PwC Studie zeigt Hoffnungen und Ängste der Arbeitnehmer:innen

Aufbruchsstimmung am Arbeitsmarkt – jede:r vierte Arbeitnehmende ist bereit, den Job zu wechseln

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  • Juni 26, 2024
  • Arbeitsbelastung steigt: Fast die Hälfte (42 %) der Österreicher:innen findet, dass die Arbeitsbelastung in den letzten zwölf Monaten zugenommen hat
  • Wechselbereitschaft hält an: Fast jede:r vierte heimische Arbeitnehmer:in kann sich vorstellen, den Job in den nächsten zwölf Monaten zu wechseln
  • Lebenserhaltungskosten weiterhin hoch: Der Anteil der Arbeitnehmer:innen, die am Ende des Monats Geld für Ersparnisse, Urlaube und sonstige Ausgaben übrig haben, liegt in Österreich bei nur 44 %
  • Neue Arbeitsweisen willkommen: 78 % der Österreicher:innen sind bereit, sich an neue Gegebenheiten in der Arbeitswelt anzupassen  

Wien, 26. Juni 2024 – Der wirtschaftliche Druck hinterlässt Spuren am Arbeitsmarkt. Fast die Hälfte der weltweiten Beschäftigten (45 %) ist der Meinung, dass ihre Arbeitsbelastung in den letzten 12 Monaten zugenommen hat. In Österreich sind es 42 %, denen die steigenden Anforderungen zu schaffen machen und 34 %, deren tägliche Aufgaben sich verändert haben. Das zeigen die repräsentativen Ergebnisse der aktuellen „Hopes and Fears Global Workforce Survey 2024“ von PwC, eine der größten je durchgeführten Umfragen zur Arbeitsmarktentwicklung unter 56.000 Berufstätigen in 50 Ländern, darunter 1.000 Österreicher:innen.

„Die angespannte Wirtschaftslage und der wachsende Druck auf die Arbeitnehmer:innen stellt das Thema Gehalt und Sicherheit in den Mittelpunkt. Gleichzeitig spielen neue Technologien eine immer stärkere Rolle, die Arbeit effizienter und schneller zu erledigen. Unternehmen sind gefragt, die notwendige Transformation voranzutreiben und die Mitarbeiter:innen weiterzubilden“, erläutert Johanna Schaller, Senior Managerin Workforce Transformation bei PwC Österreich. 

Mitarbeiterzufriedenheit ist leicht gewachsen
Fast zwei Drittel (63 %) der Österreicher:innen sind mit ihrem Job zufrieden (Global 60%). Dafür verantwortlich sind unter anderem eine faire Bezahlung (85 %), Sinn und Erfüllung im Beruf (75 %) und Flexibilität (66 %). Eine gute Work-Life-Balance ist zwar immer noch wichtig, an erster Stelle steht für die Arbeitnehmenden allerdings ein ansprechendes Gehalt und finanzielle Sicherheit. Die steigenden Kosten im Alltag machen einen fairen Lohn immer wichtiger. Der Anteil derjenigen, die am Ende des Monats noch Geld für Ersparnisse, Urlaube oder sonstige Ausgaben haben, liegt in Österreich bei 44 % bzw. global bei 45 %. Auf der anderen Seite treibt der Leistungsdruck die Forderungen nach höheren Löhnen und Gehältern nach oben: Der Anteil jener Österreicher:innen, die eine Gehaltsverhandlung in den nächsten zwölf Monaten planen, liegt bei 37 %. Außerdem sind es über ein Viertel (27 %), die bereit sind, den Arbeitsplatz zu wechseln. Das sind mehr Arbeitnehmer:innen als während der „Great Resignation“, der großen Kündigungswelle im Jahr 2022. 

„Führungskräfte müssen immer genauer auf die Talente in ihren Unternehmen achten. Dazu gehört, Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten und auf die Wünsche ihrer Mitarbeiter:innen einzugehen - einerseits, um sie fit für den technologischen Wandel zu machen und andererseits ist Upskilling ein wichtiger Hebel, um Talente zu halten. Denn gerade jene, die bereit sind, den Arbeitgeber zu wechseln, haben eine doppelt so hohe Bereitschaft, Fortbildungsprogramme wahrzunehmen – und hier stechen insbesondere die Babyboomer (84 %) hervor. Weiterbildungsangebote für Silver Ager können daher ein starker Wettbewerbsvorteil für Unternehmen werden“, so Schaller.  

Große Lernbereitschaft unter den Babyboomern
Nichts bleibt, wie es ist, trifft auf die Arbeitswelt mehr zu denn je. 55 % der österreichischen Arbeitnehmer:innen hat in den letzten zwölf Monaten mehr Veränderungen erlebt als in den zwölf Monaten davor. Dementsprechend ist sich ein Drittel (35 %) sicher, dass sie neue Tools und Technologien erlernen müssen, um ihre Arbeit weiterhin erfolgreich auszuführen. Das überfordert auf der einen Seite, ruft aber auch Widerstandsfähigkeit und Optimismus auf der anderen Seite hervor. Während 68 % der älteren Generation der Babyboomer das Gefühl haben, dass es zu viele Veränderungen gibt (im Vergleich zum österreichischen Durchschnitt von 48 %), fühlen sich 84 % der älteren Generation bereit, sich an die Veränderungen anzupassen (im Vergleich zum österreichischen Durchschnitt von 78 %).

Gerade der Einsatz von KI kann zu Erleichterung der Arbeitsweisen führen und Prozesse effizienter gestalten. 62 % der Österreicher:innen freuen sich darauf, in ihrer Rolle zu wachsen und Neues zu lernen, insbesondere 80 % der Babyboomer. 

„Die Arbeitnehmer:innen befinden sich im Spannungsfeld von Heute und Morgen: Zum einen hinterfragen sie Veränderungen kritisch, zum anderen heißen sie aber auch neue Arbeitsweisen willkommen,“ so die Expertin und meint weiter: „Es liegt also an den Arbeitgebern sicherzustellen, dass sie in ihr Team, Weiterbildung und unterstützende Technologien investieren, um den Druck auf sie zu mindern und die besten Talente zu halten, egal in welchem Alter.“


Senior Managerin Workforce Transformation bei PwC Österreich 

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Hopes and Fears Global Workforce Survey 2024 von PwC  

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Hopes and Fears Global Workforce Survey 2024 von PwC  

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Über die Studie

Im April 2024 befragte PwC 56.600 Personen, die erwerbstätig sind oder auf dem Arbeitsmarkt aktiv sind. Die Befragung wurde so konzipiert, dass sie eine Reihe von Branchen, demografischen Merkmalen und Arbeitsmustern widerspiegelt. Die Stichprobe wurde auf 50 Länder, unter anderem in Österreich, aufgeteilt. Weitere Details sind hier zu finden.

Über PwC

PwC betrachtet es als seine Aufgabe, gesellschaftliches Vertrauen aufzubauen und wichtige Probleme zu lösen. Mehr als 364.000 Mitarbeitende in 151 Ländern tragen hierzu mit hochwertigen, branchenspezifischen Dienstleistungen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Unternehmensberatung bei. Erfahren Sie mehr unter www.pwc.at.

Die Bezeichnung PwC bezieht sich auf das PwC-Netzwerk und/oder eine oder mehrere der rechtlich selbstständigen Netzwerkgesellschaften. Weitere Details unter www.pwc.com/structure.

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Isabel Bader

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Corporate Communications, PwC Austria

Lukas Stieger

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