werden auf Basis unseres PwC Accountability Frameworks Disziplinarmaßnahmen ausgesprochen. Mögliche Disziplinarmaßnahmen sind unter anderem Verwarnungen, Bonus-Kürzungen oder die Beendigung von Dienstverhältnissen.

Es ist uns ein wesentliches Anliegen, ein sicheres Arbeitsumfeld für alle Mitarbeiter:innen zu schaffen. Wir dulden daher keine Diskriminierung, Mobbing, (sexuelle) Belästigung oder sonstiges respektloses Verhalten. Wir gehen allen gemeldeten Vorfällen konsequent nach und ahnden diese nach unserem Accountability Framework.

Datenschutz

PwC Österreich verfolgt einen robusten und konsequenten Ansatz für den Umgang mit allen personenbezogenen Daten, der alle Mitarbeiter:innen miteinbezieht. Wir haben unser umfangreiches Complianceprogramm weiter ausgebaut und setzen uns dafür ein, gute Datenmanagementpraktiken in unserem gesamten Unternehmen zu verankern.

Wie in den Vorjahren wurden gegenüber Unternehmen der PwC Österreich Gruppe keine Geldbußen von der Datenschutzbehörde verhängt. Zum Stichtag 30. Juni 2025 (und darüber hinaus) sind auch keine Beschwerdeverfahren aufgrund von Verlust von Kundendaten anhängig.

Datenschutz ist Teil jährlicher Schulungen, die von allen Mitarbeiter:innen (100 %) absolviert werden müssen. Außerdem finden regelmäßige Awareness-Aktionen zu Datenschutz und Cyber-Security für unsere Mitarbeiter:innen statt.

Weitere Informationen zu unserer Informationssicherheit finden Sie in unserem Transparenzbericht.

Digital Services Act

Gemäß Art. 15 der Verordnung der Europäischen Union über digitale Dienste (Verordnung (EU) 2022/2065 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Oktober 2022 über einen Binnenmarkt für digitale Dienste und zur Änderung der Richtlinie 2000/31/EG; im Folgenden: DSA) sind wir verpflichtet, mindestens einmal jährlich Berichte über die durchgeführte Moderation von Inhalten öffentlich zur Verfügung zu stellen.

Entsprechend Art. 15 Abs. 1 DSA ist daher festzuhalten, dass im Berichtszeitraum vom 17. Februar 2024 bis zum 30. Juni 2025 keine Maßnahmen der Inhaltsmoderation vorgenommen wurden und keine behördlichen Anordnungen – einschließlich solcher nach Art. 9 und 10 DSA – im Berichtszeitraum bei PwC Österreich eingegangen sind. Ebenso wurden keine Meldungen gemäß Art. 16 DSA übermittelt und es fand keine eigeninitiierte Inhaltsmoderation statt. Darüber hinaus sind keine Beschwerden über interne Beschwerdemechanismen bei PwC Österreich eingegangen. Ein ausführlicher Transparenzbericht zur Erfüllung der Transparenzberichtspflichten nach Art. 15 DSA ist auf unserer Webseite zu finden.

Wettbewerbsfreiheit

Im Berichtsjahr wurden – wie in den Vorjahren – keine Rechtsverfahren aufgrund von wettbewerbswidrigem Verhalten, Kartell- und Monopolbildung geführt.   

Unsere Kartellrecht-Richtlinie stellt für jede:n Mitarbeiter:in und Partner:in die Grundlagen für den Umgang mit Mitbewerbern vor. Allfälliges wettbewerbswidriges Verhalten würde auf Basis unseres PwC Accountability Framework sanktioniert werden. 

Qualität und Unabhängigkeit

Gemäß unseren berufsrechtlichen Anforderungen gelten strenge Regeln und Kontrollen zur Vermeidung von Interessenskonflikten für alle Mitarbeitende von PwC. So sind beispielsweise jegliche Nebentätigkeiten bekanntzugeben und genehmigungspflichtig. Außerdem sind Mitarbeiter:innen ab dem Grade Manager aus den Client-facing-Bereichen dazu verpflichtet finanzielle Beteiligungen in einer zentralen Datenbank bekannt zu geben und die Richtigkeit der Angaben in einer jährlichen Compliance Bestätigung zu verifizieren. Diese Anforderungen treffen auch auf Partner:innen zu.  

Weitere Elemente unserer Qualitätssicherung und Unabhängigkeit sind einerseits die Überwachung, ob die Regelungen unseres Qualitätssicherungssystems eingehalten werden, und andererseits ein Set an Maßnahmen, wenn es zu Schwachstellen innerhalb des Systems oder zu Pflichtverletzungen durch Mitarbeiter:innen kommt. Dazu haben wir das oben beschriebene interne Beschwerdemanagementverfahren eingerichtet, über das Mitarbeiter:innen Sachverhalte melden können, die das Risiko einer Berufspflichtverletzung in sich bergen könnten. Des Weiteren muss die gesamte Belegschaft jährlich eine persönliche Unabhängigkeitserklärung (Annual Compliance Confirmation, ACC) abgeben.

Weitergehende Informationen zu Governance inklusive Sicherstellung der Unabhängigkeit bei PwC können unserem Transparenzbericht gemäß § 55 Abschlussprüfer-Aufsichtsgesetz (APAG) entnommen werden.

Zum PwC Transparenzbericht

Sozioökonomische Compliance

Insgesamt wurden keine signifikanten Bußgelder und nicht monetäre Sanktionen aufgrund der Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften in sozialen und wirtschaftlichen Bereichen über PwC Österreich verhängt.

Einhaltung der Menschenrechte

Wir achten und unterstützen die international anerkannten Menschenrechte, vermeiden jegliche Verwicklung in Menschenrechtsverletzungen und halten die geltenden Arbeits- und Beschäftigungsgesetze ein. Dies wird nicht nur in unserem Code of Conduct (CoC) bzw. Third Party Code of Conduct (TPCoC) sowie in unserem veröffentlichtem Human Rights Statement festgehalten, sondern auch in der im Geschäftsjahr 2025 (intern) ausgerollten neuen Human Rights Policy.

Wir erwarten auch, dass unsere Geschäftspartner kontinuierlich Arbeitsbedingungen schaffen, die den international erklärten Menschenrechten und Standards entsprechen, einschließlich der Standards in der International Bill of Human Rights und den Prinzipien für Grundrechte, die in der Erklärung der International Labour Organisation (ILO) zu den Grundprinzipien und Grundrechten am Arbeitsplatz festgelegt sind. Dieser Anspruch ist Gegenstand unseres Third Party Code of Conduct, der von jedem unserer Lieferanten zu Vertragsbeginn bestätigt werden muss. 

Wir führen jährlich eine menschenrechtliche Risikoabschätzung durch, die alle unsere Betriebsstätten umfasst. Das Thema Menschenrechte wird auch in unserer jährlichen Mitarbeiterschulung adressiert.

Unsere Steuerstrategie

Bei PwC Österreich steht Transparenz in steuerlichen Angelegenheiten im Mittelpunkt. Unsere Steuerstrategie umfasst sowohl die steuerlichen Belange von PwC Österreich selbst als auch unsere Beziehungen zu Klienten und Geschäftspartnern. 

Wir informieren unsere Stakeholder über unseren steuerlichen Ansatz, da wir dies als einen wesentlichen Beitrag zu unserem Unternehmenszweck „Vertrauen in die Gesellschaft aufbauen und wichtige Probleme lösen“ betrachten. Zudem fördern wir die Nachhaltigkeit im Bereich Steuern durch klare und verantwortungsvolle Steuerpraktiken.

Steuerstrategie im Detail

Kapitel 5 Gesellschaft

Business Modell und Wertschöpfungskette

Im Rahmen unseres Kerngeschäfts im Bereich Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Rechtsberatung sowie Unternehmensberatung kommt uns die Aufgabe zu, für Vertrauen und Sicherheit in Wirtschaft und Gesellschaft zu sorgen.

Zusätzlich arbeiten wir in multidisziplinären Teams an den Themen Technologie und Nachhaltigkeit. Beide sehen wir als wichtige Bausteine, um auf aktuelle und künftige Herausforderungen zu reagieren.

Das Herzstück unseres Geschäfts sind unsere Mitarbeiter:innen – ihr gesammeltes Wissen, und die vielfältige Bandbreite ihrer Fähigkeiten und Erfahrungen bilden die Basis für unsere Arbeit mit und für unsere Kunden.

Weitere Kernelemente, die in unsere Wertschöpfung einfließen, sind zugekaufte Dienstleistungen externer Professionisten, die Infrastruktur unserer Bürogebäude (100 % gemietet), Geschäftsreisen, externe Aus- und Weiterbildung, bezogene Energie sowie Dienstleistungen anderer PwC-Netzwerkgesellschaften. Darüber hinaus arbeiten wir eng mit führenden Technologie- und Datenunternehmen zusammen. Diese Allianzen erlauben es uns Innovation und Transformation für unsere Kunden noch umfassender voranzutreiben.

Unsere wichtigsten Arbeitsergebnisse sind in der Regel Berichte, Empfehlungen und Gutachten. Die Mehrheit davon wird elektronisch mit unseren Kunden geteilt.

Unser Kundenstamm besteht aus einem breiten Portfolio an nationalen und internationalen Unternehmen aus dem privaten und öffentlichen Sektor und aus verschiedenen Branchen und Sektoren.

Im Vergleich zu den Vorjahren haben sich in unserer Wertschöpfungskette keine signifikanten Änderungen ergeben.

 

Wirtschaftlicher Wertbeitrag

Der Gesamtumsatz des PwC Österreich-Konzerns betrug im Geschäftsjahr 2025 196,2 Millionen Euro (Vorjahr: 187,4 Millionen). Dies setzt sich aus 64,0 Millionen Euro (Vorjahr: 54,7 Millionen) aus dem Bereich Wirtschaftsprüfung, 60,6 Millionen Euro (Vorjahr: 59 Millionen) aus der Steuer- und Rechtsberatung und 71,6 Millionen Euro (Vorjahr 73,7 Millionen) aus der Unternehmensberatung zusammen.

Zusätzliche Informationen zum direkt erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert finden Sie im PwC Konzernbericht. Dieser wird in Wien beim Firmenbuch hinterlegt.

 

Gesellschaftlicher Wertbeitrag

Unser Beitrag zu Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt zeigt sich vor allem in den Dienstleistungen, die wir für unsere Kunden erbringen. Wir begleiten unsere Kunden von der Strategieentwicklung bis zur operativen Umsetzung und unterstützen sie bei gesellschaftlichen und unternehmerischen Herausforderungen. Durch den kontinuierlichen Ausbau unseres Branchenwissens und unserer Thought-Leadership-Programme steigern wir fortlaufend unseren gesellschaftlichen Mehrwert und Beitrag. Nachfolgend geben wir Einblicke wie dieser Mehrwert durch unsere Kern-Dienstleistungen genau aussieht.

Vorab möchten wir noch darauf hinweisen, dass wir außerhalb unserer regulären Geschäftstätigkeit lokale NGOs mit Corporate Volunteering Tätigkeiten, pro bono Dienstleistungen oder Spenden unterstützen. Insgesamt haben im Geschäftsjahr 2025. ca. 150 Mitarbeiter:innen an mindestens einer unserer Aktionen mit oder für unsere Partner-NGOs teilgenommen und insgesamt knapp 2.000 Arbeitsstunden hierfür aufgewendet.

Wirtschaftsprüfung

Volkswirtschaften und Kapitalmärkte sind auf verlässliche Informationen angewiesen, um fundierte Investitionsentscheidungen zu treffen. Asymmetrische Informationsverteilungen beeinträchtigen das Funktionieren der Märkte. Deshalb sind verlässliche Daten für diverse Stakeholder eines Unternehmens wichtig, um informierte Entscheidungen treffen zu können. Als Wirtschaftsprüfer:innen verringern wir diese Informationsasymmetrien durch unsere Prüfungsleistungen, schaffen Vertrauen in Finanz- und Nachhaltigkeitsberichterstattung und fördern die Funktionsfähigkeit der Märkte.

Steuer- und Rechtsberatung

Um Aufgaben zum Gemeinwohl zu finanzieren, erhebt der Staat Steuern, die als wichtigste Einnahmequelle auch ein Standort- und Wettbewerbsfaktor sind. Die Steuerberater:innen von PwC unterstützen Steuerpflichtige bei der Erfüllung ihrer steuerlichen Pflichten und tragen zu einer fairen Besteuerung bei. Wir folgen dem Tax Code of Conduct für eine faire und ausgewogene Steuerberatung, und liefern effektive Lösungen für rechtliche Fragestellungen und vertreten die Rechte unserer Mandanten gegenüber den Behörden. Unser Expert:innenwissen stärkt die Weiterentwicklung des Rechtssystems und Funktionsfähigkeit des Rechtsstaats.

Unternehmensberatung

Wir helfen Unternehmen, sich an regulatorische und technologische Veränderungen anzupassen und wettbewerbsfähig zu bleiben. Als Berater:innen fungieren wir als Bindeglieder zwischen verschiedenen Regularien, Technologien und Wirtschaftsbeziehungen. Wir fördern die Anpassungsfähigkeit und Nachhaltigkeit von Unternehmen, was zu Wirtschaftswachstum und dem Erhalt von Arbeitsplätzen beiträgt.

Digital Factory

Wir begegnen den komplexen Herausforderungen unserer Zeit durch den Einsatz vielfältiger Talente und wegweisender Technologie. Ein Beispiel dafür ist unsere „Digital Factory“, in der Fachkräfte aus verschiedenen Disziplinen gemeinsam mithilfe moderner Technologien wie Künstlicher Intelligenz, Robotic Process Automation und Virtual Reality skalierbare Lösungen entwickeln, die sowohl bei unseren Kunden als auch bei PwC Anwendung finden.

Sustainability-Plattform

Unsere Sustainability-Plattform vereint Expert:innen verschiedener Fachbereiche rund um das Thema Nachhaltigkeitsmanagement und -reporting. Wir unterstützen unsere Kunden einerseits bei den aktuellen Herausforderungen der Nachhaltigkeitsberichterstattung aber auch bei Transformationsprozessen und der Integration von Nachhaltigkeit im gesamten Unternehmen. So fördern wir nachhaltige Geschäftspraktiken und -strategien.

Arbeit in Verbänden und Interessensvertretungen, Thought-Leadership

Das PwC-Netzwerk wie auch PwC Österreich sind in einer Reihe von Verbänden und Interessengruppen tätig – viele davon mit einem Bezug zu Nachhaltigkeitsthemen. Dazu gehören u. a. CSR Europe, World Business Council for Sustainable Development, World Economic Forum, CSRCircle, CEOs for future, WEconomy, Institut Österreichischer Wirtschaftsprüfer:innen und die Kammer der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen.

PwC Österreich unterstützt wissenschaftliche Forschung an Hochschulen finanziell, aber auch in der Lehre. Unsere Expert:innen unterrichten als Lektor:innen an verschiedenen Universitäten und Fachhochschulen sowie an Bildungseinrichtungen, wie dem Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI), dem Berufsförderungsinstitut (Bfi) und der Akademie der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen (ASW). PwC-Mitarbeiter:innen werden für Vorträge und Seminare an Universitäten und Hochschulen freigestellt, sowie bei der Erstellung von Studien und Fachartikeln zu betriebs-, finanz- und volkswirtschaftlichen Entwicklungen sowie zu steuerlichen, wirtschaftlichen und nachhaltigkeitsbezogenen Fragen unterstützt. 

Neben unserer Mitarbeit in Verbänden und anderen Gruppen, tragen wir durch eine Vielzahl an Publikationen und Studien zum wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Diskurs bei. Beispiele für unsere Beiträge in Bezug auf Nachhaltigkeitsthemen im Geschäftsjahr 2025 sind unter anderem der Net Zero Economy Index, unser ESG-Performance-Ranking, die Gehaltsfairness-Studie oder auch die jährlich erscheinende Studie zu internationaler Steuertransparenz.

Kontakt

Rudolf Krickl

Rudolf Krickl

Territory Senior Partner/CEO, PwC Austria

Thomas Steinbauer

Thomas Steinbauer

Partner & Corporate Sustainability Leader, PwC Austria

Anna Kraus

Anna Kraus

Senior Managerin, PwC Austria

Tel: +43 699 101 505 54

Lukas Stieger

Lukas Stieger

Corporate Communications, PwC Austria

Folgen Sie uns