Synthetic Risk Transfers: Bilanzierung nach IFRS im Fokus

Synthetic Risk Transfers (SRTs) gewinnen für Banken als Instrument des Kreditrisiko- und Kapitalmanagements zunehmend an Bedeutung. Dabei wird das Kreditrisiko eines Kreditportfolios vertraglich (ganz oder teilweise) auf externe Investoren oder Sicherungsgeber übertragen, während die zugrunde liegenden Kredite weiterhin von der Bank gehalten werden. Die Übertragung erfolgt typischerweise über Credit-linked Notes (CLNs), Finanzgarantien oder Kreditderivate.

Im Unterschied zu einer traditionellen Verbriefung werden die Vermögenswerte bei einem SRT nicht übertragen. Daher verbleiben die Kredite grundsätzlich in der Bilanz der Bank. Die konkrete bilanzielle Abbildung der erhaltenen Kreditabsicherung hängt indes wesentlich von der gewählten Struktur und den jeweiligen Vertragsbedingungen ab.

Aus IFRS-Sicht sind insbesondere Ansatz, Ausbuchung, Klassifizierung und Bewertung der einzelnen Vertragsbestandteile sorgfältig zu analysieren. Je nach Ausgestaltung können unterschiedliche Regelungen für Kreditderivate, Finanzgarantien, ausgegebene Schuldinstrumente oder eingebundene Zweckgesellschaften relevant sein. Auch die Auswirkungen der Kreditabsicherung auf die Ermittlung erwarteter Kreditverluste sowie die erforderlichen Angaben im Anhang sind zu beurteilen.

Banken sollten SRT-Transaktionen deshalb frühzeitig und ganzheitlich beurteilen. Neben dem angestrebten regulatorischen Kapitalentlastungseffekt sind die wirtschaftliche Substanz, die vertragliche Risikoverteilung und die IFRS-Bilanzierungsfolgen bereits bei der Strukturierung zu berücksichtigen. Unterschiedliche SRT-Strukturen können trotz eines vergleichbaren wirtschaftlichen Ziels zu unterschiedlichen bilanziellen Ergebnissen führen.

Weitere Einzelheiten zu gängigen SRT-Strukturen und den damit verbundenen Fragen zu Ansatz, Ausbuchung, Klassifizierung, Bewertung und Anhangangaben können im umfangreichen PwC In depth „Accounting for synthetic risk transfers under IFRS Accounting Standards“ nachgelesen werden.

Weitere interessante und aktuelle Beiträge rund um die IFRS finden Sie auf CMAAS Aktuell. 

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Anna Ledermüller

Anna Ledermüller

Managerin, IFRS und ESG, Corporate Reporting Services, PwC Austria

Tel: +43 699 16305001

Andreas Hölzl

Andreas Hölzl

Senior Manager, Capital Markets & Accounting Advisory Services (CMAAS) und Financial Services (FS), PwC Austria

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