Multinationale Unternehmen aus Schwellenländern stark im Kommen

PwC-Report „Emerging multinationals“

  • Indien und China führend bei neuen Multi-Nationals
  • Malaysien, Singapur, Russland und Südkorea viel versprechend

Multinationale Unternehmen aus aufstrebenden Märkten gewinnen auf dem internationalen Parkett zunehmend an Einfluss und Bedeutung. In den letzten fünf Jahren ist die Anzahl von Firmen aus Emerging Markets, die auch international Fuß fassen konnten, rapide angestiegen. Gründe dafür sind in der rasch voranschreitende Globalisierung und den Entwicklungen auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologien zu sehen. Dieser Trend wird sich auch in den nächsten 15 Jahren fortsetzen. Zu diesem Ergebnis kommt der neueste PwC-Report „Emerging multinationals: The rise of new multinational companies from emerging economies“, der heute von PricewaterhouseCoopers veröffentlicht wurde.

Einige dieser multinationalen Unternehmen werden international enorm starke Positionen einnehmen und weltweit Services wie beispielsweise den Support ihres globalen IT- und Telekommunikationsnetzwerkes in Anspruch nehmen.

„Immer mehr neue Multi-Nationals fassen direkt in den entwickelten Industrienationen Fuß, anstatt ihr Glück – wie bisher üblich – zuerst in angrenzenden Schwellenländern zu versuchen. Auch die Bereiche, in denen sie tätig sind, ändern sich zusehends: Waren diese Unternehmen bisher mehr in Basisindustrien wie der Rohstoffförderung tätig, kommen sie jetzt verstärkt aus dem Sektor der Business Services oder einem wertschöpfungsstarken Fertigungsbereich“, erklärt Mag. Helmut Kern, Head of Consulting, PwC Österreich.

Indien überholt China

Indien wird China als weltweit größtes Ursprungsland für neue Multi-Nationals überholen, so der Report. Die Experten prognostizieren: Voraussichtlich werden in den nächsten 15 Jahren über 2.200 indische Unternehmen ihre Geschäftstätigkeit auf Länder außerhalb Indiens ausweiten können. Die exportorientieren Länder Südostasiens (Malaysien und Singapur), das ölreiche Russland und das stark industrialisierte Südkorea sind ebenfalls in guten Positionen, um eine große Anzahl neuer Multi-Nationals hervor zu bringen. Den untersuchten Ländern Südamerikas (Argentinien, Brasilien, Chile und Mexiko) dagegen schreibt der Report geringeres Potenzial auf diesem Gebiet zu.

Der Report basiert auf einer Analyse von 15 Schwellenländern. Durch ökonometrische Berechnungen wurde die mögliche Anzahl von Multi-Nationals, die diese Emerging Markets innerhalb der nächsten 15 Jahre voraussichtlich hervor bringen werden, ermittelt. Folgende Länder wurden in der Analyse berücksichtigt: Argentinien, Brasilien, Chile, China, Ungarn, Indien, Malaysien, Mexiko, Polen, Rumänien, Russland, Singapur, Südkorea, die Ukraine und Vietnam.

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