Während die Vorbereitungen für den digitalen Euro der Europäischen Zentralbank (EZB) weiter voranschreiten, werden Banken, Zahlungsdienstleister, Versicherungen und Händler mit bedeutenden regulatorischen, operativen und technologischen Veränderungen konfrontiert sein. Institutionen, die frühzeitig mit den Vorbereitungen beginnen, werden am besten positioniert sein, um zukünftige Anforderungen zu bewältigen, Innovationspotenziale zu nutzen und ihre langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
Bei PwC Österreich betrachten wir den digitalen Euro als weit mehr als nur eine neue Zahlungsmethode. Er stellt eine strategische Transformation dar, die Customer Journeys, Compliance-Rahmenwerke, Zahlungsinfrastrukturen, Betriebsmodelle und Technologiearchitekturen im gesamten Finanzdienstleistungssektor beeinflussen wird.
Um diese Transformation zu unterstützen, hat PwC Österreich ein dediziertes Beratungsangebot zum digitalen Euro entwickelt. Wir helfen dabei, die Auswirkungen des digitalen Euro zu verstehen, Geschäfts- und Betriebsmodelle vorzubereiten und die erforderlichen Fähigkeiten für die erfolgreiche Implementierung des digitalen Euro aufzubauen.
Im Rahmen dieser Initiative freuen wir uns, unsere Webcast-Reihe zum digitalen Euro zu starten. In dieser Reihe werden unsere Spezialistinnen und Spezialisten praxisnahe Einblicke, Marktentwicklungen, regulatorische Neuerungen sowie wichtige Überlegungen zur Umsetzung für Organisationen teilen, die sich auf den digitalen Euro vorbereiten.
Die behandelten Themen umfassen unter anderem:
Unser erster Webcast findet am 20. Oktober 2026 statt und bietet einen Überblick über die neuesten Entwicklungen rund um den digitalen Euro, die erwarteten Auswirkungen auf den Markt sowie die wichtigsten Maßnahmen, die Organisationen bereits heute ergreifen sollten, um sich auf die Zahlungslandschaft von morgen vorzubereiten.
Zahlungen sind ein essenzieller Bestandteil der europäischen Wirtschafts- und Finanzinfrastruktur. Wenn Bürger:innen und Unternehmen in Europa keine alltäglichen digitalen Zahlungen mehr durchführen können, verlangsamt sich die wirtschaftliche Aktivität rasch, Geschäftsprozesse werden beeinträchtigt und das Vertrauen in das Finanzsystem kann darunter leiden.
Heute sind viele digitale Massenzahlungen in Europa von internationalen Kartensystemen und außereuropäischen Technologieanbietern abhängig. Laut der Europäischen Zentralbank sind Menschen in 13 Ländern des Euroraums bei Zahlungen im stationären Handel ausschließlich auf internationale Kartensysteme oder mobile Zahlungslösungen angewiesen.
Es liegt auf der Hand, dass dies für die Europäische Union zu einer Herausforderung werden kann. Geopolitische Spannungen, kommerzielle Entscheidungen oder operative Störungen, die in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen haben, könnten die Verfügbarkeit eines grundlegenden wirtschaftlichen Dienstes beeinträchtigen.
Die EZB hat wiederholt darauf hingewiesen, dass eine übermäßige Abhängigkeit von ausländischen Anbietern die Widerstandsfähigkeit Europas schwächen und die monetäre Souveränität des Euroraums beeinträchtigen könnte.
Hinzu kommt, dass Zahlungsausfälle, Cyberangriffe und operative Vorfälle zu den wichtigsten Risiken für Finanzinstitute zählen.
Der Digitale Euro ist daher nicht nur ein Zahlungsthema, sondern auch eine Frage der wirtschaftlichen Resilienz und strategischen Autonomie Europas. In diesem Zusammenhang wird der Digitale Euro als eine Initiative betrachtet, die eine europäisch kontrollierte Zahlungsoption bereitstellt und selbst in Zeiten größerer Störungen die Kontinuität von Zahlungsverkehrsdiensten unterstützen kann.
Der Digitale Euro ist eine geplante elektronische Form von Zentralbankgeld, die von der Europäischen Zentralbank ausgegeben werden soll. Ähnlich wie physische Euro-Banknoten und -Münzen würde er Bürger:innen und Unternehmen im gesamten Euroraum zur Verfügung stehen.
Wichtig ist dabei: Der Digitale Euro ist weder eine Kryptowährung noch ein Stablecoin oder ein Spekulationsprodukt. Vielmehr soll er wie digitales Bargeld funktionieren. Er soll ein sicheres und allgemein akzeptiertes Zahlungsmittel darstellen, das sowohl online als auch offline genutzt werden kann und Bargeld ergänzt, anstatt es zu ersetzen. Vorgesehen ist der Einsatz für Zahlungen zwischen Privatpersonen, Zahlungen im stationären Handel, E-Commerce-Transaktionen sowie potenziell auch für Anwendungsfälle des öffentlichen Sektors.
Die EZB begann bereits 2021 mit der Untersuchung der möglichen Einführung eines Digitalen Euro. Darauf folgte zwischen Oktober 2021 und Oktober 2023 eine Untersuchungsphase, in der verschiedene Designoptionen sowie politische und regulatorische Fragestellungen analysiert wurden.
Im November 2023 trat das Projekt in die sogenannte Vorbereitungsphase ein. Der Fokus liegt seither auf dem technischen Design, den Anforderungen an die Nutzererfahrung sowie der Entwicklung des Regelwerks für den Digitalen Euro.
Nach den aktuellen Planungen der EZB könnte ab 2027 eine Pilotphase beginnen, sofern der entsprechende gesetzliche Rahmen verabschiedet wird. Eine mögliche Einführung am Markt wird derzeit ab 2029 erwartet.
In den kommenden Jahren werden die Finalisierung des regulatorischen Rahmens, die Fertigstellung des Digital-Euro-Regelwerks, die Vorbereitung der technischen Infrastruktur sowie Pilotaktivitäten mit ausgewählten Marktteilnehmern im Mittelpunkt stehen.
Wichtig ist dabei: Der Prozess hat die rein konzeptionelle Phase bereits verlassen. Die EZB hat bereits die Teilnehmer ihrer Digital Euro Innovation Platform veröffentlicht. Diese vereint rund 70 Organisationen aus ganz Europa, darunter Banken, Zahlungsdienstleister, FinTechs, Händler und weitere Marktteilnehmer, um konkrete Anwendungsfälle zu testen und die praktische Nutzung des Digitalen Euro zu untersuchen.
Auf der Teilnehmerliste finden sich bereits österreichische Finanzinstitute, was die aktive Rolle Österreichs bei der Gestaltung des zukünftigen europäischen Zahlungsverkehrsökosystems unterstreicht. Die Erkenntnisse aus diesen Pilot- und Innovationsaktivitäten werden voraussichtlich maßgeblich in die finale Ausgestaltung und Implementierung des Digitalen Euro einfließen.
Der Digitale Euro wird nicht direkt von der EZB an Bürger:innen und Unternehmen bereitgestellt. Stattdessen werden Finanzinstitute und Zahlungsdienstleister eine zentrale Rolle bei der Bereitstellung von Digital-Euro-Diensten übernehmen.
Zu ihren Aufgaben könnten unter anderem die Kundenanbindung, die Bereitstellung von Nutzeroberflächen, Support-Prozesse sowie die Einhaltung regulatorischer Anforderungen gehören.
Für viele Institute wird die Umsetzung daher Anpassungen in unterschiedlichen Bereichen erforderlich machen, darunter:
Daten- und Technologielandschaften
Organisationen, die sich frühzeitig mit diesen Fragestellungen befassen, können Abhängigkeiten besser steuern, internes Know-how aufbauen und vermeiden, den Digitalen Euro lediglich als kurzfristiges Technologieprojekt zu betrachten.
Zu den ersten sinnvollen Schritten gehören:
Noch wichtiger ist jedoch, den Digitalen Euro nicht ausschließlich als regulatorische Verpflichtung zu verstehen, sondern auch als potenziellen Innovationstreiber. Mit der Weiterentwicklung des Ökosystems könnten neue Zahlungsangebote, verbesserte Kundenerlebnisse und zusätzliche Mehrwertdienste entstehen. Frühzeitige Marktteilnehmer haben dadurch die Chance, sich in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Umfeld zu differenzieren.
Um Organisationen bei der Vorbereitung auf diese Entwicklung zu unterstützen, hat PwC Österreich ein dediziertes Beratungsangebot zum Digitalen Euro aufgebaut. Unsere Leistungen umfassen:
Wir unterstützen Organisationen dabei, die potenziellen Auswirkungen des Digitalen Euro zu verstehen, eine geeignete Governance-Struktur aufzubauen, strategische Chancen zu bewerten und ihre Geschäfts- und Betriebsmodelle auf die zukünftige Umsetzung vorzubereiten.
Im Rahmen dieser Initiative startet PwC Österreich zudem seine Digital Euro Webcast Series, in der aktuelle Marktentwicklungen, regulatorische Neuerungen, praktische Umsetzungserfahrungen und zentrale Fragestellungen rund um den Digitalen Euro diskutiert werden.
Unser erster Webcast findet am 20. Oktober 2026 statt.
Ausgewählte Expert:innen geben dabei rechtliche, operative und technologische Einblicke in die organisatorische Vorbereitung, regulatorische Anforderungen, Implementierungsansätze sowie potenzielle Chancen des Digitalen Euro.
Registrieren Sie sich unter diesem Link und bereiten Sie sich schon heute auf die europäische Zahlungslandschaft von morgen vor.
Tanja Picker
Tomas Slangen Velasco
Valeria Garofalo
Irene Beck