2024 Outlook

Global M&A Trends in Financial Services

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  • Insight
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  • Jänner 23, 2024

M&A im Finanzdienstleistungssektor werden im Jahr 2024 weiterhin eine Herausforderung bleiben, aber die Notwendigkeit von Transformation im Bereich der Finanzinstitute ist Anlass zum Optimismus.

Christopher Sur

Christopher Sur

Global Financial Services Deals Leader, Partner, PwC Germany

Viele Dealmaker im Bereich Finanzdienstleistungen gehen mit größerem Optimismus in das Jahr 2024 und betrachten das Jahr 2023 als einen Tiefpunkt, in dem die durch makroökonomische Faktoren wie hohe Inflation, steigende Zinssätze und geringere Wirtschaftswachstumsprognosen verursachte Unsicherheit die M&A-Aktivitäten dämpfte. Während die makroökonomischen Bedingungen und die geopolitischen Spannungen weiterhin eine Herausforderung darstellen, lassen die jüngsten Gewinne an den Finanzmärkten und die positiven Zinssignale der Zentralbanken das Vertrauen der Anleger langsam wieder aufleben.

Die aktuellen Marktbedingungen – in Kombination mit notwendigen laufenden Initiativen wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Herausforderungen in Bezug auf Belegschaft – setzen die Akteure im Finanzdienstleistungsbereich unter Druck, ihre Transformation zu beschleunigen, um relevant und profitabel zu bleiben. Neben internen Maßnahmen sind M&A weiterhin ein wesentlicher Bestandteil des Transformationsprozesses, zumal das organische Wachstum im derzeitigen makroökonomischen Umfeld vor großen Herausforderungen steht. Zu den mit M&A verbundenen Transformationsschritten können Übernahmen gehören, um die Fähigkeiten zu verbessern und zukünftiges Wachstum durch Größen- und Verbundvorteile zu fördern. Alternativ dazu können Veräußerungen dazu beitragen, den Betrieb zu verbessern und die Geschäftsmodelle neu auszurichten.

Die Finanzdienstleistungsbranche ist mit einer Reihe zusätzlicher Herausforderungen konfrontiert, die zum Teil auf ihre stark regulierte und risikoscheue Natur zurückzuführen sind, was die erfolgreiche Durchführung von Transformationsmaßnahmen erschwert. Das schwierige Marktumfeld verschafft den Marktteilnehmer:innen starken Gegenwind für M&A-Transaktionen. Wir gehen davon aus, dass die Dealmaker eher kleinere Transaktionen als Megadeals anstreben werden, um Transformationsschritte zu erleichtern. Wir erwarten auch, dass Deal-Prozesse länger dauern und die Analysen komplexer werden.

“Der derzeitige Markt für Finanzdienstleistungs-Deals ist für alle Beteiligten sehr herausfordernd, aber ich bin der festen Überzeugung, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist – wenn andere vielleicht noch zögern –, um durch Übernahmen oder Veräußerungen Vorteile zu erlangen und so die zukünftige Positionierung zu festigen.”

Christopher Sur,Global Financial Services Deals Leader, PwC Germany

Versicherungsvermittlung im Mittelpunkt

Der Markt für gewerbliche Versicherungsmakler ist ein attraktiver Sektor für potenzielle Investoren, da er nicht zyklisch ist, eine robuste Nachfrage aufweist und gute Aussichten auf eine Konsolidierung in einem in vielen Ländern nach wie vor stark fragmentierten Markt bietet. Die große Anzahl kleiner und mittelgroßer Unternehmen auf dem Markt schafft Möglichkeiten für Synergien und Größenvorteile und macht die gewerbliche Versicherungsvermittlung zu einem attraktiven Markt für Investoren, die nach langfristigen Anlagemöglichkeiten mit hohen Gewinnspannen und stabilen Renditen suchen.

Private Equity ist eine natürliche Triebkraft für Konsolidierungsbemühungen und hat einen erheblichen Anteil an den Versicherungsvermittlungs-Deals ausgemacht. Der Trend zur Konsolidierung im Bereich Versicherungsvermittlung begann vor etwa 20 Jahren in den USA und in Großbritannien und es gibt keine Anzeichen dafür, dass sich dieser Trend verlangsamt. Viele andere Länder befinden sich in der Anfangsphase dieser Marktkonsolidierung und diejenigen, die sich auf reiferen Binnenmärkten befinden, suchen international nach Wachstum.

In vielen Ländern Europas, des Nahen Ostens und Afrikas (EMEA) haben Übernahmen von Maklerfirmen durch Konkurrenten und das Wachstum von Konsolidierern, die durch Private Equity unterstützt werden, zu erheblichen M&A-Aktivitäten geführt.

In Deutschland beispielsweise sicherte sich Gossler, Gobert & Wolters (GGW), eine der führenden Maklerplattformen für kleine und mittelgroße Unternehmen in Europa, kürzlich eine Investition von Permira, um seine akquisitorische Wachstumsstrategie in der stark fragmentierten deutschen und europäischen Versicherungsvermittlungsbranche zu unterstützen.

Auch die Versicherungsmakler in der USA haben ihren Konsolidierungskurs fortgesetzt, mit inländischen Übernahmen wie der für November 2023 angekündigten Übernahme von drei US-Versicherungsmaklern durch die Farmers Group und der geplanten Übernahme von NFP, einem führenden mittelständischen Anbieter von Lösungen für Risiko-, Leistungs-, Vermögens- und Altersvorsorgeberatung, durch Aon Plc für 13,4 Mrd. USD. Aon kündigte auch Pläne zur Übernahme eines indischen Versicherungsvermittlungsunternehmens an.

M&A Hot Spots in 2024

Die folgenden Bereiche werden unserer Einschätzung nach im Jahr 2024 Hot Spots für M&A-Aktivitäten sein:

  • Vermögensverwaltung: Vermögensverwalter, die mit einem verlangsamten organischen Ertragswachstum und schrumpfenden Margen konfrontiert sind, werden weiterhin M&A nutzen oder intensivieren, um Größenvorteile zu erzielen oder neue Fähigkeiten zu erwerben, insbesondere in den Bereichen Nachhaltigkeit, alternatives Vermögen und einzigartige Vermögensverwaltungsspezialist:innen.

  • Versicherung: Im Versicherungssektor ist mit einer anhaltenden Deal-Aktivität zu rechnen, da die Unternehmen versuchen, sich von komplexen, alten Versicherungsportfolios zu trennen, um Kosten zu senken und die Kapitaleffizienz zu verbessern. Die Trennung von Risikoträger- und Vermögensverwaltungseinheiten der Versicherungsunternehmen wird von den Marktteilnehmer:innen weiterhin geprüft. Wie im Abschnitt „Versicherungsvermittlung im Mittelpunkt“ erwähnt, ist die Konsolidierung dieses stark fragmentierten Marktes im Gange und wird auch weiterhin Private Equity-Investoren anziehen.

  • Private Equity: Investoren mit zunehmender Spezialisierung auf Finanzdienstleistungen, Teams, die auf Finanzdienstleistungen spezialisiert sind und steigenden Fondsvolumen konzentrieren sich auf Finanzdienstleistungen und Finanzdienstleistungs-bezogene Themen wie Versicherungsvermittlung, Zahlungsverkehr, Plattformen, FinTech, InsurTech und RegTech. Daher erwarten wir eine vermehrte M&A-Aktivität in diesen Bereichen. Da PE-Investoren jedoch aufgrund der höheren Kapitalkosten und der Beschränkungen bei der Fremdkapitalaufnahme einem größeren Druck auf die Renditen ausgesetzt sind, wird die Konzentration auf die Wertschöpfung wichtiger denn je sein.

  • Zahlungsverkehr: Trotz der anhaltenden makroökonomischen Herausforderungen und ihrer Auswirkungen auf den M&A-Markt ist der Zahlungsverkehrssektor für viele Investoren nach wie vor sehr attraktiv. Sowohl Private Equity-Firmen als auch Bank- und Zahlungsverkehrsunternehmen betrachten das Zahlungsverkehrsgeschäft als skalierbar, weniger reguliert und profitabler als andere Bereiche der Finanzdienstleistungsbranche. Buy-and-Build-Strategien sind ein beliebter Weg für PE-Firmen, Zahlungsverkehrsgeschäfte auszubauen.

  • Finanztechnologie (FinTech): Wir sehen, dass Finanzdienstleistungsunternehmen strategische Partnerschaften mit FinTechs, neuen Vertriebspartner:innen und anderen eingehen, um Ökosysteme aufzubauen und ihre Geschäftsmodelle weiterzuentwickeln. Der Zugang zu neuem Kapital und Liquidität wird für viele FinTechs jedoch immer schwieriger. Daher erwarten wir, dass einige FinTechs attraktive Übernahmekandidaten sein werden und einige Thema von Distressed M&A werden. Andere könnten einfach scheitern und verschwinden.

47%

der CEOs von Finanzdienstleistungsunternehmen planen in den nächsten drei Jahren Übernahmen.

Source: PwC's 27th Annual Global CEO Survey

M&A-Themen für Finanzdienstleistungen im Jahr 2024

Umstrukturierung

Insgesamt erweist sich die Kreditqualität trotz des erheblichen makroökonomischen Gegenwinds als widerstandsfähig. Sollten die schwierigen makroökonomischen Bedingungen jedoch anhalten, könnten wir einen Anstieg der von Banken gehaltenen problembehafteten Vermögenswerte beobachten, wobei der Schwerpunkt auf jenen liegt, die mit Gewerbeimmobilien verbunden sind. Dies könnte zu weiteren Umstrukturierungsmaßnahmen bei den Finanzdienstleistern führen, wie zum Beispiel der Veräußerung von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Vermögenswerten oder notleidenden Krediten (NPL), um die Bilanzen zu stärken und die Eigenkapitalquoten im Bankensektor zu verbessern.

ESG-Kriterien (Environmental, Social und Governance)

Die Unternehmen der Finanzdienstleistungsbranche sehen sich nach wie vor einem hohen oder sogar zunehmenden Druck seitens der Regulierungsbehörden und Interessensgruppen ausgesetzt, ESG-Kriterien in ihren Geschäftsentscheidungen zu berücksichtigen. Die Regulierungsbehörden erwarten, dass ESG-Kriterien eine zentrale Rolle bei der Festlegung von Strategien und Geschäftsplänen sowie bei der Risikobereitschaft der von ihnen beaufsichtigten Unternehmen spielen. Auch andere Interessensgruppen – wie Mitarbeiter:innen, Kund:innen, Partner:innen der Wertschöpfungskette, Nichtregierungsorganisationen und die Medien – halten ESG-Kriterien für die weitere Entwicklung von Finanzdienstleistungsunternehmen für wichtig. Daher richten sich auch die Investoren bei ihren Investitionsentscheidungen und der Festlegung von Unternehmensstrategien immer mehr nach diesen Kriterien.

Digital Transformation und Technologie

Die Digitalisierung bleibt eine strategische Priorität, da die Akteure der Finanzdienstleistungsbranche die Erwartungen der Verbraucher:innen erfüllen und ihre Marktposition vor dem Hintergrund der Disruption durch FinTechs und Nicht-Finanzdienstleistungsunternehmen ausbauen müssen. Wir gehen davon aus, dass sich M&A, strategische Partnerschaften und Allianzen im Jahr 2024 auf Deals zum Einsatz von Daten, zur Implementierung von Lösungen für die zunehmenden Cybersicherheitsprobleme, zur Steigerung der betrieblichen Effizienz und zur Beschleunigung von Transaktionsprozessen konzentrieren werden.

M&A-Volumen und -Werte 2023

Financial services deal volumes and values, 2019-2023

Bar chart showing M&A volumes and values for the financial services sectors. Deal volumes and values in FS declined by 12% and 40%, respectively, between 2022 and 2023.

Sources: LSEG and PwC analysis

Das Volumen und der Wert der weltweiten M&A im Finanzdienstleistungssektor sanken zwischen 2022 und 2023 um 12 % bzw. 40 %. Die starke Zunahme der Finanzdienstleistungs-Deals in den Jahren 2021 und 2022 in Verbindung mit steigenden Zinssätzen und einer Reihe damit verbundener Bankenzusammenbrüche Anfang 2023, die die Marktunsicherheit nicht nur im Bankensektor, sondern auch im gesamten Finanzdienstleistungssektor und im weiteren Sinne schürten, führten folglich zu einem dämpfenden Effekt auf M&A im Jahr 2023.

Die Deal-Volumen erreichten zwar wieder das Niveau von 2019 und 2020, aber die Deal-Werte waren im Jahr 2023 unter dem Niveau der Vorjahre. Der Rückgang der Deal-Werte im Jahr 2023 spiegelt bis zu einem gewissen Grad den Trend wider, dass Dealmaker kleinere Transaktionen nutzen, um Transformationsschritte zu erreichen, anstatt Megadeals zu tätigen – hier verstanden als Transaktionen mit einem Wert von mehr als 5 Mrd. USD. Die Zahl der Megadeals ging von 21 im Jahr 2021 auf sieben im Jahr 2022 und nur drei im Jahr 2023 zurück.

Global M&A trends in financial services

Die Deal-Aktivität im Bankensektor ging 2023 aufgrund von Unsicherheiten im Zusammenhang mit Bankenzusammenbrüchen, Zinsentwicklungen und potenziellen Risiken in den Kreditbüchern zurück.

Um systemische Herausforderungen wie die fehlende Größe und die Sättigung in einigen Segmenten, in denen konkurrierende Banken vergleichbare Geschäftsmodelle haben, zu überwinden, wird eine Konsolidierung als unvermeidlich angesehen. Beispielsweise gibt es in den USA zahlreiche Regional- und Gemeinschaftsbanken, was eine Gelegenheit zur Konsolidierung als Mittel zum Wachstum und zur Nutzung von Größenvorteilen darstellt.

Die Expansion kann den Banken helfen, die erwarteten Kostensteigerungen aufzufangen, die mit der Einhaltung immer komplexerer und strengerer Vorschriften und höherer Eigenkapitalanforderungen verbunden sind. Darüber hinaus verfügen größere Institute eher über ausreichende Budgets, um in Technologie und Kundenerfahrung zu investieren, um mit neuen Marktteilnehmer:innen wie FinTechs und zahlungskräftigen Verbrauchermarken zu konkurrieren, die in die Finanzdienstleistungsbranche eindringen.

In diesem Zusammenhang wird seit langem mit einer Konsolidierungswelle gerechnet. Bisher ist es jedoch nicht dazu gekommen, was auf mehrere mildernde Umstände zurückzuführen ist. Dazu gehören ein uneinheitliches regulatorisches Umfeld, Schwierigkeiten bei der Integration alter Infrastrukturen und der Realisierung von Synergien, hohe Zinssätze und eingebettete Verluste in den Bankkredit- und Schuldtitelportfolios der Zielunternehmen.

In Anbetracht der hohen Zinssätze haben die potenziellen Auswirkungen der Absorption solcher eingebetteten Verluste zu einer verstärkten Prüfung durch die Käufer:innen geführt und viele Käufer:innen zögern lassen, Transaktionen zu tätigen. Darüber hinaus schrecken die langen Fristen für die behördlichen Genehmigungen von M&A von Banken potenzielle Käufer:innen ab, von denen viele stattdessen andere, attraktivere Wachstumsstrategien bevorzugt haben.

Insgesamt bleibt der Versicherungssektor in einem schwierigen Deal-Umfeld widerstandsfähig und weist im Vergleich zu den Rückgängen in andere Sektoren eine beträchtliche Deal-Aktivität auf. Wir gehen davon aus, dass insbesondere die folgenden Trends und Themen jetzt und in Zukunft die Deals im Versicherungssektor vorantreiben werden:

  • Versicherungsvermittlung: Wir erwarten, dass die Konsolidierung der Versicherungsvermittler:innen im hoch fragmentierten Markt anhält. Wie im Abschnitt „Versicherungsvermittlung im Mittelpunkt“ erläutert, steigt die Aufmerksamkeit und Nachfrage von Private Equity-Investoren, die als Konsolidierer agieren, um von Größenvorteilen zu profitieren.
  • Portfoliooptimierung: Die Versicherungsunternehmen veräußern weiterhin kapitalintensive Lebens- und Rentenversicherungsgeschäfte, um sich auf ihre Kernprodukte zu konzentrieren und die Komplexität ihrer Geschäftstätigkeit zu verringern. Dies gibt den Versicherern die Möglichkeit, die Kosten zu senken, die Kapitaleffizienz zu verbessern und das Kapital in Kernaktivitäten umzuschichten.
  • Wettbewerb: Neue Marktteilnehmer:innen stören die bestehenden Wertschöpfungsketten. Das Aufkommen nicht-traditioneller Konkurrenten, einschließlich digitaler Plattformen und Tech-Giganten, setzt die etablierten Versicherungsanbieter unter Druck.

  • Partnerschaften: Versicherungsunternehmen arbeiten mit InsurTechs zusammen, um die Digitalisierung in Bereichen wie maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz (KI) zu fördern.

Die Vermögensverwaltungsbranche steht vor noch nie dagewesenen existenziellen Herausforderungen. Bereiche wie die digitale Transformation, veränderte Anlegererwartungen, Konsolidierung und „Retailisierung“ in Verbindung mit Marktvolatilität und höheren Zinsen stehen ganz oben auf der Liste der Sorgen von Vermögensverwaltern und Anlegern. Laut der Asset and Wealth Management Revolution 2023: The New Context-Studie von PwC wird erwartet, dass 16 % der bestehenden Vermögensverwaltungsorganisationen bis 2027 verschlungen werden oder auf der Strecke bleiben.

Da der Vermögensverwaltungssektor insgesamt eine Verlangsamung des organischen Umsatzwachstums und schrumpfende Gewinnspannen erlebt, sind Konzentration und Größe von entscheidender Bedeutung. Daher nutzen Vermögensverwaltungsunternehmen M&A, um ihr Geschäft auszubauen und Größen- und Verbundvorteile zu nutzen. Die folgenden Faktoren treiben Deals im Vermögensverwaltungsbereich derzeit voran und werden dies voraussichtlich auch in Zukunft tun:

  • Strategische Partnerschaften: Die Unternehmen gehen zunehmend strategische Partnerschaften ein, nicht nur um ihren Umsatz zu steigern, sondern auch um ihre Kostenstrukturen zu optimieren. Solche Kooperationen ermöglichen es den Unternehmen, gemeinsame Umsatzchancen zu nutzen und gleichzeitig die Back-End-Abläufe strategisch zu rationalisieren, um die Effizienz zu steigern und die Kosten zu senken.
  • Portfoliooptimierung: Der schwierige makroökonomische Markt hat die Manager:innen dazu veranlasst, sich auf die Optimierung des Portfolios zu konzentrieren, um die Rentabilität zu steigern und höhere Bewertungen zu erzielen. Die Überprüfung bestehender Portfolios hilft den Unternehmen dabei, herauszufinden, worauf sie ihr Kapital konzentrieren sollten und wo sie sich zurückziehen sollten, um die Bewertungen zu erhöhen und die Gesamtrentabilität zu maximieren.
  • Diversifikation: Die Unternehmen reagieren auf die Herausforderungen, indem sie ihr Produktangebot durch Übernahmen, neue Vertriebskanäle (einschließlich Kundenstamm) und neue Anlageklassen diversifizieren und die Produktinnovation verbessern.
  • (Größen-)Vorteile nutzen: Größere Vermögensverwalter, die durch Übernahmen wachsen, können ihre Größe nutzen, um die Kosten auf eine breitere Vermögensbasis zu verteilen, was ihnen mehr Flexibilität bei der Durchführung von Deals ermöglicht.

M&A Ausblick für den Bereich Finanzdienstleistungen 2024

Trotz eines herausfordernden Marktumfelds mit einer Verlangsamung der Deal-Aktivitäten im gesamten Finanzdienstleistungssektor im vergangen Jahr sehen wir Potenzial für einen Aufschwung bei M&A mit einem verbesserten Ablauf bei den Deals im Laufe des Jahres 2024.

Die Akteure des Finanzdienstleistungssektors stehen nach wie vor unter erheblichem Druck, ihre Geschäftsmodelle weiter umzugestalten, um aktuellen und künftigen Herausforderungen zu begegnen und nachhaltige Ergebnisse zu zielen. M&A können als Katalysator für die erforderlichen Transformationsschritte dienen, entweder durch den Erwerb von Unternehmen, um das künftige Wachstum voranzutreiben oder durch die Veräußerung von weniger rentablen oder nicht zum Kerngeschäft gehörenden Geschäftsbereichen, um den operativen Fokus des Unternehmens zu schärfen.

Wir haben unseren Beitrag über M&A Trends auf Daten aus anerkannten Quellen der Branche gestützt. Die in dieser Publikation genannten Gesamtwerte und Volumen beruhen auf offiziell angekündigten Transaktionen, mit Ausnahme von Gerüchten und zurückgezogenen Transaktionen, die von der London Stock Exchange Group (LSEG) zum 31. Dezember 2023 zur Verfügung gestellt wurden und auf die am 3. Jänner 2024 zugegriffen wurde. Diese Daten wurden durch zusätzliche Informationen von S&P Capital IQ und unserer unabhängigen Recherche ergänzt. Bestimmte Anpassungen wurden an den Quellinformationen vorgenommen, um sie mit der Branchenzuordnung von PwC in Einklang zu bringen.

Christopher Sur ist Global Financial Services Deals Leader bei PwC. Er ist Partner bei PwC Deutschland. Thorsten Egenolf ist Senior Manager bei PwC Deutschland.

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Matthias Eicher

Partner, Vienna, PwC Austria

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