Ob digitale Transformation oder Klimakrise, instabile geopolitische Verhältnisse oder Entwicklungen im Bereich Künstliche Intelligenz: Die Rahmenbedingungen für Unternehmen, Regierungen und Menschen verändern sich in atemberaubendem Tempo und verlangen ein rasches, entschlossenes Handeln. Als Wirtschaftsprüfer, Steuer- und Unternehmensberater sehen wir es als unsere Aufgabe, Vertrauen in all diese Veränderungen zu schaffen und die dafür nötigen Transformationsprozesse in Wirtschaft und Gesellschaft positiv mitzugestalten.
Bei PwC Österreich setzen wir dieses Vorhaben mit über 1.400 Kolleg:innen und 64 Partner:innen um. Unser Ziel ist es, nachhaltige Ergebnisse zu erzielen und zu einer gerechten Zukunft beizutragen – für unsere Kunden und unsere Mitarbeiter:innen, für unsere Stakeholder, für Unternehmen sowie für die Gesellschaft. Nachhaltigkeit bedeutet für uns dabei nicht nur den Schutz von Umwelt und Ressourcen, sondern auch die Förderung von sozialer Teilhabe, Chancengleichheit und verantwortungsvollem Wirtschaften.
In den nachfolgenden Kapiteln zeigen wir transparent, welche konkreten Maßnahmen und Initiativen wir im vergangenen Wirtschaftsjahr in den Bereichen Klimaschutz, Governance und Gesellschaft sowie für unsere Mitarbeiter:innen umgesetzt haben. Ob bei vergangenen oder künftigen Maßnahmen: Wir orientieren uns stets an klaren Zielen, messbaren Fortschritten und werden angeleitet von unserem Purpose, unserer Unternehmenskultur und unseren Werten.
Wir freuen uns sehr, Ihnen hier die Fortschritte bei PwC Österreich im Bereich Nachhaltigkeit vorzustellen und Ihnen zu zeigen, was wir im Geschäftsjahr 2025 (01.07.2024 – 30.06.2025) erreichen konnten.
Unser Ziel bei PwC Österreich ist es, einen positiven Beitrag für die Gesellschaft zu leisten und unsere Verantwortung für eine nachhaltige Zukunft wahrzunehmen. Wir unterstützen unsere Kunden bei dem Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise und setzen auch in unserem eigenen Geschäftsbetrieb auf zukunftsweisende Lösungen. Dabei stehen wir für:
Nachhaltiges Wirtschaftswachstum, das vom Ressourcenverbrauch entkoppelt ist, und eine Wohlstandsmessung, die neben finanziellen auch soziale und ökologische Faktoren berücksichtigt.
Ganzheitliche Verantwortung, die ökologische, technologische und soziale Aspekte integriert und die Wechselwirkungen dieser Bereiche umfassend einbezieht.
Kollektive Lösungen, sodass Unternehmen, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft gemeinsam eine nachhaltige Wirtschafts- und Lebensweise gestalten können.
Bewusstsein für den Einfluss des Menschen auf die Biosphäre und die Erkenntnis, dass unsere Abhängigkeit von der Stabilität und den Kreisläufen der Natur zentral für unsere Zukunft ist.
Zur Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie bekennen wir uns zu international anerkannten Rahmenwerken:
Das PwC Netzwerk hat bereits im Jahr 2002 den UN Global Compact unterschrieben und sich zur Einhaltung seiner zehn Prinzipien für eine inklusive und nachhaltige Weltwirtschaft verpflichtet. Auch PwC Österreich orientiert sich an diesen universellen Prinzipien zu Menschenrechten, menschenwürdigen Arbeitsbedingen, Umweltschutz und Antikorruption.
Inspiriert vom UN Global Compact wollen wir einen sichtbaren Beitrag zur Erfüllung der 17 Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen leisten.
Unsere Klima- und Umweltstrategie orientiert sich an den Zielen des Pariser Klimaschutzübereinkommens.
Wir bekennen uns zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen und setzen diese in all unseren Geschäftstätigkeiten um.
In unserem Geschäftsbetrieb und unserer Lieferkette folgen wir den vier Grundprinzipien der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und den acht Kernarbeitsnormen.
Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil unseres Unternehmens und prägt unser Handeln bei PwC Österreich. Deshalb ist unser Corporate Sustainability Management direkt dem CEO und Territory Senior Partner zugeordnet.
Die Umsetzung der Maßnahmen liegt für den Bereich Net Zero und Klimaschutz in der Verantwortung unseres Chief Operations Officers, der zeitgleich unser interner Corporate Sustainability Leader ist und das Corporate Sustainability Team leitet. Der Bereich “Unsere Mitarbeiter:innen” wird von der Human Capital Partnerin verantwortet. Die Zuständigkeiten unserer Governance verteilen sich auf den Risk & Quality Leader, die Ethics and Business Conduct Leaderin, die ebenfalls unsere Partnerin Responsible for Independence ist, sowie auf den Chief Data Officer.
Das Corporate Sustainability Team arbeitet eng mit den relevanten Fachabteilungen zusammen und übernimmt die Vernetzung und Abstimmung mit internen und externen Stakeholdern, die unternehmensweite Anpassung an anerkannte Nachhaltigkeitsstandards sowie die interne und externe Berichterstattung.
Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist die aktive Einbindung unserer Mitarbeiter:innen durch regelmäßige Dialoge, Umfragen und Veranstaltungen. ESG-relevante Inhalte sind fester Bestandteil des verpflichtenden Compliance-Trainings für alle Mitarbeiter:innen. Zudem fördern wir das Nachhaltigkeitsbewusstsein durch gezielte ESG-Weiterbildungsangebote. Damit unterstützen wir unsere Mitarbeiter:innen nicht nur beruflich, sondern auch dabei dieses Wissen in ihrem privaten Umfeld anzuwenden.
Klimakatastrophen treffen infolge des Klimawandels in Österreich und weltweit immer häufiger und intensiver auf – ein Weckruf für die Dringlichkeit konsequenten Handelns. Die Natur bildet eine unverzichtbare Grundlage für Leben und Handeln. Gleichzeitig reichen die globalen Klimaschutzmaßnahmen bislang nicht aus, um die Erderwärmung wirksam zu begrenzen. In diesem Kapitel stellen wir dar, wie PwC Österreich das Thema Klimaschutz strategisch angeht und mit dem Fokus auf Emissionsreduktion seinen Beitrag leistet.
Uns ist bewusst, dass die Risiken und Chancen des Klimawandels unseren Geschäftsbetrieb auf unterschiedliche Weisen beeinflussen werden. Wir haben diesen zukünftigen Einfluss in die folgenden Bereiche unterteilt: Unsere eigene Infrastruktur, unseren Geschäftsbetrieb, sowie unsere Kunden und die Beziehungen zu ihnen. Diese Unterteilung der Auswirkungen des Klimawandels ist von strategischer Bedeutung. Hierdurch können wir die bevorstehenden Herausforderungen besser verstehen und mit geeigneten Maßnahmen reagieren.
Ein wichtiges Merkmal des Klimawandels ist jedoch die Unsicherheit, die ihn begleitet. Wir haben die potenziellen Auswirkungen des Klimawandels in verschiedenen Erderwärmungsszenarien untersucht und bewertet.
1,5°C-Szenario des Pariser Abkommens
4,0°C-Szenario
Dabei haben wir berücksichtigt, wie sich potenzielle Risiken und Chancen jeweils kurz-, mittel- und langfristig (0-1 Jahre, 1-5 Jahre und 5+ Jahre) entwickeln können.
Das 4°C-Szenario birgt größere physische Risiken für Vermögenswerte aufgrund der Häufung von extremen Wetterereignissen, während das Szenario des Pariser Abkommens kurz- bis mittelfristig größere transitorische Risiken mit sich bringt. Letzteres deshalb, weil sämtliche Prozesse, Märkte und Regulierungen auf eine kohlenstoffarme Wirtschaft ausgerichtet werden müssen. Beide Szenarien bergen potenzielle Risiken und Chancen – sowohl für unsere Geschäftstätigkeit als auch für die Dienstleistungen, die wir für unsere Kunden bereitstellen.
Wir unterscheiden unsere klimabedingten Risiken und Chancen in physische Risiken und in transitorische Risiken:
In der folgenden Tabelle zeigen wir Ihnen identifizierte potenzielle Risiken und Chancen:
| Szenario gemäß Pariser Abkommen –1.5°C | Risiken und Chancen, die in beiden Szenarien enthalten sind | 4.0°C Szenario |
|---|---|---|
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Einen tiefergehenden Einblick in die physischen Risiken und Chancen sowie über die Risiken und Chancen der Transition, deren Wirkungsweise und Zeithorizont sowie unsere entsprechenden Anpassungsmaßnahmen finden Sie in dieser Übersicht.
Als Dienstleistungsunternehmen resultieren unsere CO₂-Emissionen aus unserer IT- und Gebäudeinfrastruktur, aus unseren Geschäftsreisen, sowie aus den Produkten, die wir für die Erbringung unserer Dienstleistungen benötigen, und den zusätzlichen Service-Dienstleistungen, die wir beziehen.
Im September 2020 kündigte das PwC-Netzwerk ein globales Engagement für Netto-Null-Treibhausgasemissionen an, mit kurzfristigen, wissenschaftlich basierten Zielen für 2030. Im Juli 2021 wurden diese kurzfristigen Emissionsreduktionsziele unabhängig von der Science Based Targets Initiative (SBTi) validiert. Im November 2024 setzte das PwC-Netzwerk langfristige wissenschaftlich basierte Ziele für 2050, die ebenfalls unabhängig von der SBTi validiert wurden. Das Engagement orientiert sich an einem 1,5-Grad-Szenario, wie es im Pariser Abkommen festgelegt ist, das darauf abzielt, die Risiken und Auswirkungen des Klimawandels deutlich zu reduzieren.
Das PwC-Netzwerk hat für alle Mitgliedsgesellschaften verbindliche Ziele zur Reduktion der Treibhausgasemissionen festgelegt. Diese Ziele haben wir bei PwC Österreich übernommen. Wir haben uns zu folgendem verpflichtet:
Gesamtziel Netto-Null: Bis zum Geschäftsjahr 2050 Netto-Null-Treibhausgasemissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu erreichen.
Langfristiges Ziel: Absolute Emissionen der Scope 1, 2 und 3 um 90 % gegenüber dem Geschäftsjahr 2019 bis zum Geschäftsjahr 2050 zu reduzieren.
Kurzfristige Ziele:
Absolute Emissionen der Scope 1 und 2 bis zum Geschäftsjahr 2030 um 50 % gegenüber dem Geschäftsjahr 2019 zu reduzieren.
Umstieg auf 100 % erneuerbare Elektrizität in allen PwC-Netzwerkfirmen bis zum Geschäftsjahr 2030.
Absolute Emissionen aus Geschäftsreisen bis zum Geschäftsjahr 2030 um 50 % gegenüber dem Geschäftsjahr 2019 zu reduzieren.
50 % der Lieferanten für erworbene Waren und Dienstleistungen im Netzwerk (bezogen auf Emissionen) bis zum Geschäftsjahr 2025 dazu zu bringen, wissenschaftlich basierte Ziele für die Reduktion ihrer eigenen Klimaauswirkungen zu setzen.
Darüber hinaus wird das PwC-Netzwerk weiterhin jene Scope 1, 2 und Scope 3 Emissionen aus Geschäftsreisen kompensieren, die heute nicht reduziert werden können, durch den Kauf hochwertiger CO₂-Zertifikate, und plant, unser gemeinsames Portfolio an CO₂-Zertifikaten ab dem Geschäftsjahr 2030 vollständig auf CO₂-Entnahmen umzustellen. Die verfügbaren Optionen und Marktmechanismen zur Umsetzung werden regelmäßig überprüft. Um Netto-Null zu erreichen, verpflichtet sich PwC, verbleibende Emissionen bis zum Geschäftsjahr 2050 zu neutralisieren.
Über die umgesetzten Maßnahmen innerhalb des PwC-Netzwerks und bei den einzelnen Netzwerkgesellschaften sowie über die erreichten Kennzahlen zu THG-Emissionen berichtet das PwC-Netzwerk jährlich an das Carbon Disclosure Project (CDP).
Aktuelle Bewertung: Das PwC-Netzwerk wird derzeit mit der Note „A-“ eingestuft – ein Beleg für den Fortschritt und Rolle in der Klimaberichterstattung.
| FY 24 | FY 25 | |
|---|---|---|
| Stromverbrauch in MWh | 1.613 | 1.903 |
| Anteil Strom aus erneuerbaren Energiequellen | 100 % | 100 % |
| Wärmeverbrauch in MWh | 2.033 | 1.956 |
| Gesamtenergieverbrauch | 3.646 | 3.859 |
| In t CO2-e | Basisjahr (FY19) | Vorjahr (FY24) | FY25 | Veränderung Vorjahr | Veränderung FY19 |
|---|---|---|---|---|---|
| Scope 1 (Fuhrpark) | 532 | 477 | 347 | -27 % | Scope 1 + Scope 2 marktbasiert -40 % (Ziel bis 2030: -50 %) |
| Scope 2 (indirekte Emissionen Strom und Wärme) | |||||
| Marktbasiert | 127 | 54 | 49 | -9 % | |
| Standortbasiert | 597 | 517 | 540 | +5 % | |
| Scope 3 | |||||
| Scope 3.1 (eingekaufte Güter und Dienstleistungen) | 4.548 | 5.764 | 6.071 | +5 % | |
| Scope 3.2 (Kapitalgüter) | 139 | 206 | 212 | +3 % | |
| Scope 3.3 (Tätigkeiten im Zusammenhang mit Brennstofften und Energie, die nicht Teil von Scope 1 oder 2 sind) | 250 | 220 | 201 | -9 % | |
| Scope 3.6 (Geschäftsreisen) | 1.453 | 466 | 311 | -33 % | -79 % (Ziel bis 2030: -50 %) |
| Scope 3.7 (Pendeln und Remote Work der Mitarbeiter:innen) | n/a | n/a | 352 | ||
Zur Ermittlung und Berechnung unserer Treibhausgasemissionen in der oben dargestellten Tabelle haben wir die Methodik des Greenhouse Gas Protocol Accounting Standard angewendet und diese in CO2-Äquivalenten dargestellt. Die Berechnung enthält Brutto-Werte und berücksichtigt keine Kompensationen oder ähnliches und umfasst Daten unserer Standorte in Wien, Linz, Salzburg, Graz und Klagenfurt.
Zum Stichtag 30. Juni 2025 beschäftigte PwC Österreich 1.458 Mitarbeiter:innen (Kopfzahl; Vorjahr: 1.424) an fünf Standorten: Wien, Linz, Salzburg, Graz und Klagenfurt. Der Großteil – knapp 88 % – arbeitet in unserem Wiener Büro.
| FY 23 | FY 24 | FY 25 | |
|---|---|---|---|
| Anzahl Mitarbeiter:innen (Kopfzahl) | 1.363 | 1.424 | 1.458 |
| davon Frauen | 722 (53 %) | 712 (50 %) | 759 (51 %) |
| davon Männer | 641 (47 %) | 712 (50 %) | 729 (49 %) |
| Alter unter 30 Jahre | 613 (45 %) | 627 (44 %) | 640 (43 %) |
| Alter zwischen 30 und 50 Jahren | 641 (47 %) | 684 (48 %) | 729 (49 %) |
| Alter über 50 Jahren | 109 (8 %) | 114 (8 %) | 119 (8 %) |
Unser Fokus liegt auf langfristigen Beschäftigungsverhältnissen, weshalb etwa 95 % unserer Mitarbeiter:innen (zum Stichtag 30.6.2025) über einen unbefristeten Arbeitsvertrag verfügen (51% davon weibliche Mitarbeiterinnen und 49% männlich). Befristete Verträge (etwa 5%, davon 55% Frauen und 45% Männer) betreffen vor allem Praktikant:innen. Die Anzahl unserer Praktikant:innen variiert über den Verlauf des Geschäftsjahres deutlich, da auch unsere Arbeitsauslastung saisonal schwankt. Praktikant:innen werden vermehrt während Phasen mit erhöhtem Arbeitsaufkommen eingesetzt. Sie übernehmen oft vergleichbare Aufgaben wie unsere unbefristet angestellten Berufseinsteiger:innen. Durchschnittlich wurden im FY25 67 Praktikant:innen bei uns beschäftigt.
Alle Mitarbeiter:innen von PwC Österreich (100%) sind durch einen Kollektivvertrag erfasst. Zusätzlich arbeitet PwC bei speziellen Projekten oder für ausgewählte Aufgaben mit Freelancern auf einer Werkvertragsbasis zusammen.
PwC bietet ein vielfältiges Angebot an Arbeitszeitmodellen, um den unterschiedlichen Bedürfnissen unserer Belegschaft gerecht zu werden. Derzeit arbeiten 69,1 % der Mitarbeiter:innen in Vollzeit und 30,9 % in Teilzeit – ein Trend zu mehr Teilzeitbeschäftigung, der sich kontinuierlich fortsetzt (Vorjahr: 29,9 %, davor: 28,2 %).
| FY 23 | FY 24 | FY 25 | |
|---|---|---|---|
| Vollzeit in % aller Mitarbeiter:innen | 1.018 (72 %) | 1.021 (70 %) | 1.012 (69 %) |
| davon Frauen | 692 (49 %) | 661 (45 %) | 665 (46 %) |
| davon Männer | 725 (51 %) | 795 (55 %) | 793 (54 %) |
| Teilzeit in % aller Mitarbeiter:innen | 399 (28 %) | 436 (30 %) | 446 (31 %) |
| davon Frauen | 894 (63 %) | 897 (62 %) | 935 (64 %) |
| davon Männer | 522 (37 %) | 559 (38 %) | 523 (36 %) |
Die Fluktuationsrate (ohne Praktikant:innen), gemessen an der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr 2025, lag bei 21,4 % (Vorjahr: 21,9%), und blieb damit im Vergleich zum Vorjahr weitgehend stabil. Neu eingetreten und bis zum Bilanzstichtag noch aktiv im Unternehmen beschäftigt sind im FY25 308 Personen (Vorjahr: 352). Hiervon entfielen 51,6% auf Frauen und 48,4% auf Männer.
Als Dienstleistungsunternehmen sind unsere Mitarbeiter:innen unser Herzstück und unsere wichtigsten Stakeholder. Ihre Zufriedenheit und Entwicklung liegen uns deshalb besonders am Herzen.
Das PwC-Netzwerk führt jedes Jahr eine globale Mitarbeiter:innen-Befragung, die Global People Survey, durch, um von allen Mitarbeiter:innen Feedback einzuholen, herauszufinden wo Verbesserungsbedarf besteht und was bereits gut funktioniert. Die lokalen Ergebnisse dieser Umfrage bilden auch für PwC Österreich ein wichtiges Steuerungsinstrument.
Insgesamt besteht die Befragung aus 5 Kategorien und 38 Fragen. 90% (Vorjahr: 88 %) unserer Mitarbeiter:innen haben im Berichtsjahr an unserer Global People Survey teilgenommen – ein neuer Bestwert. Unsere Leit-Indizes People Engagement Index, Intent to stay und Inclusion Index sind im Vergleich zum Vorjahr abteilungsübergreifend betrachtet konstant geblieben. Etwaige negative Entwicklungen in einzelnen Abteilungen (Service-Lines) werden im Rahmen von Workshops besprochen und mit einer Maßnahmenplanung für die betroffenen jeweiligen Teams und Abteilungen gemeinsam mit unseren Kolleg:innen aus Human Capital bearbeitet.
Den größten Verbesserungsbedarf sehen unsere Mitarbeiter:innen unternehmensübergreifend in den Bereichen Kompensation, Arbeitsbelastung und Work-Life-Balance. Dieses Feedback ist teilweise darauf zurückzuführen, dass die Nachfrage nach unseren Leistungen nicht gleichmäßig über das Jahr verteilt ist und es dadurch zu Belastungsspitzen kommen kann, die nicht immer in vollem Umfang abgefedert werden können. Die unten angeführten Initiativen stellen beispielhaft dar, wie wir auf das erhaltene Feedback reagieren.
Ausgewählte Initiativen umfassen eine Standardisierung der Einstiegsgehälter je Grade über das gesamte Unternehmen hinweg sowie eine Analyse von Funktionsbeschreibungen, der weitere Ausbau von Karrierewegen und Programme zum Thema Mental Health.
Besonders zufrieden sind unsere Mitarbeiter:innen mit dem inklusiven Arbeitsumfeld, den gegebenen Entwicklungsmöglichkeiten und der gelebten Unternehmenskultur. Diese Stärken wollen wir in den nächsten Jahren nicht nur halten sondern ebenfalls weiter ausbauen.
Diversität bedeutet für uns die Anerkennung und Wertschätzung der unterschiedlichen Merkmale unserer Belegschaft, sei es in Bezug auf Geschlechtsidentität, Alter, Herkunft, Hautfarbe, kulturellen Hintergrund, geistige und körperliche Fähigkeiten oder sexuelle Identität. Als Professional Services Unternehmen, das bestrebt ist, für jedes Problem die optimalen individuellen Lösungen zu finden, sehen wir Vielfalt als einen unserer größten Vorteile an.
Inklusion verstehen wir als die Förderung einer Unternehmenskultur bei PwC Österreich, in der sich jeder geschätzt und willkommen fühlt und seine individuellen Eigenschaften innerhalb unseres Netzwerks optimal entfalten kann.
Unsere Belegschaft in Österreich umfasst mehr als 1.400 Mitarbeiter:innen aus 53 verschiedenen Nationen. Bei der Anwerbung von Mitarbeiter:innen gibt es keine Unterscheidung basierend auf der Herkunft oder anderen Diversitätsmerkmalen. Der Großteil unserer Mitarbeiter:innen, wie auch unserer Führungskräfte, besitzt jedoch die österreichische Staatsbürgerschaft.
Der Inclusion Index unserer Mitarbeiterbefragung erfasst, wie stark Mitarbeiter:innen sich am Arbeitsplatz eingebunden, gehört und akzeptiert fühlen – insbesondere im Hinblick auf offene Meinungsäußerung, inklusive Führung und ein wertschätzendes, vielfältiges Teamumfeld. Der Index hat dieses Jahr einen Wert von 78% erreich (Vorjahr: 74%). Die leichte Verbesserung sehen wir als Indikator, dass unsere Maßnahmen in die richtige Richtung gehen.
In Österreich sind Mitarbeiter:innen gesetzlich bereits gegen Einkommensverluste aus Arbeitsunfällen, Krankheit, Invalidität, Arbeitslosigkeit, Karenz oder Pension abgesichert. Sozialer Schutz besteht somit für 100 % der Mitarbeiter:innen von PwC Österreich. Zusätzlich wird für unbefristet angestellte Mitarbeiter:innen eine kollektive Freizeit-Unfall-Versicherung abgeschlossen.
Neben der physischen Gefährdung am Arbeitsplatz oder auf dem Arbeitsweg ist die Gefahr psychischer Krankheiten oder Beschwerden jedoch nicht zu vernachlässigen.
Die Erfassung einer arbeitsbedingten psychischen Erkrankung wie beispielsweise Erschöpfungszustände, Burnout, Depressionen oder Angststörungen ist gesetzlich in Österreich nicht erlaubt. Daher können wir nicht erheben, ob und wie viele unserer Mitarbeiter:innen aus psychischen Gründen nicht arbeitsfähig sind.
Die moderne Arbeitswelt ist vielfältig und dynamisch, was sie für unsere Mitarbeiter:innen auch zu einer Bewährungsprobe machen kann. Dies kann sich negativ auf das Wohlbefinden auswirken. Unsere mentale Gesundheit ist jedoch ein wichtiges Asset, um leistungsfähig und motiviert zu bleiben. In der Prüfungs- und Beratungsbranche, die teilweise viel Flexibilität und Agilität benötigt, ist die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben eine Herausforderung.
Dies spiegelt sich auch in der Rückmeldung unserer Mitarbeitenden in unserer jährlichen Umfrage wider. Fragen betreffend des täglichen Arbeitspensums und der Vereinbarkeit eines gesunden Lebensstils mit beruflicher Ambition erhalten verhältnismäßig wenig positive Rückmeldungen in unserer jährlichen Mitarbeitendenbefragung. Zwar liegen auch hier die Zustimmungswerte über 50%, sie kommen aber beispielsweise nicht an unseren Leitindex, den People Engagement Index (78%) heran.
Zusätzlich besteht die Herausforderung des aktuellen Arbeitsmarkts darin ausreichend qualifizierte zusätzliche Kolleg:innen für unsere Mitarbeter:innen zu rekrutieren um die Arbeitsbelastung besser zu verteilen.
Wir investieren unternehmensweit in Technologien, wie beispielsweise die Nutzung von Künstlicher Intelligenz, die ein effizienteres Arbeiten ermöglichen und mittelfristig unsere Mitarbeiter:innen entlasten sollen.
Nachfolgend geben wir einen Überblick über unsere bislang umgesetzten Initiativen, mit denen wir die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Mitarbeiter:innen fördern wollen. Diese werden kontinuierlich ausgebaut, um die Bedürfnisse unserer Mitarbeiter:innen besser abzudecken.
Unsere Ziele und Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf werden regelmäßig im Rahmen des Zertifikats „berufundfamilie“ überprüft (zuletzt im Geschäftsjahr 2023, Zertifikatsgültigkeit beträgt 4 Jahre).
Die individuelle fachliche und persönliche Entwicklung unserer Mitarbeiter:innen hat für PwC Österreich einen hohen Stellenwert. Um unseren Purpose und strategische Vision zu erreichen und unsere Werte zu demonstrieren, statten wir Mitarbeiter:innen mit relevanten Fähigkeiten und Kompetenzen aus.
Die unternehmensweiten Learning & Development-Angebote helfen unseren Mitarbeitenden ihre Entwicklungsziele zu erreichen, indem eine breite Palette von Lernmöglichkeiten zur Verfügung gestellt wird. Diese umfassenden Präsenztrainings, E-Learnings und andere selbstgesteuerte Lernmodule, decken alle Dimensionen des „Evolved PwC Professional” – unserem Rahmenwerk für eine verhaltensorientierte Kompetenzentwicklung – ab.
Unser “Bringing our culture to life”-Ansatz ermöglicht es unseren Mitarbeiter:innen und unserer Partnerschaft gezielt ihre Kompetenzen und Fähigkeiten auszubauen und agil auf sich ändernde Anforderungen zu reagieren.
Berücksichtigt man nur die intern von PwC zur Verfügung gestellten Trainings (verpflichtend und freiwillig), dann haben unsere Mitarbeiterinnen im Geschäftsjahr 2025 durchschnittlich 34,5 Trainingsstunden absolviert (Vorjahr: 35 Stunden). Inkludiert man Trainingseinheiten von externen Anbietern, waren es durchschnittlich knapp 40 Trainingsstunden. Der Unterschied zwischen den durchschnittlichen Trainingsstunden unserer weiblichen zu den männlichen Mitarbeiter:innen beträgt 2 Stunden für rein interne Schulungen (W 35h, M 33h) und 0,3 Stunden wenn die externe Schulungen berücksichtigt werden. Alle Mitarbeiter:innen (100%) haben im Geschäftsjahr 2025 mindestens eine interne Schulung absolviert.
Der Rückgang unserer durchschnittlichen Trainingsstunden im Vergleich zum Vorjahr hat mehrere Gründe, lässt sich aber überwiegend damit erklären, dass wir Anstrengungen unternommen haben unsere Schulungen effizienter zu gestalten, und Zielgruppen für einzelne Schulungsmaßnahmen neu definiert haben.
Es ist uns wichtig, dass unsere verpflichtenden Online-Schulungen die notwendige Aufmerksamkeit erhalten und unsere Mitarbeiter:innen den intendierten Mehrwert aus diesen Schulungen generieren können. Deshalb haben wir im Geschäftsjahr 2025 Prozesse erweitert, die Auffälligkeiten bei der Schulungsteilnahme identifizieren.
Es gibt halbjährlich persönliche Gespräche für Feedback, zur Karriereplanung und das persönliche Wachstum unserer Mitarbeiter:innen. Diese Gespräche finden mit den jeweiligen Career Coaches statt. Für laufendes Feedback bzw Feedback nach Beendigung eines gemeinsamen Projektes hat jede:r Mitarbeiter:in die Möglichkeit, über einTool Rückmeldung von Kolleg:innen in höheren, gleichen oder niedrigeren Grades selbständig einzuholen.
Entscheidungen zur Bewertung und Beförderung basieren auf standardisierten Kriterien, die auf die jeweiligen Karrierestufen und Abteilungen abgestimmt sind.
Durch die Einführung von verschiedenen Karrierewegen sollen Chancen für persönliches Wachstum entsprechend den individuellen Fähigkeiten, Interessen und Karrierezielen ermöglicht werden. Nach einer Orientierungsphase (Grades Specialist, Associate und Senior Associate) können sich Mitarbeiter:innen ab dem Grade Manager in ihren Tätigkeiten und Aufgabenbereichen fokussieren und spezialisieren.
PwC verfügt über zwei gesellschaftsrechtliche Organe: den Aufsichtsrat und die Geschäftsführung, die beide als "Leitungsorgan" gemäß der Definition der Global Reporting Initiative (GRI) gelten. Da die Kompetenzverteilung zwischen Aufsichtsrat und Geschäftsführung durch die gesellschaftsrechtlichen Vorgaben bestimmt wird, werden beide Gremien in den folgenden Angaben separat betrachtet.
Der Aufsichtsrat ist für die Überwachung der Geschäftsführung zuständig und besteht aus drei Mitgliedern. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats sind ehemalige Partner, die keine Führungsrolle mehr bei PwC Österreich innehaben. Die Funktionsperiode des aktuellen Aufsichtsrats begann mit Wirtschaftsjahr 2022/2023 und endet mit Wirtschaftsjahr 2026/2027. Es wurden keine Ausschüsse durch den Aufsichtsrat gebildet. Mitglieder des Aufsichtsrats dürfen nicht zugleich der Geschäftsführung von PwC Österreich angehören.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats handeln in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Anforderungen in ihre Unabhängigkeit. Sie agieren weisungsfrei und sind Dritten gegenüber zur Verschwiegenheit verpflichtet. Der Aufsichtsrat besteht ausschließlich aus Personen, die weder direkt noch indirekt Anteile an PwC besitzen. Alle Aufsichtsratsmitglieder sind männlich, es gibt aktuell keine Diversitätsvorgaben für dieses Organ. Alle drei Mitglieder bringen Expertise aus dem Bereich Rechnungslegung, Prüfung und Regulierung mit.
Die Vertretung der und die Zeichnung für die Gesellschaften von PwC Österreich erfolgt durch die 64 im Firmenbuch eingetragenen Geschäftsführer:innen. Die gesellschaftsübergreifende operative Leitung der PwC Österreich-Gruppe erfolgt durch das Territory Leadership Team (TLT). Der Territory Senior Partner (TSP) ist der Vorsitzende der Geschäftsführer:innen.
Das TLT setzte sich im Geschäftsjahr 2025 aus der Leitung der drei kundenbezogenen Abteilungen Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Rechtsberatung, und Unternehmensberatung, sowie aus der Leitung des internen Bereichs Markets, dem Chief Operating Officer (COO) und dem TSP zusammen und hatte eine Frauenquote von 33%. Eine explizite Diversitätsvorgabe gibt es nicht. Zur personellen Besetzung des TLT und Aufsichtsrates verweisen wir auf unseren Transparenzbericht.
Der TSP wird alle vier Jahre von den Partner:innen gewählt und ist ebenfalls Teil der Partnerschaft. Alle Partner:innen können sich für die Rolle als TSP bewerben. Die weiteren Mitglieder des TLT werden von dem TSP ernannt. Sie werden grundsätzlich für die gleiche Periode ernannt wie der TSP. Alle Mitglieder des TLT sind gleichzeitig Partner:innen von PwC Österreich und somit Führungskräfte im Unternehmen. Das TLT ist im Innenverhältnis von der Partnerschaft zur Entscheidungsfindung für den allgemeinen Geschäftsbetrieb legitimiert. Es verantwortet unter anderem die jährliche Nachhaltigkeitsberichterstattung.
Das TLT wurde im Geschäftsjahr 2025 durch unterschiedliche Bereiche und Funktionen unterstützt. Hierzu gehören unter anderem der Chief Finance Officer (CFO), die Partnerin für Human Capital, sowie der Risk and Quality Partner.
Innerhalb des TLT gibt es das Partner Approval Commitee, welches für die Aufnahme neuer Partner:innen zuständig ist, sowie das Partner Income Commitee, welches die Vergütung der Partner:innen überwacht. Beide Gremien bestehen aus dem TSP und den Leiter:innen der Abteilungen Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Rechtsberatung und Unternehmensberatung.
Die PwC interne Corporate Sustainability Organisation ist direkt dem TSP zugeordnet. Der Corporate Sustainability Lead, in Personalunion mit dem COO, unterstützt bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsaktivitäten und -strategien in Bezug auf Umwelt- und Klimathemen und informiert das TLT regelmäßig über relevante Entwicklungen und Veränderungen. Die Themen rund um unsere Mitarbeiter:innen werden unternehmensübergreifend von unserer Partnerin für Human Capital überwacht, und sind innerhalb der Führungsteams der jeweiligen Abteilungen ebenfalls einer:einem dezidierten Partner:in zugeordnet, der:die eng mit unserer Personalabteilung zusammenarbeitet. Verantwortlich für die Themen Compliance, Risk & Quality ist unser Risk Partner.
Die Leitung unserer Abteilung für Nachhaltigkeitsberatung oblag im Geschäftsjahr 2025 jener Partnerin, die gleichzeitig den Bereich Markets verantwortet, und erfolgt somit ebenfalls durch ein Mitglied des TLT. Darüber hinaus finden in regelmäßigen Abständen Schulungen und Informationsveranstaltungen statt, die unter anderem Nachhaltigkeitsthemen umfassen und auch von den Mitgliedern des TLT absolviert werden. So wird sichergestellt, dass die notwendigen Kenntnisse in Bezug auf Nachhaltigkeit auf Ebene des TLT ausreichend vorhanden sind.
Sowohl der TSP als auch das TLT und der Aufsichtsrat erhalten regelmäßig (quartalsweise bzw halbjährlich) - und bei Bedarf ad hoc – Informationen über die aktuellen Entwicklungen der internen und externen Unternehmensfunktionen. Sie werden auch über entdeckte Missstände informiert und erhalten außerdem eine Berichterstattung über interne wie externe Qualitätskontrollen als auch über die Entwicklung der Meldungen über die (interne und externe) Ethics-Helpline. Nachhaltigkeitsthemen und deren Management werden unter anderem als Teil der Geschäftsstrategie und des Risikomanagements von den beiden Leitungsorganen behandelt und diskutiert.
Das TLT wird im Innenverhältnis der Partnerschaft vom Country Oversight Board (COB) überwacht und bewertet. Die Mitglieder des COB sind ebenfalls Partner:innen von PwC und setzen sich aus zumindest einem Vertreter der Abteilungen Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Rechtsberatung, und Unternehmensberatung zusammen.
Unsere Risk & Quality Abteilung setzt sich intensiv mit den Anforderungen des globalen PwC-Netzwerks und den lokalen regulatorischen Anforderungen auseinander. Ziel ist es, abteilungsübergreifend Abweichungen aufzuzeigen sowie die Compliance mit den relevanten Vorgaben sicherzustellen und zu gewährleisten. Hierbei erfolgen regelmäßige Abstimmungen mit unserem kundenseitig arbeitenden Mitarbeiter:innen, unserer Rechtsabteilung sowie dem Independence- und Ethik-Team, um nachhaltige Verbesserungen zu implementieren.
Im Zuge unseres Enterprise Risk Managements werden Themen wie Nachhaltigkeit, Technologie, Compliance und weitere Themen evaluiert und berücksichtigt, und im nächsten Schritt Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet und umgesetzt. Es wird in allen Bereichen ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess aktiv verfolgt. Gewonnene Erkenntnisse werden nach allfälligen Abweichungen abgeleitet, um aus diesen zu lernen.
Eine ethische Unternehmenskultur ist für unser Unternehmen von größter Wichtigkeit. Mit Integrität handeln – Act with integrity – ist eine unserer Leitlinien bei PwC und in unserem Code of Conduct verankert. All unsere Mitarbeiter:innen müssen jährlich ein umfangreiches Ethics und Compliance Training absolvieren.
Ebenso gibt es verpflichtende Schulungen zu unseren Unternehmenswerten und unserem Code of Conduct für alle neuen Mitarbeiter. Außerdem ist das Thema Ethics ein Bestandteil unserer Trainings für neu beförderte Manager und Kolleg:innen, die auf dieser Position bei uns einsteigen. Neu beförderte Senior Manager, sowie alle die auf diesem oder einem höheren Grade einsteigen, müssen ebenfalls verpflichtend an einem „Ethics and Inclusive Leadership“ Workshop teilnehmen.
Durch unsere “Speak up”-Kultur wollen wir ein sicheres Umfeld schaffen, in dem unsere Mitarbeiter:innen vertrauensvoll und offen ihre Bedenken äußern können. Dafür stellen wir verschiedene niederschwellige Meldekanäle zur Verfügung, wobei unsere Mitarbeiter:innen die für sie am besten geeignete Möglichkeit frei wählen können. So können Beschwerden und sonstige Meldungen nicht nur über unsere Ethics-Helpline (die auch anonyme Meldungen und Kommunikation ermöglicht) eingebracht werden, sondern auch direkt bei unserem Ethics Team, unserem Risikomanagement, Human Capital, dem General Counsel oder bei einer unserer Führungskräfte. Unsere Ethics-Helpline steht im Übrigen auch unternehmensfremden Personen als Meldestelle für etwaige Bedenken betreffend unethisches Verhalten unserer Mitarbeiter:innen zur Verfügung.
Welcher Kanal auch gewählt wird, der Schutz der Person, die eine Meldung im guten Glauben abgegeben hat, steht an oberster Stelle. PwC Österreich nimmt jede Meldung ernst. Alle Meldungen werden von unserem Ethics Team, das aus Business Conduct Leader und Business Conduct Officer besteht, erfasst, im Detail überprüft, im Ethics Helpline und Case Management System dokumentiert und analysiert. Jede:r Mitarbeiter:in ist zur Mitwirkung an einer derartigen internen Untersuchung verpflichtet. Falls sich eine Anschuldigung als begründet erweist, werden auf Basis unseres PwC Accountability Frameworks Disziplinarmaßnahmen ausgesprochen. Im Geschäftsjahr 2025 reichten die Maßnahmen von Mitarbeitergesprächen über ergänzende Schulungen, Verwarnungen bis zur Beendigung des Dienstverhältnisses.
Die Fallbearbeitung erfolgt unter Leitung und Verantwortung unseres Business Conduct Leader unter größtmöglicher Vertraulichkeit, weswegen wir keine Zahlen bzw. Statistiken dazu veröffentlichen. Jeder eingegangenen Meldung wurde auch im Geschäftsjahr 2025 nachgegangen. Zudem werden regelmäßig (mindestens jährlich) Schulungen und Ressourcen bereitgestellt, um das Bewusstsein und die Bereitschaft zur offenen Kommunikation im Sinne unserer Speak-Up Kultur zu stärken. An diesen Schulungen sind alle unsere Mitarbeiter:innen verpflichtet teilzunehmen.
Im Geschäftsjahr 2025 haben wir unsere Kommunikation zum Bestehen, zur Funktionsweise und Vertraulichkeit innerhalb unserer „Speak up“-Kultur weiter ausgebaut. Dadurch konnten wir den Anteil der Mitarbeiter:innen steigern, die im Rahmen unserer jährlichen Mitarbeiterbefragung angegeben haben, dass sie nach ihrer Empfindung ethische Themen bei PwC offen ansprechen können. Die weitere Steigerung dieser Messzahl ist uns ein besonders Anliegen. Weitere Awareness- und Kommunikationsmaßnahmen sind für das nächste Geschäftsjahr deshalb schon vorgesehen.
Alle Betriebsstätten von PwC Österreich liegen im österreichischen Bundesgebiet und unterliegen der Prüfung durch die interne Revision. Diese untersucht anlassbezogen sowie im Rahmen von jährlichen Routinetätigkeiten auch Prozesse mit Bezug zu Korruptionsrisiken. Die Richtlinie für die Annahme und Gewährung von Einladungen und Geschenken (die als Richtline für Zuwendungen neu gefasst und per Juli 2025 ausgerollt wurde) ist über das Intranet allen Mitarbeiter:innen zugänglich.
Im Rahmen der jährlich verpflichtenden Compliance-Schulung sind unter anderem die Richtlinien und Verfahren zu Korruptionsbekämpfung Schulungsgegenstand. Alle Mitarbeiter:innen haben im Geschäftsjahr 2025 an einer Schulung zu Korruptionsbekämpfung teilgenommen. Im Berichtsjahr gab es keine bestätigten Korruptionsvorfälle.
Wir schätzen die Diversität unserer Mitarbeiter:innen als kompetitiven Vorteil. Diskriminierung hat deshalb bei PwC keinen Platz und wird nicht toleriert.
Im Berichtsjahr wurden keine Fälle von Diskriminierung gemeldet.
Sollten sich Anschuldigungen betreffend Diskriminierung als begründet erweisen, werden auf Basis unseres PwC Accountability Frameworks Disziplinarmaßnahmen ausgesprochen. Mögliche Disziplinarmaßnahmen sind unter anderem Verwarnungen, Bonus-Kürzungen oder die Beendigung von Dienstverhältnissen.
Es ist uns ein wesentliches Anliegen, ein sicheres Arbeitsumfeld für alle Mitarbeiter:innen zu schaffen. Wir dulden daher keine Diskriminierung, Mobbing, (sexuelle) Belästigung oder sonstiges respektloses Verhalten. Wir gehen allen gemeldeten Vorfällen konsequent nach und ahnden diese nach unserem Accountability Framework.
PwC Österreich verfolgt einen robusten und konsequenten Ansatz für den Umgang mit allen personenbezogenen Daten, der alle Mitarbeiter:innen miteinbezieht. Wir haben unser umfangreiches Complianceprogramm weiter ausgebaut und setzen uns dafür ein, gute Datenmanagementpraktiken in unserem gesamten Unternehmen zu verankern.
Wie in den Vorjahren wurden gegenüber Unternehmen der PwC Österreich Gruppe keine Geldbußen von der Datenschutzbehörde verhängt. Zum Stichtag 30. Juni 2025 (und darüber hinaus) sind auch keine Beschwerdeverfahren aufgrund von Verlust von Kundendaten anhängig.
Datenschutz ist Teil jährlicher Schulungen, die von allen Mitarbeiter:innen (100 %) absolviert werden müssen. Außerdem finden regelmäßige Awareness-Aktionen zu Datenschutz und Cyber-Security für unsere Mitarbeiter:innen statt.
Weitere Informationen zu unserer Informationssicherheit finden Sie in unserem Transparenzbericht.
Gemäß Art. 15 der Verordnung der Europäischen Union über digitale Dienste (Verordnung (EU) 2022/2065 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Oktober 2022 über einen Binnenmarkt für digitale Dienste und zur Änderung der Richtlinie 2000/31/EG; im Folgenden: DSA) sind wir verpflichtet, mindestens einmal jährlich Berichte über die durchgeführte Moderation von Inhalten öffentlich zur Verfügung zu stellen.
Entsprechend Art. 15 Abs. 1 DSA ist daher festzuhalten, dass im Berichtszeitraum vom 17. Februar 2024 bis zum 30. Juni 2025 keine Maßnahmen der Inhaltsmoderation vorgenommen wurden und keine behördlichen Anordnungen – einschließlich solcher nach Art. 9 und 10 DSA – im Berichtszeitraum bei PwC Österreich eingegangen sind. Ebenso wurden keine Meldungen gemäß Art. 16 DSA übermittelt und es fand keine eigeninitiierte Inhaltsmoderation statt. Darüber hinaus sind keine Beschwerden über interne Beschwerdemechanismen bei PwC Österreich eingegangen. Ein ausführlicher Transparenzbericht zur Erfüllung der Transparenzberichtspflichten nach Art. 15 DSA ist auf unserer Webseite zu finden.
Im Berichtsjahr wurden – wie in den Vorjahren – keine Rechtsverfahren aufgrund von wettbewerbswidrigem Verhalten, Kartell- und Monopolbildung geführt.
Unsere Kartellrecht-Richtlinie stellt für jede:n Mitarbeiter:in und Partner:in die Grundlagen für den Umgang mit Mitbewerbern vor. Allfälliges wettbewerbswidriges Verhalten würde auf Basis unseres PwC Accountability Framework sanktioniert werden.
Gemäß unseren berufsrechtlichen Anforderungen gelten strenge Regeln und Kontrollen zur Vermeidung von Interessenskonflikten für alle Mitarbeitende von PwC. So sind beispielsweise jegliche Nebentätigkeiten bekanntzugeben und genehmigungspflichtig. Außerdem sind Mitarbeiter:innen ab dem Grade Manager aus den Client-facing-Bereichen dazu verpflichtet finanzielle Beteiligungen in einer zentralen Datenbank bekannt zu geben und die Richtigkeit der Angaben in einer jährlichen Compliance Bestätigung zu verifizieren. Diese Anforderungen treffen auch auf Partner:innen zu.
Weitere Elemente unserer Qualitätssicherung und Unabhängigkeit sind einerseits die Überwachung, ob die Regelungen unseres Qualitätssicherungssystems eingehalten werden, und andererseits ein Set an Maßnahmen, wenn es zu Schwachstellen innerhalb des Systems oder zu Pflichtverletzungen durch Mitarbeiter:innen kommt. Dazu haben wir das oben beschriebene interne Beschwerdemanagementverfahren eingerichtet, über das Mitarbeiter:innen Sachverhalte melden können, die das Risiko einer Berufspflichtverletzung in sich bergen könnten. Des Weiteren muss die gesamte Belegschaft jährlich eine persönliche Unabhängigkeitserklärung (Annual Compliance Confirmation, ACC) abgeben.
Weitergehende Informationen zu Governance inklusive Sicherstellung der Unabhängigkeit bei PwC können unserem Transparenzbericht gemäß § 55 Abschlussprüfer-Aufsichtsgesetz (APAG) entnommen werden.
Insgesamt wurden keine signifikanten Bußgelder und nicht monetäre Sanktionen aufgrund der Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften in sozialen und wirtschaftlichen Bereichen über PwC Österreich verhängt.
Wir achten und unterstützen die international anerkannten Menschenrechte, vermeiden jegliche Verwicklung in Menschenrechtsverletzungen und halten die geltenden Arbeits- und Beschäftigungsgesetze ein. Dies wird nicht nur in unserem Code of Conduct (CoC) bzw. Third Party Code of Conduct (TPCoC) sowie in unserem veröffentlichtem Human Rights Statement festgehalten, sondern auch in der im Geschäftsjahr 2025 (intern) ausgerollten neuen Human Rights Policy.
Wir erwarten auch, dass unsere Geschäftspartner kontinuierlich Arbeitsbedingungen schaffen, die den international erklärten Menschenrechten und Standards entsprechen, einschließlich der Standards in der International Bill of Human Rights und den Prinzipien für Grundrechte, die in der Erklärung der International Labour Organisation (ILO) zu den Grundprinzipien und Grundrechten am Arbeitsplatz festgelegt sind. Dieser Anspruch ist Gegenstand unseres Third Party Code of Conduct, der von jedem unserer Lieferanten zu Vertragsbeginn bestätigt werden muss.
Wir führen jährlich eine menschenrechtliche Risikoabschätzung durch, die alle unsere Betriebsstätten umfasst. Das Thema Menschenrechte wird auch in unserer jährlichen Mitarbeiterschulung adressiert.
Bei PwC Österreich steht Transparenz in steuerlichen Angelegenheiten im Mittelpunkt. Unsere Steuerstrategie umfasst sowohl die steuerlichen Belange von PwC Österreich selbst als auch unsere Beziehungen zu Klienten und Geschäftspartnern.
Wir informieren unsere Stakeholder über unseren steuerlichen Ansatz, da wir dies als einen wesentlichen Beitrag zu unserem Unternehmenszweck „Vertrauen in die Gesellschaft aufbauen und wichtige Probleme lösen“ betrachten. Zudem fördern wir die Nachhaltigkeit im Bereich Steuern durch klare und verantwortungsvolle Steuerpraktiken.
Im Rahmen unseres Kerngeschäfts im Bereich Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Rechtsberatung sowie Unternehmensberatung kommt uns die Aufgabe zu, für Vertrauen und Sicherheit in Wirtschaft und Gesellschaft zu sorgen.
Zusätzlich arbeiten wir in multidisziplinären Teams an den Themen Technologie und Nachhaltigkeit. Beide sehen wir als wichtige Bausteine, um auf aktuelle und künftige Herausforderungen zu reagieren.
Das Herzstück unseres Geschäfts sind unsere Mitarbeiter:innen – ihr gesammeltes Wissen, und die vielfältige Bandbreite ihrer Fähigkeiten und Erfahrungen bilden die Basis für unsere Arbeit mit und für unsere Kunden.
Weitere Kernelemente, die in unsere Wertschöpfung einfließen, sind zugekaufte Dienstleistungen externer Professionisten, die Infrastruktur unserer Bürogebäude (100 % gemietet), Geschäftsreisen, externe Aus- und Weiterbildung, bezogene Energie sowie Dienstleistungen anderer PwC-Netzwerkgesellschaften. Darüber hinaus arbeiten wir eng mit führenden Technologie- und Datenunternehmen zusammen. Diese Allianzen erlauben es uns Innovation und Transformation für unsere Kunden noch umfassender voranzutreiben.
Unsere wichtigsten Arbeitsergebnisse sind in der Regel Berichte, Empfehlungen und Gutachten. Die Mehrheit davon wird elektronisch mit unseren Kunden geteilt.
Unser Kundenstamm besteht aus einem breiten Portfolio an nationalen und internationalen Unternehmen aus dem privaten und öffentlichen Sektor und aus verschiedenen Branchen und Sektoren.
Im Vergleich zu den Vorjahren haben sich in unserer Wertschöpfungskette keine signifikanten Änderungen ergeben.
Der Gesamtumsatz des PwC Österreich-Konzerns betrug im Geschäftsjahr 2025 196,2 Millionen Euro (Vorjahr: 187,4 Millionen). Dies setzt sich aus 64,0 Millionen Euro (Vorjahr: 54,7 Millionen) aus dem Bereich Wirtschaftsprüfung, 60,6 Millionen Euro (Vorjahr: 59 Millionen) aus der Steuer- und Rechtsberatung und 71,6 Millionen Euro (Vorjahr 73,7 Millionen) aus der Unternehmensberatung zusammen.
Zusätzliche Informationen zum direkt erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert finden Sie im PwC Konzernbericht. Dieser wird in Wien beim Firmenbuch hinterlegt.
Unser Beitrag zu Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt zeigt sich vor allem in den Dienstleistungen, die wir für unsere Kunden erbringen. Wir begleiten unsere Kunden von der Strategieentwicklung bis zur operativen Umsetzung und unterstützen sie bei gesellschaftlichen und unternehmerischen Herausforderungen. Durch den kontinuierlichen Ausbau unseres Branchenwissens und unserer Thought-Leadership-Programme steigern wir fortlaufend unseren gesellschaftlichen Mehrwert und Beitrag. Nachfolgend geben wir Einblicke wie dieser Mehrwert durch unsere Kern-Dienstleistungen genau aussieht.
Vorab möchten wir noch darauf hinweisen, dass wir außerhalb unserer regulären Geschäftstätigkeit lokale NGOs mit Corporate Volunteering Tätigkeiten, pro bono Dienstleistungen oder Spenden unterstützen. Insgesamt haben im Geschäftsjahr 2025. ca. 150 Mitarbeiter:innen an mindestens einer unserer Aktionen mit oder für unsere Partner-NGOs teilgenommen und insgesamt knapp 2.000 Arbeitsstunden hierfür aufgewendet.
Das PwC-Netzwerk wie auch PwC Österreich sind in einer Reihe von Verbänden und Interessengruppen tätig – viele davon mit einem Bezug zu Nachhaltigkeitsthemen. Dazu gehören u. a. CSR Europe, World Business Council for Sustainable Development, World Economic Forum, CSRCircle, CEOs for future, WEconomy, Institut Österreichischer Wirtschaftsprüfer:innen und die Kammer der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen.
PwC Österreich unterstützt wissenschaftliche Forschung an Hochschulen finanziell, aber auch in der Lehre. Unsere Expert:innen unterrichten als Lektor:innen an verschiedenen Universitäten und Fachhochschulen sowie an Bildungseinrichtungen, wie dem Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI), dem Berufsförderungsinstitut (Bfi) und der Akademie der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen (ASW). PwC-Mitarbeiter:innen werden für Vorträge und Seminare an Universitäten und Hochschulen freigestellt, sowie bei der Erstellung von Studien und Fachartikeln zu betriebs-, finanz- und volkswirtschaftlichen Entwicklungen sowie zu steuerlichen, wirtschaftlichen und nachhaltigkeitsbezogenen Fragen unterstützt.
Neben unserer Mitarbeit in Verbänden und anderen Gruppen, tragen wir durch eine Vielzahl an Publikationen und Studien zum wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Diskurs bei. Beispiele für unsere Beiträge in Bezug auf Nachhaltigkeitsthemen im Geschäftsjahr 2025 sind unter anderem der Net Zero Economy Index, unser ESG-Performance-Ranking, die Gehaltsfairness-Studie oder auch die jährlich erscheinende Studie zu internationaler Steuertransparenz.