Risk Mitigation Accounting: Anpassung von Benchmarkderivaten und Excess Test

Ein Grundprinzip des vom IASB vorgeschlagenen Risk Mitigation Accounting (RMA) besteht darin, dass nur Derivate, die tatsächlich Risiken mindern, unter die vorgeschlagenen Regelungen fallen. Um dieses Prinzip zu gewährleisten, sind Benchmark-Derivate bei unerwarteten Veränderungen der zugrunde liegenden Portfolios – etwa infolge von Verkäufen oder vorzeitigen Rückzahlungen – anzupassen.

Sind angemessene und belastbare Informationen ohne unverhältnismäßigen Aufwand verfügbar, ist das Benchmark-Derivat so anzupassen, dass die Auswirkungen der unerwarteten Veränderung vollständig abgebildet werden. Dies kann beispielsweise unter Verwendung der Marktsätze zu dem Zeitpunkt erfolgen, zu dem die betroffene Position erstmals in das zugrunde liegende Portfolio aufgenommen wurde. Andernfalls kann eine Vereinfachung angewandt werden, bei der die Marktsätze zu Beginn der Reassessment-Periode verwendet werden.

Die Anwendung dieser Vereinfachung kann den Excess Test auslösen, insbesondere wenn das zugrunde liegende Portfolio vollständig abgesichert ist und kein ausreichender Headroom zwischen dem Exposure und der Absicherung besteht. Ein überschüssiger Teil der Risk Mitigation Adjustment ist dabei im Periodenergebnis zu erfassen, wodurch zusätzliche Ergebnisvolatilität entstehen kann.

Im Rahmen des Field Testing sollte geprüft werden, ob die vorgeschlagenen Regelungen zur Anpassung von Benchmark-Derivaten und zum Excess Test praktikabel sind. Abschließende Ergebnisse aus dem Field Testing können bis zum 30. November 2026 vertraulich beim IASB eingereicht werden.

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Anna Ledermüller

Anna Ledermüller

Managerin, IFRS und ESG, Corporate Reporting Services, PwC Austria

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Andreas Hölzl

Andreas Hölzl

Senior Manager, Capital Markets & Accounting Advisory Services (CMAAS) und Financial Services (FS), PwC Austria

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