PSD2 im Überblick

Informationen zur neuen Zahlungsdienste-Richtlinie PSD2


 

Die Richtlinie zielt vorrangig auf die Schaffung eines integrierten Binnenmarktes für Zahlungsdienste ab. Dies soll durch eine Standardisierung der Bankenregulierung und der Vorschriften für Zahlungsdienstleister im digitalen Zeitalter erreicht werden. Die PSD2 erleichtert den Zugang zu Zahlungsdiensten durch die Stärkung der Systemsicherheit, die Ermöglichung neuer Zahlungsdienste, die Sicherstellung von Transparenz sowie von fairem Wettbewerb zum Vorteil der Verbraucher.

 


Die Entwicklung des Zahlungsverkehrsmarktes in Österreich



*Quellen: OeNB; Eurostat – Europäische Kommission; Handelsverband


 

PSD2 unterstützt den Veränderungsprozess

Der neue Rechtsrahmen bringt umfassende Neuerungen in den Bereichen Recht und Compliance sowie Technologie und Sicherheit. Auf dem Zahlungsmarkt werden neue Verantwortlichkeiten und Leistungen definiert.

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psd2 positive scope


Erweiterter Geltungsbereich

Erweiterung des regulatorischen Geltungsbereiches auf Zahlungsvorgänge, bei denen nur ein Zahlungsdienstleister in der EU ansässig ist, und auf Zahlungsvorgänge in Währungen, die keine Währungen von EU-Mitgliedstaaten sind. Einführung neuer Zahlungsdienste (Zahlungsauslösedienste, Kontoinformation, Deckungsprüfung).

psd2 third party


Drittanbieter

Einstieg von Drittanbietern (TPP) als neue Marktteilnehmer, nämlich Zahlungsauslösedienstleister (PISP) und Kontoinformationsdienstleister (AISP).

psd2 responsibilities


Verantwortlichkeiten

Ausweitung der Regelungen zu den Verantwortlichkeiten von Drittanbietern und Reduzierung quantitativer Grenzen bei der Zuständigkeit zulasten der Zahler.

psd2 safety


Sicherheit

Sicherheitsanforderungen und die Harmonisierung von Authentifizierungsverfahren (starke Kundenauthentifizierung) sind nun verpflichtend.

 

psd2 Costs and surcharges


Kosten und Aufschläge

Ausweitung des SHA-Prinzips (Zahler und Zahlungsempfänger teilen sich die Kosten) und Harmonisierung von zusätzlichen Gebühren in Übereinstimmung mit der neuen Verordnung über Internetbankentgelte.

 

psd2 negative scope


Einschränkung bestehender Ausnahmen

Die Ausnahmeregelungen für folgende Bereiche wurden überarbeitet: (i) Handelsagenten; (ii) begrenzte Netze; (iii) elektronische Dienste; (iv) unabhängige Geldautomatendienste

 

 

 

Neue Dienstleistungen für ein neues Kundenerlebnis

Zahlungsauslösedienste
Innovative Zahlungsdienste für Händler, Alternativen zur Kartenzahlung

Advanced App (Kontoaggregation, Geldwechsel)
Zugang zu Informationen über einen Touchpoint bzw. eine App sowie integrierte und aggregierte Übersicht über Konten und Ausgaben

Kartenlose Geldbehebung
Behebung mittels NFC-Technologie auf verschiedenen Konten, inklusive Vergleich der verrechneten Gebühren

Couponing
Geolokalisierung und Integration von Angeboten, Preisnachlässen, Gutscheinen, Vereinbarungen

Sofortzahlungen via eP2P
Sofortzahlungen mittels mobiler Geldbörse auf eine Vielzahl von P2P-Konten und bei Anbietern mit erweiterten Funktionen

„Entkoppelte“ Karten
White-Label-Karten für Zahlungen unabhängig von Konten bei bestimmten Anbietern

 

Kurze Beurteilung

In einer ersten Phase sollen künftige Marktentwicklungen eingeschätzt und strategische Chancen entwickelt werden. Möglichen Herausforderungen aufgrund von Entwicklungen im regulatorischen und wirtschaftlichen Bereich soll entgegengewirkt werden.

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Festlegung des Umfangs

- Festlegung des Umfangs von betroffenen Dienstleistungen, Produkten, Prozessen und Anwendungsbereichen.
- Regulatorische Auslegung der PSD2.


GAP- und Auswirkungsanalyse

- Ausführliche GAP-Analyse in Bezug auf die bisher von der PSD-Richtlinie vorgegebenen Anforderungen und in Bezug auf lokale Bestimmungen im rechtlichen Bereich sowie für IT, Prozesse und Geschäftsfelder.
- Qualitative Erfassung der Auswirkungen in jedem Bereich, inkl. detaillierten Informationen zu wesentlichen Lücken, beteiligten Playern/ Organisationsstrukturen und Auswirkungsgrad (hoch, mittel, gering)

Chancenanalyse

- Zugang zu internationalen Umfragen und Vergleich mit Marktstandards auf EU-Ebene.
- Erste Analyse neuer Geschäftschancen und zu entwickelnder Dienstleistungen sowie Einschätzung auf wirtschaftlicher Ebene.

Auszuführende Tätigkeiten

- Makrodefinition einer Strategie mit vorheriger Zeit- und Aufwandsschätzung.
- Ansprechen wesentlicher Problemfelder im Rahmen von Arbeitsgruppen und Industrieverbänden.



Darüber hinaus stehen wir für eine umfassende Unterstützung und einen ständigen Dialog mit dem Netzwerk und dem Markt sowie für eine kontinuierliche Überwachung regulatorischer Updates und die periodische Zusendung von Newslettern mit Rechtsauslegungen, und können somit unseren Klienten engagierte Expertenteams mit interdisziplinären und umfassenden Kompetenzen zur Verfügung stellen.

 

Kontakt

Christoph Obermair
Partner
Tel: +43 1 501 88-3629
Email

Stefan Moser
Senior Manager
Tel: +43 1 501 88-1156
Email

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