Power and Renewables Deals

07/14/17

Als Einzelkämpfer wird kein Energieversorger überleben

Trotz politischer Unsicherheiten und sich ändernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen befindet sich der Gesamtwert der Transaktionen bei Fusionen und Übernahmen im Sektor Power & Utilities auf dem höchsten Niveau in diesem Jahrzehnt. Das ist das Ergebnis der Studie „Power & Renewables Deals“ von PwC, die jährlich erscheint. 

Michael Sponring, Territory Leader Power & Utilities bei PwC Österreich: „2016 war ein gutes Jahr, doch die Aussichten für 2017 sind getrübt. Trotz politischer Unsicherheiten glauben wir, dass die Grundlagen für Geschäftsabschlüsse in dem Sektor überwiegen werden. Das Interesse von Investoren an den permanenten und langfristigen Erträgen, die sich aus reguliertem Vermögen aus der Strom- und Gasinfrastruktur ergeben, wird weiterhin großes Interesse bei Investoren wecken und den Druck auf die Akquisitionsprämien erhöhen. Auch in Bezug auf den Klimawandel gibt es gewisse Unsicherheiten, die sich etwa aus dem Ausgang der US-Wahlen ergeben, jedoch werden die Ökonomie und die Dynamik hinter der Entkarbonisierung sowie weitgehende Energieveränderungen die Politik in den Hintergrund drängen.“ 

Im Jahr 2016 wurden Transaktionen im Bereich Energie und erneuerbare Energien im Wert von 293 Milliarden US-Dollar bekannt gegeben, das entspricht einer Steigerung von 47 % gegenüber dem Vorjahr 2015 mit 199 Milliarden US-Dollar. Von dem um 94 Milliarden US-Dollar gestiegenen Transaktionswert stammten 87 Milliarden US-Dollar aus Nordamerika. Der Transaktionswert in Nordamerika stieg auf eine absolute Rekordmarke von 167 Milliarden US-Dollar im Jahr 2016. Daneben wurden jedoch auch Steigerungen in Australasien, Europa und Lateinamerika verzeichnet.

Von dieser Szenerie werden unterschiedlichste Auswirkungen auf Geschäfte im Energiesektor und im Bereich der erneuerbaren Energien erwartet. „Obwohl die politische Situation zu einem deutlich höheren Risiko im Handel führt, gehen wir nicht davon aus, dass das politische Risiko in ein erhöhtes Regulierungsrisiko im Energiebereich übergeht, was sich in Folge auf die Geschäftsfreudigkeit auswirken würde. Investoren im Versorgungssektor sind bereits vertraut mit dem Drahtseilakt, der mit der Abwägung nationaler und EU-politischer Energiebelange einhergeht“, so Sponring.

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Isabel Bader

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Corporate Communications, PwC Austria

Lukas Stieger

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