Am 23. Juli 2025 veröffentlichte EFRAG einen Entwurf des ESRS-40a, eines vorgeschlagenen European Sustainability Reporting Standard, der speziell für „bestimmte Nicht-EU-Unternehmen“ gemäß Artikel 40a der Bilanzrichtlinie entwickelt wurde.
Zum Anwendungsbereich finden sie weitere Informationen in unserem vorherigen Artikel zu diesem Thema.
Was sind die wesentlichen Aspekte von ESRS-40a?
Ansatz zur Wesentlichkeit
Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass ESRS-40a einen Ansatz verfolgt, der sich ausschließlich auf Auswirkungen („impact-only materiality“) stützt. Das bedeutet allerdings, dass ein Unternehmen weiterhin verpflichtet wäre, über Auswirkungen zu berichten, die zu nachhaltigkeitsbezogenen Risiken und Chancen führen oder die durch Maßnahmen zur Bewältigung von Risiken bzw. zur Nutzung von Chancen entstehen.
Die allgemeinen Grundsätze der wahrheitsgetreuen Darstellung (fair presentation) sowie der Berichterstattung ausschließlich über wesentliche Informationen gelten weiterhin.
„Gemischter Ansatz“ bei der Berichterstattung
Der Entwurf führt zudem einen gemischten Ansatz ein, der Nicht-EU-Konzernen mehr Flexibilität bieten soll. Nach diesem Ansatz kann ein Unternehmen:
Auswirkungen für den gesamten Nicht-EU-Konzern berichten, oder
Klimaauswirkungen auf Konzernebene berichten, während andere Auswirkungen nur auf EU-Ebene berichtet werden, vorbehaltlich bestimmter Bedingungen.
Diese Flexibilität kann auch auf verschiedenen Ebenen angewendet werden, unter anderem nach Thema (topic), Unterthema (sub-topic) oder Kategorie von Auswirkungen.
Interoperabilität mit anderen Standards
Um Überschneidungen von Anforderungen zu begrenzen, erlaubt ESRS 40a Unternehmen, wesentliche Teile von Nachhaltigkeitserklärungen, die nach anderen anerkannten Berichtsstandards erstellt wurden, durch Verweis einzubeziehen. Dies ist ein wichtiges praktisches Merkmal für Nicht-EU-Konzerne, die bereits nach anderen Rahmenwerken berichten, da es den Aufwand für die Erstellung eines separaten eigenständigen Berichts signifikant verringern kann.
EU-Begriffe und -Konzepte
Der Entwurf behält viele Verweise auf EU-Gesetze und regulatorische Konzepte bei, im Einklang mit ESRS (2026). Wenn diese Konzepte auf Nicht-EU-Aktivitäten unter Verwendung von Annäherungen oder Schätzungen angewendet werden, muss das Unternehmen in seinen Angaben zusätzliche Erläuterungen bereitstellen. Dies soll die Vergleichbarkeit wahren und zugleich anerkennen, dass eine direkte Eins-zu-eins-Anwendung außerhalb der EU nicht immer einfach möglich ist.
Übergangsvorschriften
Wie das umfassendere ESRS-Rahmenwerk enthält auch ESRS 40a stufenweise Einführungen und Übergangserleichterungen. Einzelheiten zu den Übergangsvorschriften finden Sie im Anhang der PwC-In-depth-Publikation.
Weitere Unterschiede zu ESRS (2026)
Weitere bemerkenswerte Unterschiede zwischen dem Entwurf ESRS-40a und ESRS (2026) sind:
Begrenzung der Wertschöpfungskette – ESRS 1 (2026), Absatz 66, begrenzt die Nachhaltigkeitsinformationen, die ein Unternehmen von Unternehmen in seiner Wertschöpfungskette verlangen darf, auf bestimmte Angaben im freiwilligen Standard zur Nachhaltigkeitsberichterstattung. Im Entwurf ESRS-40a fehlt eine solche Begrenzung der Wertschöpfungskette.
EU-Taxonomie – Der Entwurf ESRS-40a enthält keine Anforderungen im Zusammenhang mit der EU-Taxonomie, da Artikel 8 der EU-Taxonomie nur dann für Nicht-EU-Konzerne gilt, wenn diese in der EU börsenotiert sind.
Wie geht es weiter?
Die 100-tägige Kommentierungsfrist für öffentliches Feedback läuft bis zum 31. Oktober 2026.
Nach Ablauf der Kommentierungsfrist wird EFRAG das eingegangene Feedback analysieren und seine fachliche Stellungnahme vorbereiten, die voraussichtlich im Jänner 2027 der Europäischen Kommission vorgelegt wird. Anschließend wird erwartet, dass die Europäische Kommission ihre eigene öffentliche Konsultation zu ESRS-40a durchführt und Mitte 2027 einen delegierten Rechtsakt erlässt.
Weitere Einzelheiten finden Sie im PwC Global In-depth sowie im Entwurf ESRS-40a.
On 23 July 2025, EFRAG published an exposure draft of ESRS-40a, a proposed European Sustainability Reporting Standard designed specifically for “certain non-EU undertakings” in accordance with Article 40a of the Accounting Directive”.
Please read our previous article on this topic for which entities are in scope.
What are the key aspects of ESRS-40a?
Materiality approach
The key difference is that ESRS-40a adopts an impact-only materiality approach. An entity would still be required to report on impacts that give rise to sustainability-related risks and opportunities or that are generated by actions taken to address risks or capture opportunities.
The general principles of fair presentation and reporting only information that is material continue to apply.
‘Mixed approach’ to reporting
The draft also introduces a mixed approach intended to give non-EU groups more flexibility. Under this approach, an entity may:
report impacts for the entire non-EU group, or
report climate impacts at group level while reporting other impacts on an EU-only basis, subject to certain conditions.
This flexibility may also be applied at different levels, including by topic, sub-topic, or category of impacts.
Interoperability with other standards
To help limit duplication, ESRS 40a allows entities to incorporate by reference significant parts of sustainability statements prepared under other recognised reporting standards. This is an important practical feature for non-EU groups already reporting under other frameworks, as it may reduce the burden of preparing a separate standalone report from scratch.
EU terms and concepts
The draft keeps many references to EU laws and regulatory concepts, consistent with ESRS (2026). Where those concepts are applied to non-EU operations using approximations or estimates, the undertaking must provide additional explanation in its disclosures. This is intended to preserve comparability while acknowledging that direct one-to-one application may not always be straightforward outside the EU.
Transitional provisions
Like the broader ESRS framework, ESRS 40a includes phase-in and transitional relief measures. Refer to the appendix of PwC’s In-depth publication for details of the transitional provisions.
Other notable differences from ESRS (2026)
Other notable differences between draft ESRS-40a and ESRS (2026) include the following:
Value chain cap – ESRS 1 (2026) para. 66 limits the sustainability information an entity may require from undertakings in its value chain to certain disclosures in the voluntary sustainability reporting standard. There is no value chain cap in the draft ESRS-40a.
EU Taxonomy – draft ESRS-40a do not include requirements related to the EU Taxonomy because EU Taxonomy Article 8 only applies to non-EU groups if they are listed in the EU.
What’s next?
The 100-day comment period for public feedback is open until 31 October 2026.
Following the comment period, EFRAG will analyse the feedback received and prepare its technical advice which is expected to be provided to the European Commission in January 2027. The European Commission is then expected to conduct its own public consultation on ESRS-40a and adopt a delegated act mid-2027.
For further detail, see the PwC Global In-depth and the draft ESRS-40a for further information.