Budgetrestriktionen für die öffentliche Hand

Der Budgetdruck von Bund, Ländern, Städten und Gemeinden führt zu massiven Änderungen in der Wahrnehmung von Aufgaben durch die öffentliche Hand. Private Unternehmen werden immer öfter mit der Durchführung öffentlicher Aufgaben betraut. Teilweise ziehen sich Gebietskörperschaften zur Gänze aus Teilbereichen zurück oder öffentliche Aufgaben werden gemeinsam von privater und öffentlicher Hand wahrgenommen. So entstehen Public Private Partnership (PPP) Modelle.

Bei PPP-Modellen zieht sich der Staat als Designer, Planer, Produzent, Finanzier und Betreiber öffentlicher Leistungen zurück und überlässt diese Aufgabe ausschließlich der Verantwortung der Privatwirtschaft. Die öffentlichen Stellen treten nur noch als Konsumenten und Nachfrager von Dienstleistungen auf und bezahlen die von Privaten erbrachten Leistungen auf der Basis vertraglicher Vereinbarungen.

Die Anwendung von PPP-Modellen führt zu einer Win-Win-Situation für den Staat und den privaten Partner. Einerseits kann der Staat den Bürgern die benötigten Güter und Dienste schneller, kostengünstiger und in besserer Qualität anbieten. Andererseits bringen die Privaten im Wettbewerb ihr Know-how, ihre Erfahrung und ihre Kreativität in einen wachsenden Markt gewinnbringend ein, wodurch die Wirtschaft belebt und Arbeitsplätze geschaffen werden.

Ausgehend von Großbritannien traten diese Modelle ihren Siegeszug durch Europa an und beginnen nun auch in Österreich stärker Fuß zu fassen. Dadurch wird der Berufsstand der Wirtschaftstreuhänder und Unternehmensberater vor völlig neue Aufgaben gestellt.