Kassieren mit der Cloud

Produkte und Dienstleistungen für das vernetzte Auto entwickeln sich laut „Connected Car 2015“-Studie von PwC Deutschland zum Wachstumsmotor für die Automobilindustrie.


Produkte für vernetzte Mobilität haben das Potenzial, zu einem Kassenschlager zu werden. Rund 123 Milliarden Euro Umsatz weltweit können die Autobauer bis 2021 erwarten – mehr als dreimal so viel wie 2016. Anwendungen für vernetzte PKWs erlösen dann rund zehn Prozent aller Neuwagenumsätze im Premiumsegment. Dieses optimistische Bild zeichnet eine Studie, die Strategy&, die globale Strategie-beratung von PwC gemeinsam mit dem Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach erstellt hat.

Der Löwenanteil des potenziellen Umsatzes entfällt danach weiterhin auf Sicherheitsanwendungen. Ihr Anteil steigt bis 2021 bei einem Volumen von rund 40 Prozent auf mehr als 49 Milliarden Euro. Techniken, die den Weg zum autonomen Fahren bahnen, schlagen dann mit knapp 40 Milliarden Euro zu Buche – mehr als viermal so viel wie 2016. Das Geschäft mit digitaler Unterhaltung hinter dem Steuer legt von aktuell rund sechs Milliarden Euro auf mehr als 13 Milliarden Euro zu. Umsätze rund um das „Mobility Management“ – wie etwa eine effiziente Routensteuerung – wachsen laut Studie von 4,4 auf 5,6 Milliarden Euro. Angebote für das Fahrzeugmanagement, mit dem etwa Betriebskosten reduziert und Wartungsintervalle überwacht werden, generieren bis 2021 mit 7,1 Milliarden Euro doppelt so hohe Umsätze wie 2016. Da mit der Alterung der Bevölkerung auch die Gesundheitsüberwachung an Bord immer wichtiger wird, rechnen die Studienautoren im Bereich des Wellbeing mit einem kräftigen Anziehen des Geschäfts von derzeit knapp zwei auf 7,6 Milliarden Euro im Jahr 2021.

Branchenfremde Konkurrenten wie Google, Apple, Uber & Co. drohen über zahlreiche Schnittstellen mit mobilen Endgeräten, Software- und Internetanwendungen in die Domäne der Autobauer einzubrechen. Um diese auf Abstand zu halten, muss allein die deutsche Automobilindustrie in den kommenden Jahren rund elf Milliarden Euro in die Digitalisierung ihrer Produkte und Dienstleistungen investieren, mahnen die Studienautoren. Die rund 2,5 Milliarden Euro teure Übernahme des digitalen Kartendienstes Here von Nokia durch Audi, BMW und Daimler war dafür „vermutlich nur der Anfang“, erwartet Studienautor Richard Viereckl, Partner bei Strategy&.

 

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