Familienunternehmen: Die Generation der Töchter

Rudolf Krickl, Experte für Familienunternehmen und Partner bei PwC Österreich, über die optimale Firmenübergabe an die Generation der Töchter.


Erwarten Sie künftig mehr Firmenübergaben an Töchter und wie würde sich das im Mittelstand auswirken?

Eindeutig ja! Auch in Familienunternehmen unterliegt das Rollenverständnis der Frau einem wesentlichen – und wie ich meine – einem sehr positiven Wandel. Frauen erhalten nicht mehr nur eine gute Ausbildung, sondern werden viel stärker im Familienunternehmen aufgenommen. Dabei werden insbesondere der oftmals ruhigere und nachhaltigere Führungsstil sowie die integrative Kraft von Frauen sehr geschätzt.


Werden Töchter häufig nur als „Notnagel“ eingesetzt, weil der Sohn für die Nachfolge nicht bereitsteht?

Dies kann in Notsituationen der Fall sein, aber auch hier geht die Tendenz zur Geschlechterneutralität - der Notnagel kann auch ein weiterer Sohn sein. Insgesamt ist die rechtzeitige Planung der Unternehmensnachfolge sowie das Bereithalten eines Notfallplanes für Familienunternehmen unerlässlich. Gerade hier spielen die Frauen der Familie oft eine zentrale Rolle.


Was schätzen Väter an ihren Töchtern so besonders?

Dass sie sich darauf verlassen können, dass man die Dinge gemeinsam löst. Dass sie sich dem Vater an die Seite stellen, gemeinsam mit ihm arbeiten können. Sie fühlen sich tendenziell eher nicht so verdrängt. Allerdings gibt es auch da schwierige Situationen. Und sie sind auch stolz auf ihre Töchter.

Kontakt

Rudolf Krickl
Steuerberater, Experte für Familienunternehmen
Partner, Standort Wien
Tel: +43 1 501 88-3420
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