Emerging Trends in Real Estate Europe 2011: Immobilienmärkte driften auseinander

Studie von PwC und ULI zeigt größer werdende Kluft zwischen Immobilienmärkten

Während sich die Ertragsperspektiven in den nord- und mitteleuropäischen Metropolen 2011 wieder verbessern, fallen die Immobilienmärkte der Euro-Krisenstaaten weiter zurück. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie „Emerging Trends in Real Estate Europe 2011“ von PwC und dem Urban Land Institute (ULI). Diese und viele weitere Ergebnisse diskutierte am Donnerstag, 17. Februar 2011, eine hochkarätigen Expertenrunde im Rahmen des PwC Immo-Talk.

Am Podium sprachen Dr. Eduard Zehetner, CEO&CFO Immofinanz AG, Mag. Karin Schmidt-Mitscher, Leiterin der Abteilung Immobilien, Consulting und Investment, UniCredit Bank Austria AG sowie Ulrich Steinmetz, Managing Director, RREEF Germany, und DI Rudi Schicker, Klubvorsitzender SPÖ Wien.

„Der europäische Immobilienmarkt erholt sich zwar, ist aber von einer grundlegenden Wende noch weit entfernt. Frisches Kapital ist nach wie vor knapp und fließt vor allem in Top- Immobilienstandorte. In weniger attraktiven Regionen dürfte sich der Preisverfall daher fortsetzen“, so Wolfgang Vejdovsky, Leiter Real Estate Advisory von PwC Österreich.

Im Rahmen der Studie „Emerging Trends in Real Estate Europe“, welche PwC und ULI heuer bereits zum 8. Mal herausgeben, wurden 640 europäische Immobilienexperten befragt. Diese bewerten die europaweiten Renditechancen von Immobilieninvestitionen (bestehende Portfolios und Zukäufe) mit der Durchschnittsnote 5,09 auf einer Skala von neun („hervorragend“) bis eins („katastrophal“). Damit fällt die Einschätzung der Ertragsperspektiven leicht positiv aus. Im Jahr 2010 lag der Durchschnittswert mit 4,74 Punkten niedriger.

„Die Studie dient für uns als Barometer, um zu erkennen, wie sich die Märke in Österreich und den CEE-Ländern darstellen. Die Studie liefert entscheidende Inputs, um aktuelle Chancen und Entwicklungen am Immobilienmarkt zu erkennen und zu nutzen“, hält Philipp Kaufmann, Chairman vom ULI Austria, fest.

Wien zählt zu den Absteigern

Von wenigen Ausnahmen abgesehen, gibt es im Immobilienranking 2011 gegenüber dem Vorjahr nur kleinere Veränderungen in der Spitzengruppe. Aufsteiger des Jahres sind Istanbul (heuer Top auf Platz 1) und Stockholm, das sich vom 11. auf den 4. Rang verbessern konnte. Ebenfalls neu in den Top 10 ist Zürich auf Platz 10 (2010: Platz 13). Absteiger sind Wien (von Rang 6 auf Rang 14) und Mailand (von Rang 8 auf Rang 17). Allerdings bewerten die Experten die Ertragsperspektiven auch in diesen Städten etwas besser als im Vorjahr.

Ungeachtet der verbesserten Ertragsperspektiven dürfte 2011 weiterhin nur sehr selektiv Kapital in den europäischen Immobilienmarkt fließen. Auf einer Skala von 1 („sehr starker Rückgang“) bis 9 („sehr starker Anstieg“) vergeben die befragten Experten die Durchschnittsnote 4,83 und sind damit verhalten optimistischer als in den Vorjahren (2010: Note 4,67, 2009: Note 3,32). Ein steigendes Engagement wird in erster Linie den Pensionsfonds und anderen institutionellen Investoren zugetraut (Note 5,48), gefolgt von Private-Equity Investoren und Hedge Fonds (Note 5,14).

Die gesamte Studie sowie detaillierte Ergebnisse finden Sie online unter dem Link: Emerging Trends in Real Estate Europe

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